Dabei ist es doch an dieser Stelle schon heftig kritisiert worden, und zwar zurecht.
Aber unter anderem kann man sich dennoch freuen über die Gestaltung der Titelseite.
Der Untertitel nämlich lautet:
“Schleswig-Holsteins Hauptstadtmagazin”
Sehr geschickt. Es wird damit suggertiert, daß diese Zeitschrift nicht nur für Kiel relevant sei, und die Publikation erscheint als zumindest halboffiziell.
Und nun zum Titelbild:
Es zeigt in diesem Monat die Sängerin und Schauspielerin Jessica Simpson – leicht bekleidet, sanftäugig, schnucklig, erotisch.
Zweifellos ein schöner Anblick.
Aber was soll das?
Singt sie demnächst in der Ostseehalle?
Tritt sie gar auf einer der Kieler Bühnen auf?
Weder noch.
Sie wird hier eben als Blickfang eingesetzt.
Manche sehen vielleicht nur die schöne Frau und greifen zu, wie ihnen über dem Konterfei der Dame geheißen (und haben dann dennoch nur Papier in der Hand).
Andere aber diskutieren, wer das denn sei – die komme einem doch irgendwie bekannt vor. Das schafft ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, und die kommt dann auch der ganzen Zeitschrift zugute. Insofern ist es das Günstigste. wenn weder ein unbekanntes Model, noch ein allen bekannter Star den Titel abgibt. Sondern eben eine zweitrangige Prominente wie Jessica Simpson.
Wirklich geschickt, das.
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