Auch im Januar haben wir wieder den Topblogger des Monats gekürt, und wie schon im Dezember greift dabei die Regel 5 unseres Regelwerks. Diesmal war Stefan, Blogger des Kiel-Blogs der glücklich Zweite, der den Preis abräumen darf.
Wir freuen uns, dass wir ihn zum Interview begrüßen dürfen.
StadtBlogs:
Hallo Stefan, herzlichen Glückwunsch zum Top-Blogger-Status. Stelle Dich doch bitte Deinen Lesern vor.
Stefan:
Ich bin Student der Informationswissenschaft und Blogger aus Leidenschaft.
Ich dachte erst, ich blogge mal so ein Bisschen herum, aber dann wurde
mehr daraus.
StadtBlogs:
Du bloggst echt viel und scharst schon eine Community um dich, woher
nimmst Du die Motivation?
Stefan:
Inzwischen brauche ich schon gar keine Motivation mehr: Ich kann gar nicht
anders als bloggen. Mir ist das Bloggen zur zweiten Natur geworden. Es
gibt in Kiel so viel, worüber ich mich freue (etwa die neueren Gebäude)
und woran ich Anteil nehme (unsere Weltklasse-Handball-Mannschaft, der
THW) – und andererseits gibt es auch viel ärgerliches, und da ist zuerst
die hiesige Zeitung, die Kieler Nachrichten, zu nennen, die nicht nur mir
erheblich auf die südlichen Molukken geht.
StadtBlogs:
Wenn nur genug Leute mitmachen, könnte so ein Stadtblog doch einigen Lokalblättern den Rang ablaufen. Findest Du nicht auch? Aktuelles Beispiel ist das Kiel-Blog, das grenzt doch schon an investigativen Journalismus. Das Echo, das da erzeugt wird, ist ja grandios.
Stefan:
Ich will stark hoffen, dass das noch mehr wird.
Die Frage nach dem Verhältnis zu den Lokalblättern ist sehr interessant. Ich glaube, man kann da zwei Dinge unterscheiden:
Erstens kann man in einem Blog auf einige Dinge hinweisen, die in der Presse unberücksichtigt bleiben.
Und zweitens kontrollieren wir hier die Presse, und das muss auch noch ausgebaut werden. Ich meine das so: Die Presse sollte Politik und Wirtschaft kontrollieren. Man nennt sie deshalb ja auch die vierte Gewalt.
Na, dann sind wir eben die fünfte und weisen ein ums andere Mal nach, da die meisten dieser Lokalblätter eben ihren Pflichten nicht nachkommen – eben weil sie zu verschlafen sind und außerdem im Gegensatz zu allen Beteuerungen nicht unabhängig.
StadtBlogs:
Das klingt jetzt aber so, als würdest Du Blogs als politisches Kampfmittel sehen!
Stefan:
Nicht so ganz. Denn wenn Stadtblogs nur EINE politische Richtung einschlagen, dann haben sie doch offensichtlich ihr Ziel verfehlt. Außer für Nazis sollte hier für alle und alles Platz sein. Und außerdem macht die Politik ja, wie schon oben angedeutet, nur einen kleinen Teil aus.
Ich versuche, über alles zu informieren. Und eben nicht nur zu informieren, sondern auch zu kommentieren und – noch wichtiger – zu unterhalten. Für mich sind Stadtblogs interaktives Infotainment. Und das Beste daran ist, dass man sich mit anderen Städten austauschen kann und sehr schnell einen Überblick darüber erhält, was dort läuft. Auf diese Weise bilden sich schnell überregionale Allianzen. Gerade jetzt bin ich dabei, eine deutschlandweite Aktion zu beginnen.
StadtBlogs:
Da musst Du uns mehr verraten!
Stefan:
Das ist leider noch nicht spruchreif. Aber es wird in Kürze soweit sein.
Achtet auf die Stichwörter “Stadtbücherei” und “Rassismus” in den Blogs!
StadtBlogs:
Wir sind gespannt, und da sind wir wohl nicht die einzigen.
Einstweilen vielen Dank – und viel Spaß weiterhin beim Bloggen!
Den iPod Shuffle hast Du Dir redlich verdient, wir werden Ihn sofort auf die Reise nach Kiel schicken.
Artikel kommentieren »