StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Januar 2007
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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Sa
27
Jan '07

Dresden-Blog: Neuer Schmerztherapeut an der Dresdner Uniklinik

Am 1. Februar bekommt die anästhesiologische Schmerzambulanz der Uniklinik einen neuen Oberarzt – Rainer Sabatowski aus Köln. Nach seinen bisherigen Kontakten zu hiesigen Migräne-Therapeuten gefragt, sagte er, dass er da zur Zeit noch wenig sagen kann, da er die “Szene” in Sachsen nicht wirklich kenne, dass sich aber auch hier sicherlich eine Lösung finden wird. Übernächste Woche steht er dem Wellness-Magazin der Sächsischen Zeitung für ein Interview über Migräne zur Verfügung.

Bielefeld-Blog: Westfalen-Spiele. Nächster Teil

Der Torschrei, als der letzte Ball im hochdramatischen Spiel der Handball-WM in der Dortmunder Westfalenhalle im französischen Tor landet, war bis nach Ostwestfalen zu hören. Sensationell schlägt die deutsche Mannschaft den Topfavoriten Frankreich mit 29:26 und zieht damit ins Viertelfinale ein.

Kiel-Blog: Weibliche Jugend A Laboe im Handball auf dem Vormarsch

Ich habe die Zukunft des Frauenhandballs in unserem Land gesehen, und ihr Name war Laboe.
Gut, das ist gewiß ein wenig übertrieben, aber was die jungen Damen von der Jugend A in der Bezirksklasse leisten, daß ist schon mancher Ehren wert. Man bedenke nur, daß eine Mannschaft in dieser Klasse (und dann auch noch mit positivem Punktekonto) für einen Ort dieser Größe keine Selbstverständlichkeit ist.

Luebeck-Blog: Bad Schwartau auf dem Weg nach oben

Der VFL Bad Schwartau ist eine Klasse für sich in der Oberliga. 10 Spiele, 10 Siege, und im Durchschnitt mit mehr als 12 Treffern Differenz. Das ist tatsächlich ein Zwei-Klassenunterschied, wenn man es recht bedenkt, zwischen dem VFL und dem Mittelmaß der Liga.
Zum Tabellenzweiten Todesfelde, der es im Schnitt auf 6 Tore + bringt, ist es immer noch ein Ein-Klassen-Unterschied.
Bleibt also die Frage:
Was hat der VFL in dieser Liga verloren?
Natürlich wird er aufsteigen, aber die Regionalliga könnte er ebensogut überspringen.
Also: Die Zeiten bessern sich (nach der allbekannten Katastrophe vor einem halben Jahrzehnt, wo man sich wahrscheinlich über den Tisch ziehen ließ, nur um dann übers Ohr gehauen zu werden).

Neumuenster-Blog: Bundesrammlerschau in Neumünster

In dieser Woche war in Neumünster Bundesrammlerschau.
Jeder Kaninchenzüchter mit sowohl Rang als auch Namen war da, um sich und seine Geschöpfe zu präsentieren. Und natürlich vor allem, um sich den Preisrichtern zu stellen. Davon gab es immerhin 100!
Hundert Preisrichter, Herrschaften. Das ist schon große Welt.
Was allerdings für Katzen gilt, das gilt auch für Kaninchen: Die Stammform, die in der Natur vorkommende Form also, von der die Zuchttiere abstammen, ist die schönste. Da nützt eben alles Züchten nicht. Es sei, um die Tiere irgend schmackhafter zu machen. Das ginge, wie Beispiele anderer Arten zeigen.
Aber ums Essen ging es ja bei dieser Schau nicht.

Bielefeld-Blog: Herzschlag-Remis

Lange Zeit sah es nach einem Sieg des bis dato Tabellensiebzehnten aus Hamburg aus, dann schlug in der 89. Arminias Brasilianer Marcio Borges zu. 1:1 endet das erste Spiel der Bundesliga-Rückrunde in der Schüco-Arena. Bielefeld steht jetzt auf Tabellenplatz 9. Die andere königsblaue Mannschaft aus Westfalen, Schalke 04, ist nach Sieg in Frankfurt jetzt sogar Tabellenführer. Und Westfalens Gelbschwarze aus Dortmund schlugen schon gestern Abend Bayern München mit 3:2.

Kiel-Blog: The Return of Klaus Kramer

Und wieder Klaus Kramer. Diesmal in den Kieler Nachrichten vom 24. Januar. Er äußert sich da zur “Staatskrise in Israel” (ob er wohl, bezogen auf Deutschland, auch aus einer Affäre eine Staatskrise machen würde?). Und zwar tut er das just so, wie folgt:

“Mit atemberaubendem Tempo taumelt die israelische Demokratie in die Krise.”

Während Kramer in atemberaubendem Tempo im Delirium tremens am Boden liegt, nicht wahr? Also für Sie, Kramer: Wer taumelt, der taumelt stark oder kaum merklich, aber er taumelt gewiß nicht mit einer Geschwindigkeit, die jemandem den Atem rauben kann.
Weiter im Text:

“Das Staatsoberhaupt ist seit gestern wegen Vergewaltigung angeklagt – ein beispielloser Vorgang.
Der Ministerpräsident wird der Korruption in mehreren Fällen verdächtigt. Der Generalstabschef musste wegen des dilettantisch geführten Libanon-Krieges seinen Hut nehmen. Die größten Regierungparteien, die Kadima von Regierungschef Ehu Olmert und die Arbeitspatei des ebenfalls stark angeschlagenen Verteidigungsministers Amir Peretz, sind nur noch ein Schatten ihrer selbst. Würde morgen gewählt, fänden sie sich in der Opposition wieder.”

Daraus also, daß in Israel die rechtliche und mediale Kontrolle der politisch Mächtigen besser funktioniert als in Deutschland, macht Kramer ein Staatskrise.
Das läßt tiefer blicken, als man will.

Rathenow-Blog: Allen ein schönes Wochenende

Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt, ein hauchdünner Schneebelag und endlich mal wieder Sonnenschein waren genug Gründe, um einen Spaziergang zu unternehmen. Als die Sonne unterging, sah man ein paar Schneewolken am Himmel. Bleibt abzuwarten, ob es wirklich noch Schnee gibt oder ob es wieder Regen wird. Der Wetterbericht spricht ja von einem Ansteigen der Temperaturen. Also dann noch ein schönes Wochenende.kopie-von-lpic0742.JPG

Kiel-Blog: Propst Mackensen haut in den Sack

Aber die Kandidaten für seine Nachfolge stehen Schlange:
Da wäre zum Beispiel Matthias Lenz, ein Mann der neuen Schule. Ihm werden durchaus Chancen eingeräumt. Als einen Mann, der frischen Wind bringen könnte, sehen manche auch Thomas Lienau-Becker. Aber der ist ein Lutheraner reinsten Wassers, und der alte Dr. Martin wäre stolz auf ihn. Bleibt noch Volker König. Sollte er der nächste Propst werden, dann gewiß nicht für lange, denn weit von der Pensionierung ist der ja nun nicht mehr.
Es wird keine einfache Entscheidung für die Synode dieses Kirchenkreises. Ich nehme an, man wird sich für Lienau-Becker entscheiden, denn dieser junge Mann hat beste Chancen, wenn er jetzt zu Propst gewählt wird, eine Dekade später zu Bischofsehren zu kommen.
Und ein Bischof aus den eigenen Reihen – da putzt doch ungemein.

Flensburg-Blog: Zaimoglu in der Stadtbücherei

Am 7. Januar um 20.00 Uhr wird Feridun Zaimoglu in der Stadtbücherei lesen. Zaimoglu ist einer der derzeit bekanntesten Schriftsteller in diesem Lande, und es ist zu hoffen, daß man dies auch in Neumünster zur Kenntnis nimmt und zahlreich erscheint.

Neumuenster-Blog: Linke in Neumünster stark aufgestellt

Die Partei Die Linke, hervorgegangen aus PDS und WASG, ist auch in Neumünster stark aufgestellt. Bei den Kommunalwahlen 2008 wird sie in jedem der 23 Neumünsteraner Wahlkreise mit einem Kandidaten vertreten sein. Die Vermutung, daß die Partei nur im Osten stark sei und daß es im Westen erhebliche Personalprobleme geben würde, hat sich also als falsch erwiesen.
Nicht nur in Neumünster.

Kiel-Blog: Nortorfer Land mit neuem Amtsdirektor

Das Amt Nortorfer Land hat einen neuen Direktor. Dieter Staschewski heißt er, und er wurde einstimmig gewählt. Das ist bei seiner typisch holsteinischen Art, die eben bei Leuten auf dem Land in der Umgebung Kiels ankommt, nicht verwunderlich. Großstadtkompatibel ist er hingegen nicht.

Kiel-Blog: Hauptwerke der Weltliteratur?

Die Christian-Albrechts-Universität hat eine Ringvorlesung mit dem Titel “Hauptwerke der Weltliteratur” gestartet. Der Titel allein schon läßte nichts Gutes erhoffen. Und natürlich wird da all das vorgestellt, ws ohnehin jeder kennt. Man bestätigt den hergebrachten Bildungskanon, statt ihn infragezustellen.
Dieser Kanon beginnt immer mit den Griechen, fährt fort mit den Römern, springt über auf die italienische Literatur des 14. Jahrhunderts usw.
Ausgelassen wird üblicherweise die große nordische Literatur. Ausgelassen werden auch indische, chinesische und japanische Literatur. Denn die Söhne und Töchter der Kolonisatoren wähnen unseren Kulturkreis grundsätzlich den anderen überlegen: Am abendländischen Wesen soll die Welt genesen!

Und nun stellt Euch mal vor, daß da jedes kleine Lichtlein von Professor, das meinetwegen über die Aeneis oder was auch immer referiert und lediglich besinnungslos im Dienste des akademischen Betriebs und des Kulturbetriebs seine Funktion erfüllt, sich für geistreich hält.
Soviel Selbstbetrug ist möglich.
Sie ahnen freilich, daß ein einziger Satz von Arno Schmidt über Friedrich de la Motte Fouque, den die Kanon-Sklaven weder schätzen dürfen noch können, wertvoller ist als ihr Gesamtwerk.
Aber sie arbeiten hart daran, diese Ahnung nicht zu vollem Bewußtsein kommen zu lassen.

Kiel-Blog: Diskussion über Probleme der Osteuropaforschung

Am 30.1. um 18.00 Uhr kommt es in der Leibnizstraße 8 bei den universitären Osteuropahistorikern zu einer Veranstaltung mit dem Titel:

“Zwischen Dresden und Moskau: Architektonische Konstruktion und Geschichtspolitik seit dem Zweiten Weltkrieg”.
Es referiert ein Arnulf Bartetzky. Das ganze ist angelegt als offener Gesprächskreis. Es darf also mächtig mitdiskutiert werden, und man darf natürlich auch dann teilnehmen, wenn man nicht in der CAU studiert.

Kiel-Blog: Godspell in der Hebbelschule

Ich weiß nicht, ob die Hebbelschule ihrem Namen gerecht wird, indem sie Stücke des Meisters aufführt.
In dem Fall wären die Nibelungen die beste Wahl.
Aber jedenfalls gibt es in der Hebbelschule eine Musical-AG. Und die führt heute um 19.00 Uhr in der Feldstraße 177 “Godspell” auf.
Es geht also religiös zu. Aber man sollte sich davon nicht abhalten lassen, denn solches Engagement von Schülern ist dennoch zu würdigen.

Flensburg-Blog: Arne Jansen Trio in der Schiffbrücke

Das Arne Jansen Trio gibt sich heute in Flensburg die Ehre, und zwar in der Schiffbrücke 67 um 20.00 Uhr.

Kiel-Blog: Kiel und Kurnaz

Frank Lindscheid äußert sich am 27. Januar per KN-Kommentar zum Fall Kurnaz:

“Frank-Walter Steinmeier sucht die Gegenoffensive. Lange bestand die Strategie darin, abzuwiegeln. Doch dem früheren Kanzleramtschef scheint zu dämmern, dass es eng werden könnte. Zwar sind die Fakten noch nicht im Detail aufgeklärt, aber genau dazu kann der Außenminister mehr beitragen, als er zurzeit tut.”

Was ist das für ein Mensch, der bei solchen Vorwürfen schreibt, es könne eng werden? Als handle es sich um eine Sportveranstaltung?

Kiel-Blog: Zeitungen in der Stadtbücherei entwendet

In der Stadtbücherei Kiel weist ein Schild darauf hin, daß in letzter Zeit etliche Zeitschriften entwendet worden seien. Daher seien die Zeitungen nunmehr diebstahlgesichert.
Wir Kiel-Blogger und Kiel-Blog-Leser sind natürlich nicht dumm genug, darauf hereinzufallen. Natürlich wäre der Aufwand für eine iebstahlsicherung von Zeitungen zu groß. Es ist eben eine kleine Flunkerei, ein alter Trick, der nur bei beschränkten Menschen funktioniert.
Bei Kiel-Blog-Lesern nicht, wie gesagt. Aber diese sind ja auch nicht schlecht genug, um Zeitungen zu entwenden.

Kiel-Blog: WTC + Fußball im Billig-Kino

Was zeigt die Brücke in dieser Woche?
World Trade Center, den 9/11-Film von Oliver Stone mit dem wunderbaren Nicolas Cage.
Bis zum Einsturz des ersten Turms ist das große Filmkunst, danach wohlkalkulierte Routine. Aber wenn Ihr nur 1.50 zahlen müßt, Herrschaften, dann solltet Ihr das Angebot wahrnehmen, denn es lohnt sich für die erste knappe halbe Stunde.
Der Rest des Films krankt unter anderem daran, daß die Lage klaustrophobisch sein soll, es aber nicht ist: Nicolas Cage und sein Co. sind verschüttet. Sie kommen nicht los. Um sie herum aber ist jede Menge Freiraum. Und eben dieser Freiraum verhindert von vornherein, daß sich das Gefühl des Klaustrophobischen überträgt. Man springt als Zuschauer vielmehr immer wieder unwillkürlich vom Dargestellten auf die Darstellung: Man fragt sich, ob es nicht enorm lästig für Cage gewesen sein muß, sich für hundert Drehs immer wieder mit Staubersatz besprühen zu lassen und sich unter Betonbrocken simulierendes Leichtmaterial zu legen.
Wer wissen will, wie man wahrhaft klaustrophobische Szenen herstellt, der sehe sich den Film The Descent an.
Aber, wie gesagt, die erste halbe Stunde von WTC darf man nicht verpassen. Danach kann man gehen.

Gar nicht erst aufkreuzen sollte man in der Brücke bei Deutschland – ein Sommermärchen.
Ich habe den Film zwar nicht gesehen, aber ich bin mit der Arbeit von Regisseur Wortmann (Das Wunder von Bern) hinreichend bekannt, und ich habe den Trailer gesehen.
Deutschland feierte in diesem Sommer eine gelungene Selbstinszenierung: Die ganze Welt habe ein neues Deutschland gesehen, ein friedliches, freundliches Deutschland. In diesem Sinne hatte man ja schon seit Monaten versucht, die Massen abzurichten.
Schaut man sich aber z. B. die britische Presse an, so wird dort lediglich die gute Organisation gelobt. Von einem Neubeginn Deutschlands ist da nicht die Rede, und die Organisation war wahrscheinlich schon bei den Olympischen Spielen von 1936 gut.
Wortmann hatte also die Aufgabe, den Deutschen das Märchen vom neuen, besseren Deutschland einzuschärfen. Insofern ist der plump auf Heine anspielende Titel passend.
Der Film gibt sich dokumentarisch. Dabei wirkt Klinsmann aber – wie im Trailer zu sehen – in Mannschaftsbesprechungen so befangen, daß nur ein Vollidiot an einen authentischen Einblick glauben kann.
Also seht Euch nicht den Film an, sodern feiert statt dessen ein Fest des Handballs.

Kiel-Blog: Bodo Stade bläst zur Hatz auf Gewerkschafter

Kieler Nachrichten vom 25. Januar. Ein Bodo Stade kommentiert das neue Schulgesetz:

“Es ist geschafft. 20 Monate wurde in der Großen Koalition gerungen, um nach den Grabenkämpfen der Vergangenheit in der Bildungspolitik auf einen Nenner zu kommen.”

Erst Grabenkämpfe, dann Ringkämpfe, und diese mit dem Ziel, auf einen Nenner zu kommen. Ein gemeinsamer soll es offenbar nicht sein. Sonst hätte man ja nicht darum gerungen.
Weiter im Text:

“Politisch kann sich diese Leistung sehen lassen. Nur: Geschafft ist damit in Wirklichkeit noch gar nichts.”

Denn entscheidend ist nicht, daß man auf einen Nenner kommt, entscheidend ist, was man darauf macht.
Wieder Stade:

“Das gestern verabschiedete Gesetz billdet zunächst einmal nur einen rechtlichen Rahmen, der in den kommenden Monaten und Jahren ausgefüllt werden muß. Und das wird nicht einfach. Gegen die Ziele – Sicherung des Bildungsangebots, mehr Chancengleichheit und individuelle Förderung des einzelnen Schülers, kann zwar niemand etwas haben.”

Doch, ich! Ich will Chancengleichheit! Wo man aber von mehr Chancengleichheit spricht, da gibt es offenbar keine, und sie wird auch nicht angestrebt. Was für ein Irrwitz: Mehr Chancengleichheit! Mit anderen Worten: Stade ist der Auffassung, daß Chancengleichheit steigerbar sei: Alle Menschen sind chancengleich – aber einige sind chancengleicher.

Noch was, Stade?

“Der harte Widerstand gegen neue Schulreformen und die völlig übertriebene Kritik der Verbandsfunktionäre lassen jedoch nichts Gutes erwarten. Um Schule – in welcher Struktut auch immer – erfolgreich weiter entwickeln zu können, braucht man nämlich guten Willen. Für das Ministerium bedeutet das:Angesichts der immensen Anforderungen muß den Lehrkräften ein Höchstmaß an Unterstützung gewährt werden – schon um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.
Insbesondere für die Funktionäre der Lehrerverbände bedeutet es umgekehrt, sich wieder gemeinsamer Ziele zu besinnen.”

Daß es zur Entwicklung der Schule guten Willen braucht, bedeutet, daß sich Lehrerverbände auf gemeinsame Ziele besinnen.
Das ist aus zwei Gründen nebulös:
Erstens weil Stade nicht klar denken kann und
zweitens weil er seine Botschaft nicht deutlich formulieren will. Hat sich der Nebel gelichtet, tritt sie klar zutage:

“Schnauze, Gewerkschaften!”

Kiel-Blog: FDP-SH-Chef Kubicky sagt auch was zum Fall Steinmeier -Kurnaz

Und da, was der greise Dressman mit der schnarrenden Fistelstimme zu sagen hat, keine Zeitung von Belang interessiert, muß er es den Kieler Nachrichten stecken.
Die zitieren gehorsamst:

“Schily ist in diesem Fall ein richtiger Schurke.”

Und in anderen Fällen ein falscher bzw. kein Schurke?
Kubicky weiter:

“Ein verantwortlicher Innenminister, der noch dazu von den Grünen kommt, der sich angeblich weltweit für die Achtung der Menschenrechte eingesetzt hat, durfte nicht zulassen, dass der unschuldige Kurnaz im rechtsfreien Raum von Guantanamo gefangen gehalten wird.”

Besonders hübsch ist die Bemerkung “der noch dazu von den Grünen stammt”.
Schily war mal bei den Grünen, bevor er sich der SPD anschloß.
Und?
Kubicky kann damit ja nur sagen wollen:
Die Grünen sind hierzulande doch immer die großen Kämpfer für die Menschenrechte. Bei Schily klaffen also Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander.

Dabei sind sich doch dem Ansspruch nach alle im Bundestag vertretenen Parteien darüber einig, daß die Menschenrechte gewahrt werden müssen und die Menschenwürde unantestbar sei.
Dennoch stellt Kubicky hier diese Belange als Steckenpferd der Grünen dar.
Und macht damit klar, daß bei ihm und in seiner Partei Anspruch und Wirklichkeit weit auseinanderklaffen.
Da hat er sich aber auf ganz dumme Weise verraten.
Das wäre vielleicht nicht einmal Carstensen passiert.
Tja, Herrschaften, es sind klägliche Gestalten, die im Landeshaus das große Wort führen.

Flensburg-Blog: Handball-WM und Dänen

Es ist wirklich nicht weniger als ein Fest des Handballs, das derzeit hier gefeiert wird. Da kann man sich nur wünschen, daß es zum Endspiel Deutschland – Dänemark kommt. Denn dann dürfte Flensburg als DIE deutsch-dänische Stadt im Brennpunkt stehen – die Stadt also, die wie keine andere in Deutschland ein friedliches Zusammenleben der Völker praktiziert.
Was ich also sehen will, sind Bilder von gemeinsam feiernden Dänen und Deutschen, egal, wie es ausgeht. Im deutschen Fernsehen und weit darüber hinaus. Denn die Fernsehredakteure oder zumindest einige davon werden doch schlau genug sein zu begreifen, daß Flensburg die Stadt ist, aus der man in so einem Fall berichten muß.
Gut, das ist alles Wunschdenken. Aber vielleicht wird ja was draus.

Luebeck-Blog: Pfandflaschen-Sammler in Lübeck

Schaut Euch doch nur mal um, Lübecker. Überall in der Innenstadt stößt man auf Menschen, welche die Hälse recken, sobald sie an einem Mülleimer vorbeikommen. Pfandflschen-Sammler sind es, uns ihre Ausbeute ist spärlich. Betrachten wir das, was sie tun, nun einfach mal als Arbeit. Mit welchem Stundenlohn wäre dann zu rechnen?
Na, wenn sie Glück haben, dann finden sie alle fünf Minuten eine verwertbare Flasche. Das macht ihre Tätigkeit zum 1-€-Job.
Ein Euro für eine Stunde Arbeit. Macht Euch mal klar, was das für ein Elend ist. Dazu kommt noch die Demütigung, so etwas öffentlich tun zu müssen.
Und wenn die Sammelndenen diese Demütigung nicht bemerken, dann deshalb, weil sie vollkommen verwahrlost sind.
Hartz 4 wird derweil als Erfolg gefeiert. Es ist durchaus passend, daß das Ganze nach einem inzwischen verurteilten Verbrecher benannt ist.

Kiel-Blog: Armut in Kiel

Am Hauptbahnhof können wir besonders krasse Formen von Armut beobachten.: einen Mann z. B., hager und ausgezehrt, der beständig auf der Suche nach verwertbarem Leergut ist.
Was aber ist aus der jungen Frau mit dem Hund geworden, die alle Leute um Geld bat, aber offenbar kaum mehr etwas um sich herum wahrnahm.
Einmal gab ich ihr Geld, und fünf Minuten später bat sie mich schon wieder – nicht aus Dreistigkeit, sondern weil sie micht nicht wiedererkannte. Und immer lauter wird in dieser Stadt das Gepöbel der Ausgestoßenen, der Erniedrigten und Beleidigten.
Soviel Pathos muß sein.
Es kommen harte Zeiten auf uns zu.

Kiel-Blog: KN-Redakteur Klaus Kramer wird auch ins letzte Jahr verfolgt

Und zwar von mir. Am 27. Dezember kommentierte der Unglaubliche in den Kieler Nachrichten “Friedenssignale in Nahost”. Und zwar so:

“Es sind leise Signale des Entgegenkommens, die Israel an die Palästinenser sendet: weniger Grenzkontrollen, das Räumen von Straßensperren, die Freilassung einiger Gefangener, das Auszahlen zurückbehaltener Steuereinnahmen. Es sind Signale, die sofort wieder vestummen können, wenn radikale Palästinenser weiter Raketen auf israelisches Territorium abfeuern oder Selbstmordattentäter unschuldige Menschen mit in den Tod reißen. Und doch sind es Signale der Hoffnung; man hatte sie von der israelischen Regierung nicht unbedingt erwarten können.”

Leise Signale des Entgegenkommens, die sofort wieder verstummen können? Und dann kommt man immer noch entgegen, signalisiert es bloß nicht mehr? Oder doch, dann aber mit stummen Signalen, die eben noch reden konnten?
Wie hat man sich Gespräche von Signalen überhaupt vorzustellen?
Fragen über Fragen.
Der Mann ist ein ewiges Rätsel.

Kiel-Blog: Angelika Volquartz mit Konzept

Wer hätte gedacht, daß die Kieler Oberbürgermeisterin ein klares Konzept vorlegen kann?
Sie tat es unlängst, und zwar ging es dabei um den Nachwuchs. Ein kostenloses Kita-Jahr für alle schlug die Volquartz vor. Aber es sollten nicht nur alle das Recht dazu haben, es sollten auch alle dazu verpflichtet sein. Soweit die Volquartz. Der einzige Fehler an der Sache ist, daß sie da aber auch so rein gar nichts zu bestimmen hat, weil derart grundsätzliche Dinge nun einmal nicht auf kommunaler Ebene geregelt werden.
So hat sie denn versucht, sich eben mal beliebt zu machen, und kehrte dann zur Tagesordnung zurück. Das ist schon Wahlkampf, und Volquartz glaubt offenbar tatsächlich, sie habe beim nächstenmal eine Chance, obwohl sie wissen sollte, daß sie ihren OB-Posten nichts anderem als dem beispiellosen Tief der Bundes-SPD zur Zeit der letzten Wahl hier zu verdanken hat.

Kiel-Blog: Namen in Kiel

Die Stadt Kiel hat bekanntgegeben, welche Namen in vergangenen Jahr für Neiugeborene am häufigsten gewählt wurden. Das Ergebnis ist schockierend. Nichts dagegen, daß Marie die Nummer 1 bei den Mädchen ist. Und daß Leon bei den Jungen die Nase vorn hat, ist in jedem Fall zu begrüßen. Ob vielleicht der Film Leon der Profi hier eine gewisse Langzeitwirkung hatte? Aber es scheinen sich hinter diesem Namen nicht weniger als drei zu verbergen: Einer, der deutsch, einer, der französisch und einer, der spanisch gesprochen wird.
Jetzt kommt aber der unangenehme Teil.:
Zu den beliebtesten Namen des Jahres in Kiel zählen auch Paul und Emma.
Und eines nicht allzufernen Tages wird dann wohl auch einer dieser Pauls eine dieser Emmas ehelichen. Was für ein schönes Paar:
Paul und Emma!
Alsowissensenee. Das riecht nach uralter Unterschicht, nach gänzlich ungebildeten Bediensteten, nach Gesinde. Merkt Ihr das denn nich, Ihr Paul- und Emma-Nenner?
Wißt Ihr nicht, daß Ihr eine hohe Verantwortung gegenüber Euren Kindern habt und daß ein glückliches Leben mit der Last solcher Namen kaum möglich ist?
Aber rechtlich har man gegen solche Eltern leider keine Handhabe.

Kiel-Blog: Kieler Chronik vom 9. Januar – das muß sein

Auch die Kieler Chronik vom 9. Januar wollen wir uns mal genau ansehen. Sie befindet ich auf Seite 18 der Kieler Nachrichten, und folgendermaßen geht sie los:

“”Zugegeben, die Sache war nicht ohne Hintergedanken. Eine bewußte Irreführung. Aber der Leser, der davon erzählte, wusste, was er tat. Eine Spontan-Aktion. Wenige Schritte, die ihn in eine der Modefilialen in der Holstenstraße führten. Sein Begehr: Das, was in den Schaufenstern großflächig beworben wurde. Ein Pfund wünschte er davon zu kaufen …”

Na, nun wissen wir ja, wie es weitergeht. Denn die Überschrift lautet: “Ein Pfund ´sale´”.
Was haben wir gelacht. Aber nur weil man sich an eine ältere Version des Witzes erinnert, in der ein Mann eine Flasche Dregl ordert – in einem Geschäft, über dem “Spirituosen und dergl.” steht. Dergl klingt doch komisch, sale dagegen eher nicht. Und das, was man hier Hintergedanken nennt, kann sich ja jeder Kiel-Blog-Leser selbst dazudenken.

Kiel-Blog: Körperverletzung im KVG-Bus

Ich neulich an einem Samstagnachmittag unterwegs vom ZOB in Richtung aboe. Und zwar mit einem Bus der Linie 100.
Beim Einstieg am ZOB ergab sich das übliche Gedränge. Mir gegenüber setzte sich eine alte Dame und versuchte, einen Platz für ihre Bekannte freizuhalten, indem sie ihre Hand auf die Sitzfläche neben sich legte. Als sich eine ärmlich gekleidete Frau mit vollem Müllsack in der Hand anschickte, sich auf den Platz zu setzen, sagte die ältere Dame:
“Hier ist besetzt.”
Die andere setzte sich dennoch, flink und wortlos, und zwar auf die Hand ihrer Sitznachbarin, die diese nicht mehr rechtzeitig wegziehen konnte. Als es ihr dann doch noch gelungen war, ihre Hand zu retten, sagte sie:
“Dann lassen Sie mich doch wenigstens erst meine Hand wegnehmen.”
Daraufhin versetzte die Angesprochene ihr einen Ellbogen-Chek gegen den Brustkorb.
Die Geschlagene beklagte sich daraufhin zwar und bekundete, Schmerzen zu haben, zeigte aber keine Neigung, weitere Schritte einzuleiten. Ich hätte ja sonst gern als Zeuge zur Verfügung gestanden.
Wohlweislich hielt die Dame im folgenden ihre Arme derart zur Deckung erhoben, daß sie ein wenig an Graciano Roccigiani und dessen Defensiv-Taktik gegen Henry Maske erinnerte.
In Gaarden – wo sonst – stieg die Täterin, deren Gesichtszügenamnzusehen war, daß sie ganz Frustration war und daß sie Alkohol-Abusus-geschädigt ist, schließlich aus.
Nun sagt doch mal selbst, Herrschaften:
Was macht Hartz 4 aus den Menschen?

Giessen-Blog: Verfassungsklage Studiengebühren in Hessen

Habt ihr eine natürliche Abneigung gegen Studiengebühren?
Wenn ihr keine Lust darauf habt, dass Bildung ein weiteres Privileg für die unter uns wird, die reiche Eltern haben, dann helft mit, Studiengebühren in Hessen zu verhindern.
Immerhin ist die Einführung von Studiengebühren in Hessen ein Verfassungsbruch. Es kann doch nicht in der Willkür einiger Politiker liegen, die Verfassung zu brechen. Wir als Normalsterbliche werden dafür doch auch bestraft. Wozu gibt es eine Verfassung, wenn sich sich nicht jeder daran halten muss, wenn Politker sie verändern können, wie sie wollen?

Macht mit bei der Verfassungsklage.

Was müsst ihr dafür tun?
Zu allererst müsst ihr wahlberechtigt in Hessen sein. Das heißt, dass ihr 18 Jahre alt seid und euren Hauptwohnsitz seit 3 Monaten in einem Ort in Hessen angemeldet habt.
Danach geht ihr auf die Seite zur Verfassungsklage und ladet euch das Formular unter “Wie kann ich klagen?” herunter, druckt es und füllt es aus. ABER: NICHT UNTERSCHREIBEN! Ihr könnt jedoch auch ein schon ausgedrucktes Formular holen. Wo, findet ihr hier: Wo liegen Formulare aus?

Danach nehmt euren Personalausweis oder Reisepass sowie das ausgefüllte aber ununterschrieben Formular und geht zu eurer Gemeindeverwaltung. Eine Liste der zuständigen Ämter mitsamt Öffnungszeiten gibt es hier: Ämter und Öffnungszeiten.
Das Formular unterschreibt ihr dann vor den Augen eines zuständigen Verwaltungsmitarbeiters, der euch im Anschluss das Formular abstempelt. Das dient zur Bestätigung der eigenhändigen Unterschrift, und dass ihr wahlberechtigt seid.

Danach müsst ihr das Formular zu einem Sammelpunkt bringen, beispielsweise zum AStA.
Die Adressen sind natürlich auch aufgelistet: Adressen.

Oder ihr schickt es per Post:
Initiative „Für Solidarität und freie Bildung“
beim AStA der Universität Frankfurt
Merton-Straße 26-28
60325 Frankfurt am Main

Die ganze Aktion kostet euch nichts, außer ein bisschen Zeit. Ihr verpflichtet euch zu nichts und habt definitiv keinen Schaden daraus. Ihr beauftragt mit eurer Unterschrift Vertrauenspersonen, die die Klage einreichen und sich auch um den Rest kümmern.

Solltet ihr aber wider Erwarten von dem Beamten aufgefordert werden, für den Stempel eine Gebühr zu bezahlen, macht ihn darauf aufmerksam, dass das Frankfurter Wahlamt diese Bescheinigungen kostenlos ausstellt. Es sind nämlich keine Beglaubigungen.
Wenn aber weiterhin darauf bestanden wird, eine Gebühr zu bezahlen, tut das, und bittet um einen schriftlichen Beleg über die entrichtete Gebühr.
Diesen reicht ihr dann mit dem Formular beim AStA ein, der sich daraufhin mit der Behörde in Verbindung setzen wird.

Insgesamt werden 43.308 Formulare von wahlberechtigten Hessinnen und Hessen benötigt um die Verfassungsklage durchzusetzen.
Am 12. Januar hatten wir 8.487 Formulare, es fehlen noch 34.821
Das ist zu schaffen. Helft mit!
Die Formulare werden noch bis Ende Mai gesammelt.
Also jetzt noch schnell Hauptwohnsitz anmelden (kostet nix, in Gießen bekommt ihr dafür sogar 100 Euro geschenkt und auch in Marburg bekommt ihr dafür was, sowie in vielen anderen Städten sicher auch), 3 Monate warten und dann das Formular ausfüllen, unterschreiben, abgeben!

Vielen Dank schon einmal für eure Mithilfe!