Gießen bekommt eine weitere Döner-Bude: “My Kebap” ist zu finden am Ludwigsplatz, neben dem Kino “Roxy”. Die Betreiber legen Wert auf qualitativ hochwertige Dönerprodukte und verwenden ausschließlich Kalbfleisch. Yahya Yaldiz ist seit 15 Jahren in der Gastronomie tätig und hat bereits mehrere Lokale in Gießen erfolgreich geführt.
Seine Prinzipien haben sich also bisher bewährt und ein Besuch bei “My Kebap” steht nun für mich aus. Ich habe nämlich wirklich mal wieder Lust auf Döner.
Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs
In Rathenow kann sich kein Jugendlicher mehr vorstellen, dass es noch gar nicht lange her ist, dass bei der Stadtverwaltung ein Wohnungsamt existierte. In dessen Karteien waren sämtliche Wohnungen der Stadt erfasst. Hatte jemand die Absicht umzuziehen, musste er einen Antrag stellen und diesen auch begründen. Dann wurde vom Amt geprüft, ob eine entsprechende Wohnung zur Verfügung stand. So hatten Familien mit einem Kind unter zehn Jahren nur Anspruch auf eine Zweiraumwohnung. Erst zwei Kinder berechtigten den Antrag auf eine Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung. Das heißt aber noch nicht, dass man sie dann auch bekam. Und größere Wohnungen waren noch weniger vorhanden. Wir wohnten mehr als fünf Jahre mit fünf Personen in einer Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung (Plattenbau mit Ofenheizung), bevor wir in eine größere umziehen konnten. Das fällt mir jetzt ein, wenn ich durch die Stadt gehe und sehe, dass Wohnblöcke im großen Maße abgerissen werden, die noch keine dreißig Jahre alt sind. Oder wenn ich an die optisch sehr schönen Gründerzeithäuser in der Goethestraße denke, die im vergangenen Sommer plattgemacht wurden. Nun ist ein großer Teil von Rathenow-Ost dran, ebenso das Karree Perleberger, Spandauer, Havelberger und Potsdamer Straße. Und mit diesem Abriss haben wir immer noch viele leere Wohnungen im gesamten Stadtgebiet. Es ist einfach unvorstellbar.
In Buckow bei Großwudicke im Milower Land will ein Berliner Investor Ziegen züchten. Mehmet Gül will in den ehemaligen LPG-Ställen 500 Ziegen unterbringen. Eine Käserei und ein Schlachthaus sind ebenfalls geplant. Obwohl einige Bedenken geäußert wurden hinsichtlich der Geruchsbelästigung, stehen die Menschen hier in der Umgebung dem ganzen doch interessiert gegenüber. Bis zur Wende wurden in den Ställen Schweine gehalten. Diese haben auf jeden Fall auch Mist gemacht und Gerüche verursacht. Es ist ist sinnvoll, das Gelände nicht weiter vergammeln zu lassen. Und Tiere gehören nun mal ins Dorfbild.
Stefans Beitrag zu Gaarden hat mich inspiriert mal mein Empfinden diesem Stadtteil gegenüber auszudrücken. Ich habe eine Schwäche für Gaarden; und sollte es einmal nötig sein umzuziehen, werde ich sicher sehen das ich dort etwas bekomme. In den letzten Jahren hat sich dort sehr viel getan. Ich mag das Bunte, die Ideen der Menschen dort. Ich bin gerne in der Räucherei und ins Medusacafé, ebenso in dem Antiquaritat Obscura auf dem Medusahof. Übrigens ist das Medusacafé auch Nichtraucher Café. In Gaarden herrscht so eine Aufbruchstimmung. Das Stadtteilbüro leistet dort eine ausgezeichnete Arbeit und schafft mit wenig Mitteln sehr viel Gutes. Mit wenig Mitteln, dank der verheerenden Sozialpolitik in diesem unseren Lande, wird ein recht breites kulturelles Angebot möglich gemacht und auch sehr angenommen.
Eines meiner liebsten kulturellen Ereignisse ist die monatliche Vernissage in der Arbeitsloseninitiative in der Iltisstr. Hier haben Künstler die Möglichkeit auszustellen in einem sehr netten Rahmen und ohne Kosten für sie. Das ist eine tolle Sache und sehr lobenswert von der Aloini das sie diese Sache weiterbetreibt obwohl ihnen alle staatlichen Zuschüsse entzogen worden und sie sich nur noch durch Spenden finanzieren.
In Gaarden entdecke ich ohnehin sehr viel Eigenverantwortung bei den Bürgern. Und das aller größte Plus: Immer wenn ich durch Gaarden gehe, spüre ich Lebendigkeit und habe das Gefühl wirklichen Menschen zu begegnen und nicht termingehetzten Wahnsinnigen wie in den Einkaufszentren auf dem Westufer. Mir gefällt einfach dieser bunte Mix von vielen Nationen.
Auch das WM-Spiel gegen Afrikameister Tunesien gestaltete die deutsche Handball-Nationalmannschaft in der Westfalenhalle Dortmund sehr überlegen und gewann mit 35:28. Einige tausend Bielefelder und Ostwestfalen waren auf der Autobahn und mit dem Zug an den Spielort unterwegs. OWL – eine Handballgroßmacht.
Im Dezember kämpfte eine Ludwigshafenerin für eine Familie in Not,
die mit neugebohrenem Kind weder versichert war, noch finanzielle
Unterstützung bekam.
Da die Mutter des Baby´s aus Polen stammte (Vater deutsch) und dort in
Scheidung lebt, sollte diese hier keine Hilfe bekommen, obwohl sie mit dem Vater
des Kindes in Ludwigshafen lebt!
Auch unsere Oberbürgermeisterin Frau Dr. Lohse, wollte in diesem dringenden Fall
nicht helfen.
Nur der Einsatz dieser engagierten Ludwigshafenerin, die alle Hebel in bewegung setzte,
schaffte es, mit Hilfe der Bürgerbeauftragten von Rhl.Pfalz, einen Tag vor Weihnachten,
Geld und Versicherung für Mutter und Kind durchzusetzten.
Unter vorbehalt, wie die Gfa festhielt!
Nun bekommt doch genau diese Mutter, von der selben Oberbürgermeisterin eine Einladung
zum Neubürgerempfang !
Im vergangenen Jahr, haben Sie Ludwigshafen als Ihren neuen Wohnort gewählt,
darüber freue ich mich sehr und hoffe daß Sie sich inzwischen eingelebt haben…..
…Wir möchten Ihnen auf diesem Neubürgerempfang die Möglichkeit geben die Stadtverwaltung
und Einrichtungen des öffentlichen Lebens präsentieren….
Oh ja, dies hat Sie schon…alle Ämter, Hilfsorganisationen und Ignoranz aus Ludwigshafen hat
diese Frau und Ihr Neugeborenes schon kennengelernt!
weiter….wir wollen Ihnen auf diesem Weg die möglichkeit geben, Ludwigshafen noch besser
kennenzulernen und natürlich auch die Verantwortlichen der Stadt….
Na, da wird sich die Familie aber freuen!
Sehr geehrter Herr Bundespräsident Köhler, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel und alle die es lesen:
Nachdem ich bereits ein paar Tage vor Weihnachten alle möglichen Bundestagsabgeordneten, Bundes- und Landesministerien, vor allen Dingen Sie Herr Bundespräsident, Frau Bundeskanzlerin um Hilfe für ein notleidendes Neugeborenes eines Deutschen und einer Polin gebeten hatte, dass durch die Ignoranz der Behörde der Stadt Ludwigshafen und besonders der Arge in Ludwigshafen fast verhungert wäre, übertrifft die neueste Entwicklung alle Grenzen von noch hinzunehmender menschenverachtender Ignoranz, seitens der Behörde und vor allem der Oberbürgermeisterin Frau Dr. Eva Lohse, hier in Ludwigshafen.
Ich finde es als eine Art von Ignoranz seitens Ihnen, dass Sie sich nicht einmal die Mühe gemacht haben, wenigstens einen Lehrling oder einen 1,– Euro-Zwangsarbeiter beauftragt haben, den Brief und die Bittstellung wenigstens mit einer Larifari Antwort einigermaßen zufrieden zustellen. Jedoch ist Ihre Haltung oder die Ihrer Angestellten, die die briefe lesen müssen, nicht so menschenverachtend wie das Anschreiben an die Mutter des Neugeborenem in Not.
Ist dies die neue Massnahme, Bürger zu schaffen, die sich treten und einfach in Ihre Schranken verweisen lassen? Kann man so den von Ihnen hochgepriesenen Traum, von einem gemeinsamen Europa verwirklichen?
Bemerkung:Nur durch die schnelle Hilfe einer Bürgerbeauftragten des Landesministeriums von Rheinlandpfalz ist es zu verdanken, dass die Familie kurz vor Weihnachten, etwas Geld erhalten hat.
Jedoch unter Vorbehalt, da man ja die Anordnung des Richters nicht richtig befolgte, jedoch nach Druck seitens der Bürgerbeauftragten, 1 Minute vor Behördenschluss sich gezwungen sah, sogar noch über die Anordung des Richters hinaus zu helfen und der Familie notgedrungen einen Scheck über 733,– Euro ausstellte, jedoch mit der Androhung, dass das gezahlte Geld bei Erfolg des Widerspruches seitens der Stadt gegen die Familie zurück gezahlt werden müsse. Desweiteren wurden weitere Lügen an das Landessozialgericht weitergeleitet. (Übrigens ist dies nur ein Bruchteil dessen, was der Familie seit Juni 06 verweigert wird)
Nun zu dem Teil der Menschenverachtung pur:
An diesem Beispiel kann man die Bürgernähe unserer Oberbürgermeisterin Frau Dr. Eva Lohse erkennen.
Obwohl unserer Oberbürgermeisterin Frau Dr. Eva Lohse ebenfalls die Brisanz des Neugeborenes in Not bekannt war, kam von dieser Seite keinerlei Reaktion. Nur Ihre Beauftragte fertigte mich kaltschnäuzig am Telefon ab.
Jetzt besitzt diese Oberbürgermeisterin Frau Dr. Eva Lohse die Frechheit und Kaltschnäuzigkeit, die Mutter des Neugeborenen zu einem Neubürgerempfang einzuladen, Ihr erklärt, dass man sich freue, dass die Mutter Ludwigshafen als neuen Wohnort gewählt hätte und man hoffe, dass sie sich bereits gut eingelebt hat.
Können Sie sich den Gesichtsausdruck der verzweifelten Mutter vorstellen, als sie diese Einladung erhielt. (Unfassbar!)
Hochachtungsvoll
Redaktion: !Tacheles – Im Namen des Volkes?!
verantwortlich: Petra Karl eine bürgernahe Frau
Demokratie ist die Herrschaft des Volkes,durch das Volk und für das Volk!
Eines der vielen kostenlosen Monatsmagazine für Kiel und Umgebung nennt sich Lebensart im Norden. Die aktuelle Ausgabe glänzt mit einer Vorher-Nachher-Reportage besonderer Art.
Dabei scheint es zunächst das Übliche zu sein: Man nimmt eine Frau, die man für mittelmäßig aussehend hält, und peppt sie stylemäßig auf. Und wer hätte das gedacht, aus dem häßlichen Entlein wird ein sterbender Schwan.
Oder meinetwegen auch ein mopsfideler.
So richtig funtioniert das natürlich nie, weil man halt einfach aus einer häßlichen oder mittelprächtig aussehenden Frau keine schöne machen kann.
Das ist doch offensichtlich. Dennoch lassen sich Frauen einreden, daß man das machen könne, und zwar nicht, weil sie dumm sind, sondern weil der Mensch von der Hoffnung lebt.
Manche Vorher-Nachher-Reportagen sind in der Tat imstande, die eine oder andere zu beeindrucken, aber nur weil die päsentierte Person nachher vorteilhafter aus der Wäsche guckt.
Was nun aber diese Reportage betrifft:
Die ausgewählte Frau sieht nach der Behandlung um eniges älter aus.
Im übrigen blickt sie auf dem Vorher-Bild lediglich freundlich in die Kamera, auf den Nachher-Bildern dagegen versucht sie, verführerisch aus dreinzuschauen, was in ihrem Fall einfach nicht funktioniert.
Diese Vorher-Nachher-Geschichte ist tatsächlich Anti-Werbung für die Zeitschrift sowie die an der Aktion beteiligten Unternehmen.
sprach Hermann Löns in Betrachtung eines Kampfes zweier Rehböcke.
Viel friedlicher geht es bei Angela Ziemer zu, die im übrigen so fragil wirkt, daß man nie auf die Idee käme, ihr einen auf den Ziemer zu geben.
Aber von Anfang an:
In der Eckernförder Straße 51 befindet sich ein Modegeschäft, in dem Selbstkreiertes angeboten wird. Die Kreatorin dieser Köstlichkeiten ist die schöne Angela Ziemer, eine junge Frau von nobler Blässe und aristokratischen Gesichtszügen. Es ist ihr zu wünschen, daß sie bald so erfolgreich sein wird wie Versace. Denn Sinn für Stil hat die Dame zweifellos. Daß sie es aber versteht oder auch nur bereit dazu ist, sich so penetrant zu präsentieren wie Lagerfeld, Joop und dergleichen, bezweifle ich.
Na, vielleicht gelingt es ihr ja dennoch, sich durchzusetzen.
In Gaarden habe ich normalerweise nicht viel zu tun, aber auf dem Wege aus dem Zentrum in den fernen Osten Kiels und darüber hinaus kommt man ja an Gaarden nicht vorbei. Fährt man tagsüber mit der 100, bleibt man am Rande Gaardens, die Abendbusse aber fahren mittendurch. Ganz so ärmlich, wie immer behauptet wird, sieht es dort nicht aus: Es gibt da ja sogar einen Juwelier. Aber man kann sich schon vorstellen, daß man dieses Niveau nicht wird halten können unter den gegebenen wirtschaftlichen Gesamtbedingungen.
DIE Attraktion Gaardens aber befindet sich an der Haltestelle Augustenstraße.
Dort gibt es einen Coll Shop – ja, ihr habt richtig gelesen, einen Coll Shop.
Und zwar schon seit einiger Zeit.
Es ist doch nett, daß so etwas nicht geändert wird.
Meinetwegen kann es so bleiben.
Diese Sache kann übrigens nicht mithalten mit dem, was ich vor zwei Jahren vor einem Restaurant in Leipzig sah. Dort hatte man Snacks im Angebot. Geschrieben aber wurde das Wort, wie folgt:
Snake´s
Jawohl! Von diesem Niveau ist man in Gaarden noch weit entfernt. Strengt Euch mal ein wenig an.
Am Sophienblatt, ein paar Schritte stadtauswärts vom Hauptbahnhof aus, befindet sich das Internet-Cafe Manan. Dort wird man von einer hübschen, üppig proportionierten jungen Dame bedient, die nur wenig deutsch kann.
Aber es gibt da ja auch nicht viel zu bereden.
Das Surfen im Internet ist dort günstiger als anderswo, dafür ist es recht eng und laut.
Ich war nur zweimal da, und beim zweitenmal geschah es, daß alles zusammenbrach. Es lief nichts mehr. Die Frau wußte selbst nicht, was zu tun war und rief daher einen Fachmann.
Es dauerte allerdings eine Viertelstunde, bis man wieder online war, und es gab noch nicht einmal einen Ausdruck des Bedauerns seitens der Unternehmensleitung.
Es scheint also ganz selbstverständlich zu sein, daß da mal was abstürzt.
Nein, wenn man schon mal ein Internet-Cafe in Anspruch nehmen muß, dann gehe ich ins Rainforest.
Das ist zwar ein wenig teurer, aber man kann sich wenigstens darauf verlassen, daß alles funktioniert.
Die Tanzschule Tessmann liegt schön zentral in der Kirchhofalle 25.
Und sie feiert jetzt, so drückt man sich dort aus, die Mehrwertsteuer-Erhöhung:
“Deshalb zahlt jedes Paar 25 Euro weniger”,
wenn auch nur im Grundkurs.
Verstanden habe ich die Argumentation nicht ganz, aber bemwerkenswert ist das Angebot schon.
Daher weise ich hier darauf hin.
Am Germaniahafen 2 wird abgestorbenes Körpergewebe entfernt. Und da dort kein Nagel- und auch kein Hornhautraspelstudio ansässig ist, bleibt ja nur noch die Möglichkeit, daß es sich um einen Frisiersalon handelt. Die Werbung dieses Salons ist bemerkenswert. In einer Annonce heißt es:
“Wir arbeiten mit der Leidenschaft der Italiener, der Technik der Engländer und der Genauigkeit der Deutschen …”
Die Vorstellung, daß mir jemand leidenschaftrlich die Haare schneidet, ist ein wenig irritierend.
Und unter der Technik der Engländer kann ich mit rein gar nichts vorstellen, auch nach längerem Kramen in der Kiste gängiger Vorurteile nicht.
Interessant ist auch dies:
“Als Neukunde erhalten Sie 25% auf alle unsere Friseurdienstleistungen!”
Hier nun ist vermutlich vom Preis die Rede. 25 % auf alle Leistungen: drauf. Demnach muß es sich um einen Zuschlag handeln.
Ja, das kennt man. Ich bin auch kein gebürtiger Kieler und weiß daher, daß man hier nicht mit offenen Armen empfangen wird.
Aber gleich 25 % Aufschlag für Neuankömmlinge, das ist schon ein wenig happig.
Also gut, Scherz beiseite, und damit nicht wieder jemand klagt: Es ist natürlich ein Rabatt gemeint. Dann sollten die Damen vom schnippelnden Gewerbe das aber auch hinschreiben.
Übrigens ist das Geschäft von montags bis freitags sogar bis 22.00 Uhr geöffnet.
Wer läßt sich denn so spät noch die Haare machen? werden jetzt einige fragen. Aber es gibt doch durchaus mal Notfälle, und da ist es sinnvoll, so ein Angebot zu haben. Man denke nur an den schönen Besatles-Song “Don´t pass me by”, in dem es heißt:
You were in a car crash, and you lost your hair.
You said that you would be late, about an hour or two.
Also, im Falle eines Falles: Mambo-Kurt, äh Mambo Hairclub.
Gerade las ich ein Interview des Stadtmagazins Kielerleben mit dem Handball-Nationaltrainer Heiner Brandt.
Natürlich ist dieses Interview vor der WM geführt worden, aber gerade das macht es interessant.
Der Interviewer stellt sinnvollerweise die folgende Frage:
“Wie schätzen Sie die Mannschaften, die in der Ostseehalle spielen, ein?”
Und Brandt antwortete:
“Dänemark ist nicht nur ein Favorit auf den Gruppensieg, sondern insgesamt einer der Top-Anwärter auf den Titelgewinn. Um den zweiten Platz der Gruppe E kämpfen Norwegen und Ungarn. Angola schätze ich im Vergleich mit diesen drei Teams nicht so stark ein. Aber ich kann nur immer betonen:In einem Turnier passieren viele Dinge, die man nicht vorhersehen kann.”
Das kann man wohl sagen. Bemerkenswert zum Beispiel, daß und wie deutlich Island Frankreich schlug.
Und was die Kieler Gruppe betrifft, so lag Brandt doch deutlich daneben. Mit Angola hatte er zwar recht, aber das hätte jeder an seiner Stelle prognostiziert.
Es waren aber nicht Ungarn und Norwegen, die um den zweiten Platz kämpften, sondern Dänemark und Norwegen.
Anschlußfrage des Interviews:
“Welche Teams sehen Sie am Ende ganz vorn?”
“Die Franzosen, Spanier und Kroaten haben neben Dänemark die nominell stärksten Mannschaften. Die gilt es zu schlagen. Und alle sind auch zu schlagen.”
Von den Teams, die Brandt nannte, haben bislang nur Spanien und Kroatien überzeugt, die allerdings ohne Abstriche.
Die Sache ist jetzt in den Hauptrundengruppen wirklich enorm spannend.
Aber das Viertelfinale ist nach einer so aufwendigen Gruppenphase sportlich nicht vertretbar.
Warum sollte man einer Mannschaft, die sich in der zweiten Runde als mittelmäßig erwiesen hat, schon wieder eine Chance auf den Titel geben?
Es ist eine Chance, die sie nicht verdient und auch nicht nutzen kann.
Es geht bei der Installierung eines Viertelfinales nur ums Geschäft. Man hat ein paar Spiele mehr, und vor allem ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß die Deutschen, die Gastgeber also, im Viertelfinale noch dabei sind.
Aber Schwamm drüber, es ist ein schönes Turnier, und das wird es hoffentlich auch bleiben.
Ich bin übrigens dafür, daß Island gewinnt.
Island dürfte das weltweit einzige Land sein, in dem Handball klar die Nummer 1 ist. (Einen Großteil des Jahres über sind dort ja auch die Fußballplätze unbespielbar.)
Das Problem der Isländer ist natürlich die geringe Einwohnerzahl. Bei weniger als 300.000 Einwohnern hat kein Trainer die Qual der Wahl.
Gut sind sie trotzdem, wie der Sieg gegen Frankreich zeigt.
Vielleicht wird es ja was.
Ach was, ich lege micht jetzt fest:
Island wird Weltmeister.
Das ist zwar bei einem so kräftezehrenden Turnier für eine Mannschaft mit so großem Leistungsgefälle außerordentlich schwer, aber der Tip ist gemacht: Schließlich habe ich ja auch den Fußball-Weltmeister richtig vorhergesagt:
http://kiel-blog.de/09.06.2006/italien-wird-weltmeister/
Dann könnte es ja auch im Handball klappen.
Die Aachener Stadtverwaltung hat langsam aber sicher die Nase voll von den Werbe- und Verkaufsschildern die die gesamte Aachener Innenstadt blockieren. Mit der Entfernung der Schilder soll das Aussehen der Einkaufsstraße und damit das Stadtbild verbessert werden.
Nach ein paar mündlichen Verwarnungen soll jetzt gezielt gegen die Geschäftsleute und ihre Schilder vorgegangen werden. Jede unrechtliche Werbeaktion wird von Mitarbeitern der Stadt verwarnt und muss entfernt werden. Sollte darauf nicht eingegangen werden, werden die Verkaufsschilder von der Stadt entfernt und stellt die Entsorgung in Rechnung.
Bei schweren Fällen werden auch Bußgelder ein Thema sein.
Quelle: az-web.de
Kristina Kraft vom Regionalligisten Kieler HTC ist vom Kiel-Blog zur schönsten Hockey-Spielerin Norddeutschlands gewählt worden. Der Preis sollte zunächst ein Abendessen mit Quattroporte sein, aber das fällt aus, weil der zur Zeit mal wieder in festen Händen ist.
So bleibt uns nur, herzlich zu gratulieren.
Neu! Neu! Neu!
Und es nennt sich Nichtraucher-Cafe. Es sieht recht gemütlich aus, aber bald wird es sich ja, nach Trauernichts Willen, als Nichtraucher-Cafe nicht mehr von anderen absetzen können.
Am Samstag, dem 20. Januar, fiel mir leider in den Kieler Nachrichten ein Artikel eines Sascha Lohmann, seines Zeichens Pastor in Suchsdorf und Kronshagen, ins Auge.
Was will er denn nun?:
“´Katholiken sind falsch!` – Nein, das ist nicht meine Meinung, aber eine, die ich als Kind des Öfteren gehört habe. Dahinter steht wohl eine Erfahrung der Kriegszeit, als der Anteil der katholischen Bevölkerung in Schleswig-Holstein sprunghaft angestiegen war und die Einheimischen mit religiösen Traditionen konfrontiert wurden, die auf Befremden stießen: Da gehe jemand in den Beichtstuhl, lasse sein Gewissen sanieren und sündige dann einfach weiter.”
Nein, es ist nicht seine Meinung, er will nur mal gesagt haben, was den meisten Lesern einleuchten wird.
Seht Ihr?
Katholen mögen zwar falsch sein, Evangelen wie Lohmann aber sind es bestimmt.
Wie manche vielleicht gar nicht wissen werden, gibt es in Kiel, nahe bei den Uni-Kliniken, ein altsprachliches Gymnasium.
“Gelehrtenschule” heißt es passenderweise.
Während Schüler in anderen Gymnasien lediglich mit Cäsars Version des Krieges Gallien vs. Rom traktiert werden, lesen die Schüler dieser Lehranstalt auch eine Reihe anderer Klassiker.
Und: Sie lernen neben dem Lateinischen auch das Griechische, und das ist, habe ich mir von einem Fachmann sagen lassen, noch schwieriger.
“Das zwiebelt unheimlich beim Lernen”, so seine Wortwahl.
Aber immerhin kann man nach soviel Gezwiebel Homers Ilias im Original lesen und kennt sich mit den Versfüßen und -maßen der alten Griechen aus.
Das würde ich auch gern.
Ich weiß, anderen kommt so etwas unnütz und antiquiert vor, ebenso antiquiert wie die Praxis der Gelehrtenschule, auch am Samstag Unterricht zu haben. Das ist doch in anderen Schulen schon seit Jahrzehnten nicht mehr im Schwange.
Schüler der Gelehrtenschule aber sieht man freitagabends selten auf der Piste.
Nun soll mit diesem Kuriosum Schluß sein.
Bald wird auch dort der Samstag frei sein, und es gibt keine Ausrede mehr, seine Kinder nicht auf die Gelehrtenschule zu schicken. Denn das Erlernen der alten Sprachen ist durchaus nicht antiquiert. Man versteht einfach vieles auch aus Mittelalter und Neuzeit nicht, wenn wenn man sich mit dem Geistesleben der Römer und Griechen nicht auskennt.
Wie, bitte?
Das könne man dann ja nachschlagen?
Na, was wäre da wohl nachzuschlagen, wenn man Anspielungen nicht versteht und einfach überliest?
Nein, nein, wer begreifen will, der braucht gewisse Kenntnisse in diesen Dingen.
Wie kann ein Vater nur so verantwortungslos sein? Eine Polizeistreife stoppte einen 38-jährigen Raser in der Düsseldorfer Innenstadt mit Tempo 100. Erlaubt waren nur 50 Stundenkilometer. Das war allerdings noch nicht das schlimmste, auf der Rückbank seines Wagens saß sein ein Jahr altes Kind. Als die Beamten den Mann anhielten gab er als Begründung für sein Verhalten an, er sei in Eile. Der Raser muss mit mindestes einem Montag Fahrverbot und einem Bußgeld rechnen. Fraglich bleibt nur, wie ein Mensch so fahrlässig handeln kann…? Er bringt nicht nur sich, sondern auch seine Mitmenschen und vor allem sein Kind in Gefahr.
Quelle: express.de
Bisher hatte ich immer gedacht, Klaus Kramer sei als Kommentator unumstritten die Nummer …, aber Christian Blasel zieht gleich. Das Bläschen kommentiert in den Kieler Nachrichten vom 20. Januar die Lage in Sachen Steinmeier/Kurnaz:
“Die Vorwürfe haben es in sich. Wenn tatsächlich zu belegen ist, dass die rotgrüne Bundesregierung jahrelang über die Internierung von Murat Kurnaz informiert war und sogar mit gezielten Schritten eine Rückkehr des Deutsch-Türken verhindern wollte, dann sind personelle Konsequenzen unvermeidbar. Und zwar an allerhöchster Stelle: Staatssekretär August Hanning, BND-Chef Ernst Uhrlau und offenbar auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier – sie alle müssten ihre Ämter niederlegen.”
So Blasel händereibend, statt abzuwarten, ob sich die Vorwürfe verifizieren lassen.
Was hat Blasel noch dazu zu sagen?:
“Mag die juristische Verantwortung Steinmeiers noch umstritten sein, moralisch wird er gewaltig unter Druck geraten. Ein deutscher Außenminister, der in seiner Zeit als Kanzleramtschef und Nachrichtendienstbeauftragter nicht alles getan hat, um einen Unschuldigen aus dem berüchtigten Gefangenenlager in Guantanamo zu befreien, wäre nicht zu halten.”
Blasel wittert – wie sollte er nicht -, daß man einen SPD-Mann absägen kann. Und entsprechend handelt er im Auftrag seiner CDU-nahen Zeitung. “Mag die juristische Verantwortung Steinmeiers auch noch umstritten sein” bedeutet: Gern würde Blasel leugnen, daß Steinmeier möglicherweise rechtlich einwandfrei gehandelt hat, aber leider, leider geht es nicht.
Mag sie umstritten sein! Es ist also umstritten, daß sie umstritten ist.
Daß es sich im übrigen bei Steinmeier um einen Deutschen handelt, sollte jedem klar sein.
Warum also spricht Blasel beschwörend von einem “deutschen Außenminister”?
Ist Anstand eine deutsche Tugend?
Soll am deutschen Wesen die Welt genesen?
Derlei ist es, was Blasel mit seiner Wortwahl vermittelt.
Diese sehr beliebte und daher oft verwendete Frage trifft man in Hamburg schon nicht mehr so häufig an. Und da sie mir reichlich norddeutsch vorkommt, könnte es sein, daß Kieler einiges zu ihrer Verbreitung beigetragen haben. Vielleicht stammt sie sogar aus Kiel. Dann aber als deutsche Übernahme einer schon länger gebräuchlichen englischen Wendung.
Allerdings ist da im Englischen nicht von Geilheit die Rede, sondern zum Beispiel von Grausamkeit.
“How cruel was that?” fragt man dort zum Beispiel.
Aber vielleicht müssen einige ältere Semester darüber aufgeklärt werden, was es mit der Frage
“Wie geil ist das denn?”
auf sich hat. Also, erstmal muß man sagen, daß das Wort “geil” nicht wie früher einen sexuellen Erregungszustand, sondern allgemein etwas bezeichnet, daß den Sprecher erfreut.
Betont wird die Frage so:
“Geil” erhält allenfalls einen Nebenakzent, der Hauptakzent liegt auf “das”, und am Ende der Frage wird die Stimme gesenkt. Probieren Sie es nochmal:
“Wie geil ist das denn?”
Da muß man doch zugeben, daß es sehr kraß und sehr hübsch klingt, nicht wahr?
Nun sollte man aber nicht auf die Idee kommen, die Frage “Wie geil ist das denn?”, etwa auf einen Sieg des THW bezogen, so zu beantworten:
“Immer noch geiler als mit nem schmutzigen Stock aufs Auge, aber nicht so geil wie ein Abend mit Alexandra Maria Lara.”
Denn die Frage ist eine rhetorische, und sie bedeutet:
Es ist besonders geil.
Sie beantworten geht gar nich.
Auch dieses “Das geht gar nich” scheint mir übrigens aus dieser Gegend zu stammen.
Solche Wendungen sind recht schön. Man muß nur Distanz dazu wahren, um sie würdigen zu können.
Jüngst verloren die Basketballer vom Kieler TB ihr Oberliga-Spiel gegen Rendsburg, und es war nicht einmal eine Überraschung.
Denn die Rendsburger sind Aufstiegskandidaten, die Kieler – wir müssen es uns eingestehen – spielen gegen den Abstieg. Das werden sie allerdings erfolgreich tun, wie ein Blick auf das Korbpunktverhältnis nahelegt. Dieses ist inmitten der Saison oft aussagekräftiger als das Punktverhältnis. Und da muß man sagen, daß die Kieler wesentlich besser dastehen als Hohenwestedt, das vier Punkte mehr hat.
Die werden die Kieler, die wohl doch ein größeres Potential haben, am Ende hinter sich lassen und damit den Abstieg vermeiden.
Diese lautet:
“Verfahren wegen Hehlerei eingestellt”
Das heißt, Hehlerei führte zur Einstellung eines Gerichtsverfahrens, obwohl doch in einem Rechtsstaat Hehlerei im Gegenteil zur Aufnahme eines Verfahrens führen müßte.
Aber natürlich meinen die KN etwas anderes:
nämlich, daß ein Verfahren gegen einen Geschäfsbesitzer, der wegen Hehlerei angeklagt war, vom Neumünsteraner Amtsgericht wegen geringer Schuld eingestellt wurde.
Aber was sie da in der Überschrift schreiben – na, sie merken eben nichts.
Das Akronym KIWA steht für Koorinationsstelle für innovative Wohn- und Pflegeformen im Alter.
Und diese befindet sich, obwohl für das ganze Land zuständig, nicht etwa in Kiel und auch nicht in Lübeck oder Flensburg, sondern in unserer schönen Stadt. Das unterstreicht die Bedeutung Neumünsters für Schleswig-Holstein.
Leider bin ich aber an dieser Stelle gezwungen, ein wenig zu schulmeistern: Es gibt weder Wohn- noch Pflegeformen, da Wohnen und Pflege weder Gegenstände noch Zustände, sondern Vorgänge sind. Zu sprechen wäre also von PflegeWEISEN.
Vielleicht sollte ich das den guten Leuten mal mitteilen, denn, wenn es auch der eine oder andere Leser nicht einsehen wird: Verbrechen gegen die Sprachlogik sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Na gut, in diesem Fall ist es kein Verbrechen.
Grund ist vielmehr Fahrlässigkeit oder Dummheit. Dennoch darf so etws nicht unerwähnt bleiben.
Wer aus der Bielefelder Stadtbahn zwischen Hauptbahnhof und Mövenpick-Hotel kommt oder zu ihr will, muss an den Obdachlosen, Jugendlichen und Junkies vorbei, die sich ab 12 Uhr mittags an der “Tüte”, dem Eingang zur kleinsten U-Bahn der Welt Stadtbahn sammeln. Das seit Jahren bekannte Problem soll nun endlich gelöst werden. Wie die NW Neue Westfälische Zeitung heute meldet, habe die Stadt Bielefeld ein Konzept entwickelt, in dessen Mittelpunkt die Verlagerung der Szene auf das brach liegende Gelände hinter dem Hauptpostgebäude an der Naharyastraße vorsehe. Der dort etablierte Drogenstrich solle aber bleiben….. Nun denn, Bielefeld hätte auch noch andere schöne Plätze anzubieten: das brachliegende ehemalige Mercedes-Benz-Gelände an der Herforder Straße, das Brachgrundstück gegenüber den Stadtwerken, der Neumarkt und noch viele mehr, über die wir hier schon schrieben. Seid einfach kreativ, Ihr Stadtverwalter. Macht ein paar Zimmer bei Euch frei und schon kann man das ganze ins Neue Rathaus verlegen. Ok, das ist Satire. Aber angesichts des Zustandes mancher Stadtflächen muss man einfach mal großflächig denken. Oder?
Die Musikschule Neumünster bietet einen Kurs über Weltmusik an. Maßgeblich dafür ist die Initiative von Tatjana Großkopf, einer jungen, rotschöpfigen, lieblichen und liebenswürdigen Dozentein, bei der man sich wirklich gern auch in die Geheimnisse von Spielarten der Musik einführen lassen würde, aber leider bin ich gegen diese Art von Tonkunst allergisch. Oder nein, es ist keine Allergie, es ist vielmehr ein fundiertes ästhetisches Urteil, das mich diese Musik ablehnen läßt.
Nichts gegen das, was dieser Musik unter anderem zugrunde liegt: Folk aller Weltteile. Aber was die Weltmusik daraus macht, ist vollenweidersches Gewaber, Musik, die immer auf das penetranteste vorgibt, Entspannung zu schaffen und Weisheit zu vermitteln.
Aber damit soll Tatjanas Engagement nicht geschmälert werden. Es muß und soll ja nicht jeder meiner Auffassung sein.
Es hätte so schön werden für die hiesige Eisengießerei: Das Geschäft brummte vielleicht noch nicht, aber die Auftragslage hatte sich erheblich verbessert. Wer dies in Zusammenhang mit dem Umstand sieht, daß in unserem Land in den vergangenen Monaten 1000 Tonnen Bahn-Altschienen abhanden gekommen sind, der liegt falsch. Stock Guss ist eine seriöse Firma und arbeitet nicht mit Diebesgut.
Außerdem würde diese Angelegenheit nicht die verbesserte Auftragslage erklären. Die ist nämlich konjunkturell bedingt, also zyklisch, und der gegenwärtige Aufwärtstrend hat weder etwas mit irgendwelchen Leistungen der alten noch der neuen Bundesregierung zu tun.
Aber ich schweife ab.
Das Problem ist nun angeblich, daß der Strompreis um über 50 % erhöht worden ist, wenn man den Kieler Nachrichten glauben kann.
Daher sind angeblich Stellen in Gefahr.
Hallo!
Da sollte man doch aufmerken. Denn entweder bedroht eine Strompreiserhöhung den Betrieb in seiner Existenz, oder er kommt damit gut zurecht. Inwiefern aber sollte “Stellenabbau” (mieser Euphemismus für Entlassungen) dem Betrieb in so einer Situation helfen?
Man wird also den Verdacht nicht los, daß die Strompreiserhöhung dazu dient, etwas zu rechtfertigen, das ohnehin geplant ist.
Entlassungen sind nun mal nicht gut fürs Image, und wer würde da den Schwarzen Peter nicht gern weitergeben (in diesem Fall an die Stadtwerke)?
Ist das nicht eine unheilige Allianz?
Stegner stimmt der Neumünsteraner CDU zu. In welcher Frage der SPD-Landesminister der CDU zustimmt, wollt Ihr wissen?
Es geht um nichts Geringeres als die städtische Wohnungsbau GmbH. Diese soll nach den Plänen der hiesigen CDU in eine Genossenschaft umgewandelt werden. Und da sehen wir, daß es doch nicht immer eine unheilige Allianz sein muß, wenn Sozial- und Christdemokraten zusammenfinden. Denn der von Stegner sehr wohlwollend aufgenomme Vorschlag der CDU ist ja nun mal einer, den man von linken SPD-Leuten erwartet, aber nicht von schwarzbrauntauben Nüssen.
Tja, auf regionaler, nein lokaler Ebene ist eben einiges möglich, das auf Bundesebene einen Sturm der Entrüstung bei der Springer-Presse, dem Spiegel und dergleichen auslösen würde.
(Wer sich jetzt wundert und meint, man könne doch nicht Springer-Presse und Spiegel in einem Atemzug nennen, der bekommt vielleicht nicht viel mit. Man denke nur an den gemeinsamen Vorstoß in Sachen Rechtschreibreform-Ablehnung: Aust und Friede Springer Seit an Seit, eine Einheitsfront bildend. Peter Hacks hatte übrigens schon in den 70er Jahren den Durchblick, als er den Spiegel als des deutschen Bourgeois` Bildzeitung bezeichnete.)
Herrlich, nur jetzt hat sich die Sonne wieder hinter ein paar Wolken versteckt und es schneit wieder. Aber auch nicht schlecht, je mehr Schnee, umso besser…



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