Der Lebensmitteleinzelhandel dreht langsam aber sicher durch. In einem Städtchen wie Rathenow, was neben Strukturschwäche besonders aufgrund seiner hohen Arbeitslosigkeit auffällt müssen, die Supermärkte nun mittlerweile also 14 Stunden/6 Tage die Woche geöffnet haben. Wo nimmt der Durchschnitts-Rathenower die Kaufkraft her, der es benötigt um zu später Stunde konsumierend durch Einkaufstempel zu schwadronieren?
Das ist die erste Frage? Die zweite, viel wichtigere, wie ich finde, ist, wer veräußert dem kaufwütigen Pack um kurz vor zehn seine Ware? Sind da gar besorgte Eltern unter dem Personal, die vor lauter Arbeit nicht wissen, wer ihr Kind ins Bett bringen soll?
Ist nicht ein gemütliches Abendbrot im Kreise der Familie ein Eckpfeiler der Kommunikation innerhalb der Sippe?
Wenn Mutti/Vati allerdings erst kurz nach zehn (eher kurz vor elf) aus der Leibeigenschaft nachhause kommen, können sich die Kleinen wohl nur schwer am Tisch halten.
Die Schandmäuler des Kapitals werden jetz rufen: “Ja dafür hat der Arbeiter der Spätschicht ja auch den ganzen Vormittag frei.”
Richtig, dann sind die Kinder allerdings in der Kita oder in der Schule.
Schöne neue Welt.
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