Die SPD wird im künftigen Berliner Senat neben dem Regierenden Bürgermeister weitere fünf Senatoren stellen, die Linkspartei.PDS besetzt wie schon in der Legislaturperiode zuvor drei Senatorenposten.
Die Linkspartei, mit 13,4 Prozent im Vergleich zu 22,6 Prozent 2002 deutlich vom Wähler abgestraft, muss Zugeständnisse machen, und zwar dergestalt, das der bisherige Linkspartei-Senator für Kultur und Wissenschaft, Thomas Flierl, seinen Posten räumen muss und sein Ressort zerschlagen und verteilt wird. Der Bereich Wissenschaft ist demnach künftig dem Bildungsressort angegliedert, der Kulturbereich wird der Senatskanzlei zugeschlagen.
Um dennoch wieder drei Senatoren stellen zu können, bekommt die Linkspartei.PDS ein neu geschaffenes Ressort, für das die Bereiche Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz zusammengelegt wurden und dem die bisherige Lichtenberger Bezirksstadträtin Katrin Lompscher vorstehen soll.
Im Amt verbleiben werden auf Seiten der Linken Wirtschaftssenator Wolf ebenso wie Sozialsenatorin Knake-Werner. Wolf muss jedoch den Bereich Arbeit aus seiner Verantwortung an Knake-Werner abgeben, die damit künftig für Arbeit, Soziales und Integration verantwortlich ist (bisher Gesundheit und Soziales).Die SPD soll künftig die Ressorts Inneres mit dem Bereich Sport, Finanzen, Justiz, Stadtentwicklung sowie Bildung einschließlich des Bereiches Wissenschaft leiten. Erst nach der Billigung des Koalitionsvertrages durch den SPD-Parteitag am 18. November will Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit die Namen der künftigen SPD-Senatoren verkünden. Dabei sickerte jedoch schon jetzt durch, dass aller Wahrscheinlichkeit nach Finanzsenator Sarrazin seinen Posten ebenso behalten darf wie Innensenator Körting.
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