StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

So
9
Jul '06

Berlin-Blog: Italien ist Weltmeister

Ganz ehrlich: Ich hätte es eher Frankreich gegönnt, den Pokal an sich zu reissen. Natürlich nachdem Deutschland nicht ins Finale gekommen ist. Denn meiner Meinung nach, und diese stelle ich hier mal ganz subjektiv auf, hatte Italien seine Finger im Fall ‘Frings’ ganz tief drin. Normalerweise erfolgt eine Sperre länger als nur für ein Spiel. Was aber war da denn passiert? Hatten die Italiener Angst vor Deutschland? Nun, wer weiss das denn schon. Nichts desto trotz ist es sehr ärgerlich, dass Italien den Titel wiedermal errungen hat. Waren doch die Franzosen nicht schlecht, mal ganz abgesehen von dem Ausraster von Zidane, der wirklich nicht hätte sein müssen, vorallem an dessen letzten Spiel. Aber nun müssen wir damit leben. In Berlin wurde wieder Fussballgeschichte geschrieben - Hurra! Berlin lebt, Deutschland lebt, die Welt lebt.

Was wird 2010 in Südafrika passieren? Packts Deutschland bis ins Finale? Ich sage JA, denn, schauen wir uns das mal genauer an:

1974 + 1990 sind die Pokaljahre,
addiere sie und du erhältst 3964,
nun subtrahiere davon die magische Pokalzahl 1954,
es kommt das neue Pokaljahr 2010 hervor.

So und nicht anders wird’s sein. Die EM 2008 packen wir auch, ist doch logisch. Ein Hurra auf Deutschland!

Dresden-Blog: Was es nicht alles für nen Euro gibt….

Bei Ikea werden Elche in Nationaltrikots für nen Euro verramscht. Bei McGeiz gibt es Waldmeistersirup, mit dem man 7 Liter trinkbaren Wackelpudding herstellen kann und am Bischofsweg gibt es Softeis, was wirklich legger schmeckt, angeblich aber nur Pulverkrams sein soll. Na ja, und bei ebay gibt es Robbie Williams Karten für nen Euro. Glaubt Ihr nicht. Ist aber so. Jedenfalls wenn man der Presse glaubt. Ich habe es erst auch nicht geglaubt, zumal ich für meine beiden Karten 5,57 Euro zahlen musste. Nun stand es aber in der Zeitung. In welcher sag ich lieber nicht, aber ich habe es nur zufällig gelesen, als ich beim Chinamann meiner Wahl was zu schnabulieren rausgeholt habe, und die Zeitung da lag. Es ist aber nicht die Blöd, sondern das andere Käseblatt für Dresden. Hab ich also zu viel bezahlt. Nun gut, ich kann damit Leben, halten sich die Verluste noch im Rahmen, außerdem bin ich mir nicht sicher, dass es wirklich so ist. Vielleicht ist mal eine Auktion am Rande für einen Euro ausgelaufen, und vielleicht, weil auch diese ominösen Online-Tickets angeboten wurden. Insgesamt muss ich aber sagen, dass sich der Preis mittlerweile bei 10 Euro und mehr eingependelt hat. Für Stehplatzkarten versteht sich. Sitzplätze gehen auch gerne für mehr weg. Ich werde es mir auf jeden fall auch mal anschauen, für den Preis steht ich mir doch gerne die Füße in den Bauch…

Wilhelmshaven-Blog: Findige Stadt

Liebe Leute, eine sonntägliche Radtour ist doch immer wieder ein Erlebnis und am nächsten Sonntag hänge ich einen Anhänger an meinen Drahtesel, denn das, was unterwegs so rumliegt, kann ich im Fahrradkorb nicht unterbringen. Also: Ich komme aus dem Haus, liegen da Dutzende Wäscheklammern rum. Habe ich eingesammelt. Dann biege ich um die Ecke. Liegt dort eine Unterhose. Ein paar Meter weiter ein Unterhemd. Weiß. Ich freute mich schon auf ein Paar Socken. Fand sie aber nicht. Einen Augenblick dachte ich an Umkehr. Doch die nächsten Fundsachen entschädigten mich fürs Weiterradeln. Den Schnueller hätte ich beinahe überrollt, während einige Sonntagszeitungen an mir vorbeiflatterten. Die Schlagzeile lenkte mich ein wenig von der Fundsachensammlung ab. Dort stand was von Friedhöfe seien an der Jade noch relaitiv unbekannte Gebiete. Das passte so gar nicht zu dem Slogan “Wilhelmshaven lebt!” Doch: Die Fundsachen bewiesen ja, dass die meisten noch nicht auf dem Friedhof sind. Am Deich fand mein Hund einen Mäusebau und buddelte Maus für Maus aus. Doch das ist ein anderes Thema.

Dresden-Blog: Ein Tag in Liberec (part one)

Nun will ich von unseren Erlebnissen am gestrigen Tag bei den Tschechischen Nachbarn berichten. Wer bisher nur den Dresdner Zoo mit seinen Bewohnern und der derzeit aktuellen Hauptattraktion, den Minifanten Thabo Umasai kannte, wird überrascht sein, was der Liberecer Zoo alles im Petto hat.
Vorab bietet es sich in der Tschechei immer an, diverse Hauptmahlzeiten zu sich zu nehmen. In unserem Fall war es das Mittagessen im Zoorestaurant.
Leider nicht zu empfehlen, da recht teuer und wenig auf dem Teller-
für Tschechische Verhältnisse jedenfalls.
Für umgerechnet 2,50 Euro kamen wir in den Zoo und zuerst an einem Haufen Giraffen vorbei. Dann konnten wir gelangweilte Elefanten erleben, die sich mit Sand beschmissen. Das Tolle an diesem Zoo ist die Nähe zu sämtlichen Tieren. Wenn man nicht aufpasst, kriegt man sozusagen ne Ladung Sand ab. Die weißen Tiger (!) und die Löwen zum Beispiel sind nur durch eine dicke Scheibe vom Besucher getrennt. Da kann man fast das Fell fühlen.
Die Robbenfütterung mit Kunststückchen und Rumrobben war um 15 Uhr. Leider verpasst. Der wolkenbruchartige Regenschauer hielt uns nämlich unter dem Minidach des Orang Utan- Käfigs fest. Von dem hat sich offenbar eine dicke, fette Spinne auf mein Haar abgeseilt, denn irgendein freundlicher Tscheche mit Kind auf dem Arm fummelte sie mir urplötzlich vom Körper. Die sah aus, wie ausm Tropenhaus ausgebrochen. Ein Schüttelanfall war die Folge.
Nochmal zurück zu den Orangs. Da gibt’s ja im Dresdner Zoo auch welche.
Irgendso ein Kleiner hatte sich bei meinem Letzten Besuch seine eigene Breche noch mal durch den Kopf gehen, also erneut verspeist. (Nichts für schwache Nerven ;)) Meine Erkundigungen haben ergeben, daß das wohl sehr nahrhaft sein soll…
Allerlei Affentheater und Exotisches gibt’s jedenfalls auch in Liberec zu bestaunen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Dresden-Blog: Ein Tag in Liberec (part zwo)

Nachdem uns der Regen endgültig aus dem Zoo vertrieben hatte steuerten wir Babylon an. Nein, nicht die Stadt im Zweitstromland, sondern DAS Badespaßparadies (indoor) schlecht hin. Einmal durch die verwirrende Tschechische Stadt geschunden und einen Parkplatz ergattert konnte es auch schon los gehen.. das nächste Verwirrspiel.. an der Kasse. Für umgerechnet ca. 6 Euro (auch nicht gerade billig) und mit Kartenzahlung ging’s in den Wassertempel hinein. Umtauschen wollte ich nicht extra. Trotzdem muss man irgendwoher ein 20 Kronen Stück ergattern, damit man seine Klamotten in einen der Spinde pressen kann. Es passt nichts anderes- das Probieren kann man sich sparen..
Drinnen erwartet einen ein Mix aus verschiedenen Becken mit verschiedenen Spaßmöglichkeiten. Ein Höhlensystem, mit Sauna. Verschieden temperierte Whirlpools, eine Kletterwand, Sonnenterasse… Und das Beste: natürlich die Rutschen. Wobei ich bei einer Angst um mein Leben hatte und diese verschmähte.
Bei dieser schmeisst sich der Mutige in ein Rohr, wie bei allen Rutschen, und bekommt in der fast senkrecht verlaufenden Rutsche enorm Speed. Dann wird man auf eine Trichterplattform gedroschen. Auf der dreht man sich dann solange bis man unten aus dem Loch in 2,5 Meter tiefes Wasser fällt.
Aber auch die anderen Rutschen sind toll. Das einzige was fehlt in diesem Babylon- Bad ist n großes Becken, in dem man auch mal ne Bahn schwimmen kann. Und ne richtige Reinspringmöglichkeit ist auch nicht vorhanden.
Aber auch hier wie im Zoo: Unendlicher Babyboom!
Kaum ältere Herrschaften tummelten sich zudem im Bad. Denen fehlte wahrscheinlich das Schwimmbecken.
Ausgelaugt und hungrig kehrten wir abends noch ins Camelot ein. Einem Restaurant nahe der Deutschen Grenze in Hradek. (tolle Portionen zu tollen Preisen) So waren wir stark genug um mit unseren Fußballern den 3:1 Sieg zu erleben und den Dritten Platz der WM zu feiern.

Dresden-Blog: Museumsnacht und Zettelwand

Gestern war die Museumsnacht, bei der man ganz nach belieben zwischen verschiedenen Museen wechseln und zugleich einen Shuttletransfer nutzen konnte. Dadurch ist es kein Problem mal irgendwo rein zu schnuppern, wo man zunächst nur eine geringe persönliche Themennähe erwartet hätte. Und dieses Wochenende war es nur ein Nachtereignis, gegenüber der Wissenschaftsnacht und der Kirchennacht am vorigen Wochenende. Die Bäcker haben jedoch noch nicht damit gerechnet, daß die Nachtschwärmer an solchen Wochenenden etwas später aufstehen.
In den Kasematten fand sich eine hölzerne Säule, die mit leeren gelben Post-Its zum Schreiben aufforderte. Endlich mal eine Gelegenheit etwas von sich zu geben. Wo wird man heutzutage noch öffentlich nach seiner Meinung gefragt ? Mal etwas anderes als “kommen Sie zu unserem Laden und kaufen Sie …“. Also habe ich gleich mal angemerkt, worauf sich Schreibwütige stürzen können: Foren, Blogs, Mailinglisten, Leserbriefe. Leider tauschen wir uns doch noch viel zu einseitig miteinander aus, und oft immer wieder mit denselben Bekannten - da können kaum neue Chancen und Tipps zueinander finden. Später fiel mir noch ein, daß man Newsgroups, Gästebücher und Assoziationsblaster hätte erwähnen können, aber das erstere ist für viele zu schwer handhabbar, und das Letztere enthält den Slang und das Niveau wie viele andere der Mitteilungen auf dieser Säule. Also Blogt, kommentiert, und teilt mit was Euch ernsthaft am Herzen liegt.