StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

So
25
Jun '06

Dresden-Blog: Kuchen rund um die Uhr…

Ich war heute mal wieder auf Tour. Erst mit der Elbfähre rüber zum Fährgarten, 90 Cent die sich wirklich lohnen. So nen kleine Bootsreise hat doch was, auch wenn sie nur kurz ist. Drüben zum Mittag ne Portion Bratkartoffeln, Hausmacher Art. Dazu verkneif ich mir jedoch lieber jeden Kommentar. Aber das Radler schmeckt wie es schmecken muss, und an einem so heißen Tag wie heute erfrischt das wirklich exzellent, um es mal mit den Worten von Wayne aus seiner Welt zu sagen. Dann schön am Käthe Kollwitz Ufer flaniert, obwohl man sich da immer vorsehen muss, um nicht, im wahrsten Sinne des Wortes, unter die Räder zu kommen. Dort herrscht immer ein reger Verkehr. Auf den Rückweg in die Neustadt kann man dann beim Bäcker Bautzener, Ecke Rothenburger auch am Sonntag Nachmittag noch einkehren oder ein Stück Kuchen mit nach Hause nehmen. Zwar nicht, wie etwas übertrieben angekündigt, rund um die Uhr, aber jeden Tag von neun bis 18.oo Uhr ist dies möglich, eben auch am Sonntag oder Samstag, wo die meisten Bäcker hier in der Umgebung schon um 11.oo Uhr schließen. Der normal Neustädter schläft aber für gewöhnlich auch gerne mal etwas länger, und da ist die ein wirklicher Geheimtipp, weil man eben auch noch Brötchen bekommt, und das Früh,- oder besser Spätstück, nicht mangels frischen Weizenprodukten ausfallen muss…

Augsburg-Blog: Augsburg vor 140 Jahren: Sitz des Deutschen Bundestags

Der Bundestag des Deutschen Bundes tagte zuletzt in Augsburg im August 1866 und beschloss dabei am 24. August seine Auflösung.

Der Deutsche Bund war eine 1815 als lose Konföderation deutscher Staaten mit Sitz in Frankfurt am Main begründet worden und trat als solcher die Rechtsnachfolge des 1806 aufgelösten Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation an. Die Gründungsurkunde, die Deutsche Bundestakte gilt als Vorläufer des Deutschen Grundgesetzes und wurde von 41 Mitgliedsstaaten unterzeichnet, darunter 37 Fürstentümer und 4 freie Städte. Nur Entscheidungen, die dort mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit angenommen wurden, waren für alle Einzelstaaten bindend. Ansonsten galten die jeweiligen Landesgesetze.

Nachdem die Nationalversammlung in Frankfurt nach der gescheiterten Märzrevolution 1848 dem Königreich Preußen die Führungsrolle im Deutschen Bund zuerkannt hatte, verschärfte sich der Dualismus zwischen Österreich und Preußen, der durch die gemeinsame Gegnerschaft gegenüber nationalen und liberalen Forderungen in den Hintergrund geraten war. In der Folge konnte der Deutsche Bund seine Aufgabe als Puffer zwischen den beiden Großmächten Preußen und Österreich zu wirken nicht erfüllen und geriet in die Schusslinie des „Deutschen Krieges“ zwischen den beiden Königreichen.

Im Zuge des Krieges wurde Frankfurt, dass wie die anderen süddeutschen Parteien im Krieg auf der Seite Österreichs stand, von den Truppen Preußens besetzt, woraufhin die verbliebenen Delegierten des Bundestags nach Augsburg flohen. Dort residierte das Parlament der südlichen deutschen Staaten im Hotel Drei Mohren vom 14. Juli ab bis zu seiner vierzigsten und letzten Sitzung am 24. August 1866, bei der das Gremium in Folge des Friedens von Prag am Vortag seine Selbstauflösung beschloss. Im Friedensvertrag der auch unter Vermittlung des französischen Kaiser Napoleon III (der selbst als Schüler von 1821 bis 1823 das St. Anna Gymnasium in Augsburg besucht hatte) zustande kam, musste Österreich der Annexion Schleswigs und Holsteins sowie einiger anderer nord- und mitteldeutscher Gebiete durch Preußen sowie der Neuordnung Deutschlands in Form des Norddeutschen Bundes, d. h. einem deutschen Staatenbund ohne Österreich zustimmen. Der vollständige Anschluss der süddeutschen Staaten war so auch bereits in der Verfassung des Norddeutschen Bundes vorgesehen, die der aus allgemeinen und gleichen Wahlen hervorgegangene Norddeutsche Reichstag am 16. April 1867 verabschiedete. Darüber hinaus stand laut der Verfassung Preußen das Bundespräsidium zu sowie die Verantwortung für die Außenpolitik und das Heer; dem preußischen Ministerpräsidenten, also Bismarck, wurde das Amt des Bundeskanzlers übertragen.

Als sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestags – unter ihnen auch Hermann von Mayer, der als “Bundes-Cassier” die “Bundes-Casse” vor den Preußen retten wollte – in Augsburg einfanden, war die militärische Entscheidung mit der Schlacht von Königsgrätz am 3. Juli bereits zugunsten Preußens gefallen. Die Delegierten im Augsburger Nobelhotel repräsentierten eine alte Ordnung, die bereits entkräftet war. Deutschland befand sich auf dem Weg der Einigung unter preußischer Hegemonie und unter Ausschluss Österreichs. Erst im nationalsozialistischen Großdeutschen Reich, sollte sich kurzfristig die damals angestrebte Reichseinigung aller deutschen Staaten kurzfristig verwirklichen, ehe die Folgen neuerlicher Kriege diese Ambitionen endgültig (?) zerschlugen.

Im Sommer 2006 jährt sich diese wichtige historische Zäsur der deutschen Geschichte und politischen Entwicklung zum 140. Mal und wirft damit auch ein Licht auf ein wenig bewusstes Detail Augsburger Stadtgeschichte, das zum Jubiläum gewürdigt werden sollte.

(- Yehuda Schenef)

Dresden-Blog: In Dresden wird gebaut…

Wer´s glaubt wird selig. Ich hab ja schon mal von der Baustelle bei uns in der Straße berichtet, die ca. 5 Monate brach lag, und dann innerhalb von 3 Wochen fertig gestellt wurde. Das Thema der Waldschlösschenbrücke ist ja ein eigenes, aber eins ist sicher. Gebaut wird nicht. Nur gestritten und diskutiert. Da ist es mir ehrlich gesagt auch ganz lieb, wenn da noch das ein oder andere Jahr verdiskutiert wird. Die Planungen liegen mit ca. 11 Millionen bis jetzt ja eh schon in unbegreiflichen Dimensionen. Wohlgemerkt, es ist noch kein Stein gesetzt worden. Nun gibt es aber ein weiters Kapitel. Das Dynamo Stadion. Wird es nun gebaut, oder nicht. Wann, und wie überhaupt. Ich weiß nicht, ob das mit dem Abstieg in die dritte Liga zu tun hat, aber wenn die so weiter machen, dann ist die Sommerpause bald vorbei, und der Spielbetrieb geht wieder los. Und dann ist ja auch blad wieder Winter. Schon komisch, ich frag mich, wie das wohl früher war, als die ganzen Prachtbauten hier in Dresden errichtet wurden. Ob das auch immer so ein gequatschte war. Wohl eher nicht. Auch beim Wiederaufbau der Frauenkirche ging es bestimmt schneller. Das wurde ja aber auch weitestgehend von Spenden finanziert und die Politik konnte wohl wohlwollend dieses Prestigeobjekt abnicken. Ich bin ja mal gespannt, ob Dresden irgendwann sportlich in die erste Liga aufsteigen würde, wegen dem alten Stadion, was immer noch steht, aber die Lizenz nicht bekommt….

Bielefeld-Blog: Großleinwand. Die Zweite

Da stehts in der Zeitung am heutigen Sonntag: Gütersloh, jener Ort, den Bielefelder nicht mal zum sterben besuchen würden, hat ab Viertelfinale eine Großleinwand. Gütersloh :-( (

Dresden-Blog: Mittsommer-Nachtrag

Ich hab gestern direkt mal bei Ikea vorbeigeschaut, weil ich vom benachbarten Elektromarkt sowieso eine Speicherkarte und vom Baumarkt ein paar Schräubchen brauchte. Vorm Möbelhaus war eine Art Café aufgebaut, ein Heuballenparcours und es gab natürlich einige super Sonderangebote ;) – unter anderem Fußballplüschelche mit Flaggen auf dem Trikot zu 99 Cent. Das alles ist ja nicht unbedingt zu ungewöhnlich für ein Geschäft, was mir aber besonders und besonders positiv aufgefallen ist: Die Mitarbeiter waren trotz der Wärme und des Andrangs richtig freundlich, kein bisschen aufgesetzt oder gezwungen. Das soll nur mal gegen die Servicewüste Deutschland gesagt sein.