Auch in Suhl ist der Frühling eingekehrt. Richtig sommerlich ist es schon! Den regionalen Medien konnte man entnehmen, dass es sogar bis über das Wochenende so heiter bleiben soll. Freuen wir uns also auf ein schönes sonniges Wochenende und milde Grillabende.
Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs
Morgenstund hat Gold im Mund. In diesem Falle aber jedoch freie Sicht, keine Hektik und was ganz wichtig ist: Fallfreiheit.
Wer schlau ist, besucht mit seinen Vier- Rollen- Schuhen den Großen Garten ab um neun. Vorausgesetzt man hat frei, später- oder anderweitig Zeit. Man darf sich auch mal den Wecker stellen, wenn es die ersten Sonnenstrahlen nicht schaffen, die müden Knochen aufzuwecken und aus dem Bett zu wuchten. Es lohnt sich wirklich! Ich würde sagen, heut war ein Sommertag. Da hält es mich nicht drin. Der Große Garten war frei von plärrenden, einem vor die Skates zappelnden Kinder, Nordic Walking- Rentnern (Naja, bis auf ein oder zwei, welche auch nur am Rand hin und her stöckelten.) und Fahrradfahrern. Kurzum: freie Bahn, zum stressfreien Inlineskaten ohne Schützer. (Ich habe immer noch keine. Irgendwann zahl ich den blutigen Preis, da bin ich mir sicher.) Noch mal zu den Rentnern. Diejenigen, die Sport verschmähen, hängen nicht etwa zu Hause ab sondern besetzten dem Frühmorgensportler sämtliche „Sonnenbänke“, aber auch Schattenplätze. Naja, den Durst kann man auch auf dem saftig grünen Rasen, umgeben von blühenden Bäumen mit nem Wasser stillen.
Man kann sie sich nun mal nicht aussuchen: die Nachbarn. Und so kommt es, dass eigentlich jeder eine witzige Geschichte über seine Hausmitbewohner zu erzählen hat. Ehrlichgesagt sind die Geschichten ja meistens eher nervig, als witzig….
Total „in“ ist es gerade seinen Nachbarn Briefe zu schreiben. Drei meiner Freunde haben jetzt im letzten Monat einen Brief von ihrem Nachbar bekommen – eben war ich sogar „life“ mit dabei. Wir haben auf dem Balkon gegrillt und währenddessen wurde unter der Tür ein Zettel durchgeschoben. Die Nachbarin bat hiermit schriftlich darum, den Grill doch bitte nächstes mal so aufzustellen, dass nicht der ganze Rauch zu ihr ziehen würde, denn dann müsste sie ja den kompletten Sommer lang die Fenster geschlossen halten (…).
Was soll man dazu sagen? Ja gerne liebe Nachbarin! Fragen sie doch nächstes Mal den Wind, ob er in eine andere Richtung bläst oder am besten kommen sie vorbei und grillen mit uns zusammen, dann kann der Rauch hinziehen wo er will und keiner muss sich ärgern;-)
37:31 – das ist der gebührende Abstand zwischen dem THW und der SG Flensburg-Handewitt.
Wird denn jetzt noch jemand glauben, der THW sei immer noch gefährdet, den Meistertitel zu verspielen?
Na gut, es sind noch acht Spieltage bei nur vier Punkten Vorsprung, aber sehen wir es doch mal anders:
Das Torverhältnis der Kieler ist überragend, so daß bei Punktgleichheit in jedem Fall Kiel Meister wird.
Und der THW hat in 26 Spielen eben nur diese vier Punkte gelassen. Da ist es doch unwahrscheinlich, daß er in acht Spielen, also noch nicht mal einem Drittel der bisherigen Spiele, fünf Punkte verliert, zumal das Restprogramm nicht extrem schwer ist.
Das müßte doch mit dem Teufel zugehen …
Ja, ja, ich weiß, mit dem GEHT es ja mitunter zu.
Das hat immerhin den Vorteil, daß die Spannung nicht verlorengeht.
Nur daran, daß der THW die beste deutsche Mannschaft hat, kann nun wirklich nicht mehr gezweifelt werden.
Man betrachte nur mal das Torvervältnis:
+206!!!
Daraus ergibt sich, daß der THW seine Spiele im Schnitt mit +8 Toren beendet.
Gerade mal Flensburg-Handewitt, Magdeburg, Gummersbach und Lemgo sind würdige Gegner, wenn auch der Leistungsabstand der Genannten zum THW erheblich ist.
Zwischen dem THW und den übrigen Mannschaften der Liga aber besteht nicht weniger als ein Klassenunterschied.
Daher braucht der THW unbedingt den internationalen Wettbewrb, um angemessene Gegner zu finden.
Und da findet man sie garantiert.
Denn ist es nicht reichlich lächerlich, wenn in diesem Lande immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt wird, die Bundesliga sei die beste Liga der Welt?
Das behauptet man allen Ernstes (oder auch nur zum Zweck der Werbung) und läßt sich nicht davon beirren, daß in diesem Jahr zwei spanische Mannschaften im Finale der Champions League standen.
Also, seien wir realistisch, und stellen wir fest:
Die spanische Liga ist die Nummer 1,
die Bundesliga die Nummer 2.
Das aber sollte den THW nicht davon abhalten, in der kommenden Saison den höchsten europäischen Vereinstitel zu gewinnen.
Es bleibt uns, liebe Neumünsteranerinnen und Neumünsteraner, ja nix anderes, als hin und wieder einen Blick in die Kieler Nachrichten zu werfen.
Warum das prekär ist?
Aus zwei Gründen:
1. Das Niveau ist niedrig.
2. Kritischen Journalismus wird man dort kaum finden.
In der Ausgabe vom 2. Mai zum Beispiel schreibt eine Dagmar Bargmann über den Landvergnügen-Markt auf dem Großflecken.
Dieser fand natürlich “ein begeistertes Publikum”.
War das so?
Ist es nicht so, daß den Kieler Nachrichten zufolge immer und überall alle begeistert sind?
Neben dem Artikel sehen wir ein wirklich schönes Foto:
Ein älterer Herr, vermutlich hockend, ist dort abgebildet, auf dessen wohlbemütztem Kopfe sich ein Frettchen tummelt, das wiederum von einem hinter dem Mann stehenden Jungen gestreichelt wird.
Wie aber lautet die Bildunterschrift?
“Martino Poser (das Kind heißt Poser? Das paßt ja bestens, wenn auch zu jedem Foto; Anmerkung des Verfassers) (7) durfte zum Landvergnügen auf Neumünsters Großflecken die zahme Frettchendame `Neena´ sogar auf dem Arm halten, unter Aufsicht von Besitzer Jürgen Güntherschulze.”
Was Frau Bargmann offenbar nicht weiß:
Ein Frettchen ist nun mal für gewöhnlich zahm, da das Frettchen eine domestizierte Form des Iltisses ist.
Wo man auch hinsieht, nichts als Unterwürfigkeit und Unkenntnis.
Die ist nun, da sie ja zum drittenmal stattfand, in der Tat kein Geheimtip mehr.
Diesmal waren Samstag und Sonntag 3000 Menschen dabei. Das kann sich sehen lassen.
Heavy Werbung durfte natürlich nicht fehlen:
Werbung für RSH, dessen Moderator Volker Mitmann versuchte, den Leuten, ja lassen Sie es mich ruhig mal derart altertümlich ausdrücken, einzuheizen.
Unübersehbar war auch die Werbung für Jever – das frische Jever, dessen klare, starke Herbheit bestens zu seinem erstaunlich deutlichen Hefegeschmack paßt.
So, nun vermutet Ihr also, ich würde auch von Jever bezahlt.
Wie könnt Ihr sowas denken?
Ich weise nur auf die Güte dieses Bieres hin, das doch wirklich zu den besten unter den bekannteren in diesem Land gehört.
Trinkt also lieber zuhause Jever, als in die Kieler Hausbrauerei zu gehen. Die Biere dort sind extrem simpel und lieblos hergestellt.
Und dazu gibts ggf. lauwarme, nicht eben wohlschmeckende Würstchen mit eiskaltem Kartoffelsalat.
Aber Ihr müßt natürlich nicht zuhause bleiben, um Jever zu trinken. Nein, geht auch im nächsten Jahr wieder zur Mai-Fete nach Nortorf.
Und was, wenn es da kein Jever mehr gibt, sondern die Veranstaltung dann von Bitburger gesponsort wird?
Das lasse ich hier offen, weil ich meinen Lesern ein selbständiges Urteil zutraue.
Zu Beginn des Brahms-Festivals der Musikhochschule Lübeck setzte es ein Sinfoniekonzert.
Wie aber lautet das
Motto des Festivals?
“Inspiration – Faszination”
Also, Damen und Herren, so geht es entschieden nicht.
Warum nicht?
Ist das nicht offensichtlich?
Kunst ist immer inspiriert, und daher fasziniert sie.
Das Motto könnte also über jedem Konzert, jeder Lesung, jeder Ausstellung, jeder Aufführung stehen.
Es paßt überall und daher nirgends.
Man muß sich das mal vergegenwärtigen:
Da sitzt eine Menge von Verantwortungsträgern stundenlang beisammen, und was dabei rauskommt, ist wesentlich schlechter als nichts, weil es das ganze Festival als Lachnummer erscheinen läßt, obwohl da doch Respektables geleistet wird.
Diese war am Wochenende ein beträchtlicher Erfolg, da, wie aus gewöhnlich nicht schlecht unterrichteten Kreisen verlautete, mehrere tausend Besucher den Weg nicht gescheut hatten.
Aber, Damen und Herrschaften, wo bleibt da der Respekt vor der Schöpfung?
Gut, das war jetzt eine Formulierung für Christen, aber auch Nicht-Christen, Atheisten gar, stellt sich diese Frage.
Wo also bleibt der Respekt vor der Natur?
Betrachtet man Pflanzen, die doch oft von erhabener Schönheit sind, tatsächlich nur als Waren?
Hätte sich nicht ein Name finden lassen, der ein wenig pietätvoller wäre?
Neumünsteraner Arbeitslose!
Ihr seid zahlreich, aber nicht so zahlreich wie im Vergleichsmonat des Vorjahres.
Es besteht also Hoffnung.
Legt nicht die Flinte ins Korn!
Legt sie auch nicht auf Euch an!
Aber glaubt auch nicht, die positive Tendenz habe irgend mit Merkel zu tun!
Die Landespflanzenbörse in Emkendorf hielt in der vergangenen Woche eine besondere Überraschung für ihre Besucher bereit:
Ein Torsten Kruse und ein Marcus Franzen präsentierten ausgestopfte Eulen. An sich nicht weiter bemerkenswert, aber die Typen wollten damit zum Eulenschutz beitragen.
Mit toten Tieren!
Zum Artenschutz!
Dimmer geht´s nimmer.
C&A, ein bundesweit operierendes Unternehmen, das Klamotten für die Massen verkauft, hat einer Kieler Kita einen Betrag von 2500 € gespendet.
Dieser lächerlich geringe Betrag genügte der Kieler Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz, sich mit dem Leiter der Filiale hinter dem Logo des Unternehmens für die Presse ablichten zu lassen – steinern und dabei doch enthemmt grinsend, wie immer.
Es ist schon sonderbar: Was in einer tatsächlich aufgeklärten Gesellschaft als Skandal betrachtet würde, schädigt die Volquartz in diesem Lande, wie es nun einmal ist, nicht im mindesten und läßt sie manchen vielleicht sogar sympathisch erscheinen.
Die 2500 Euro, die C&A hier gespendet hat, hatten also den guten Zweck, den jede Werbeinvestition hat.
Und zwar für vier Wochen.
Was aber sagte Landtagspräsident Martin Kayenberg am vergangenen Donnerstag bei der Eröffnung im Landeshaus?
“Die Geschichte der Anne Frank verpflichtet uns, Lehren für die Gegenwart zu ziehen.”
Eine der Lehren scheint zu sein, daß man dort Bundeswehr-Soldaten als Führer einsetzt.
Bei einer Ausstellung über Anne Frank!
Soldaten!
Als Führer!
Offenbar will man die Erinnerung an die Vernichtung der europäischen Juden ganz zackig wegdenken.
Der Schriftsteller Rolf Hochhuth las unlängst im Literaturhaus, und zwar aus eigenen Stücken und Essays.
J.P. Reemtsma hatte ihn mal schriftlich kritisiert. In seiner Replik auf die Kritik zeigte Hochhuth, daß er die durchaus nicht begriffen hatte.
Da mußte Reemtsma ihm das Ganze nochmal langsam erklären.
Also, an sich nicht der Rede wert, der Mann.
Daher ist dieser Artikel hiermit beendet.
Was es aber auch alles für Sportarten gibt, die auch noch in Kiel betrieben werden.
Zum Beispiel Flag Football.
Dabei handelt es sich um eine Variante des American Football.
Es gilt allerdeings hier nicht, den ballführenden Spieler umzunieten, wie sich das gehört, sondern ihm einen Stoffstreifen aus dem Gürtel zu ziehen.
Daß sich darin ein erotischer Annäherungsversuch andeutet, sollte jedem klar sein.
Aber Sex ist Sex, und Sport ist Sport.
Hier sollte eine klare Trennlinie gezogen werden.
Finde ich.
“Yulia ist auch auf der Matte beidhändig”
So betiteln die Kieler Nachrichten, auf die auch wir hier im Kiel-Blog uns leider desöfteren beziehen müssen, einen Artikel vom 28. April.
Klingt reichlich obszön, nicht wahr?
Soll es wohl auch.
Aber die hübsche Yulia betreibt eben einen hierzulande wenig bekannten Kampfsport, der in dem KN-Artikel, selbstredend wesentlich mehr schlecht als recht, vorgestellt wird.
Heike stüben – was bedeutet das überhaupt?
Nun, Heike einen Stüber versetzen, einen Nasenstüber etwa.
Nun schieben wir mal den Scherz beiseite, weil Ernst kommt:
Heike Stüben heißt die Journalistin, die den Lesern der Kieler Nachrichten öfter mal nachmittags mit Rat, wenn auch nicht mit Tat, zur Seite steht. Am Telefon.
Zwar habe ich mit einem ihrer Kollegen mal schlechte Erfahrungen gemacht, aber das Stübchen sieht doch ganz nett aus, wenn wir dem kleinen KN-Foto trauen dürfen.
Na gut, bei näherem Hinsehen wirkt das Stübchen ein wenig oberflächlich, auch leicht toxisch, aber testet sie (oder es: das Stübchen) doch einfach mal, liebe Flensburger.
Konfrontiert sie mit Flensburg-typischen Problemen und findet heraus, ob sie ihr Geld zurecht verdient, wieviel immer das auch sein mag.
Ich rede von dem Imbiß, der knallgrün für seine Produkte wirbt. Wenn man aus der Innenstadt kommt, auf der linken Seite, ein paar Meter hinter dem Kino “Neues Studio”.
Was an diesem Imbiß bemerkenswert ist?
So einiges!
Ich kehrte dort also am ersten Mai ein.
Und was bestellte ich?
Natürlich keinen Döner!
Igittigitt!
Ich nehme an, es gibt auch türkische Köstlichkeiten, der Döner-Fraß aber gehört entschieden nicht dazu.
Ich entschied mich für ein “Schlemmerschnitzel”, i.e. ein riesiges paniertes Schweineschnitzel mit Pilzrahmsauce, dazu setzt es reichlich Pommes und einen bunt gemischten Salat. Es ist wirklich recht viel und für weniger als 7 € tatsächlich auch gut.
Während ich aber so mampfte und spachtelte, fiel mein Blick auf zwei Gegenstände in einer Ecke:
einen Satammtisch-Anzeiger (oder wie soll man diese Dinger nennen, die man auf einen Tisch stellt, um deutlich zu machen, daß hier nun Stammtisch sei?) und eine simple Akustik-Gitarre.
Aus diesem Stammtisch-Anzeiger ging auch hervor, für wen da ggf. Platz zu machen ist:
Es handelt sich um den CVJM, der da seinen Stammtisch abhält, jawohl, den Christlichen Verein Junger Männer.
Was hält man nun aber davon?
Warum haben die Buben ausgerechnet einen Döner-Imbiß für ihre Zusammenkünfte ausgewählt?
Ich vermute, daß sie damit ein Zeichen setzen wollten: Keine Berührungsängste, Tolerieren anderer Kulturen.
Und daß die Gitarre zum CVJM gehört, das dürfen wir wohl annehmen.
Da wird das Trinkgeld zum Schmerzensgeld, denn was die da so an Liedern schmettern und wie — das möchte ich doch lieber nicht wissen.
Der Döner-Betreiber sollte kontern, indem er immer, wenn die christlich bewegten Jünglinge antanzen, YMCA von den Village People spielt.
Kennt Ihr das?
Ein Disco-Hit vom Ende der 70er, in dem es eben um den CVJM resp. dessen US-amerikanische Variante geht.
Dort heißt es:
They have everything for young men to enjoy.
You can hang out with all the boys.
Also, Damen und Herren, das sollte wirklich keine Werbung für den Verein sein – das war eine verkappte Schwulenhymne!
Wird man aber eben damit diesem Verein gerecht?
Was sind das für Typen da beim CVJM?
Sollte man vielleicht doch mal im Imbiß vorbeischauen, wenn die ihren Stammtisch haben?
Aus schierer Neugier?
Aber nein, lieber doch nicht, die Ohren sollten doch nicht gar zu sehr malträtiert werden.
Wir versuchen uns das mal zu vergegenwärtigen, was die Kieler Nachrichten uns am 28. April lediglich berichteten:
In Raisdorf hat jemand mit Rasierklingen gespickte Würstchen ausgelegt, offenbar mit dem Ziel, daß Hunde sich die Schnauzen (und Kinder sich die Finger und
Münder) zerschneiden.
Ob Mensch oder Hund bislang zu Schaden kam, ist mir nicht bekannt.
Der Täter jedenfalls ist unbekannt.
Ein Sadist?
Oder jemand, der infolge eines traumatischen Kindheitserlebnisses zum fanatischen Hundehasser geworden ist?
Jednefalls ist die Frage interessant, was für eine Strafe in so einem Fall zu erwarten ist.
Juristen, meldet Euch!
Übrigens:
Wer mit Rasierklingen versehene Würstchen in die Gegend legt, ist natürlich seinerseits ein armes Würstchen. Insofern ist sein Verhalten nicht einmal verwunderlich.
Auch nicht verwunderlich ist, daß so einer den Haß der Bevölkerung auf sich zieht. Aber auch das wollen wir nicht gutheißen: Denn das arme Würstchen verdient nicht unseren Haß, wohl aber unser Mitleid und unsere Verachtung.
Jawohl,
Mitleid
UND
Verachtung.
Noch Fragen?
Was für eine absurde Überschrift!
Aber da Ihr den Artikel ja offenbar trotzdem oder deshalb oder unabhängig davon lest, wird er nicht nur begonnen, sondern auch fortgesetzt, und zwar so:
In der schönen Stadt Neumünster, der Perle Mittelholsteins, ja dem Zentrum des stolzen Bundeslandes Schleswig-Holstein, ist am 27.4. ein Mann als Geldfälscher, man kann fast schon sagen, entlarvt und infolgedessen von der Polizei festgenommen worden.
De Mann hatte, so berichten die Kieler Nachrichten, mit einem einfachen Farbkopierer Blüten im Wert von 210.000 € hergestellt.
Nein, natürlich im Wert von exakt 0 €, aber eben mit einem “Nennwert” von besagter Höhe.
Nun wollte er in einem Geschäft mit einer der Blüten zahlen.
Der Verkäufer aber alarmierte die Polizei.
Daß der mutmaßliche Täter dann aber auch so artig abwartete, bis er festgenommen wurde!
Jeder Mensch, der nicht mehrfach auf den Kopf gefallen und gegen den Schrank gelaufen ist, hätte doch an seiner Stelle aufgrund der offenbar eingetretenen Verzögerung die richtige Vermutung gehabt und infolgedessen das Weite gesucht und gefunden.
Und daß sein Verbrechen gleich entdeckt wurde, weist darauf hin, daß die falschen Banknoten von schlechtester Qualität sind.
Anzunehmen, daß der Mensch einfach handelsübliches Papier verwendet hat.
Und dann bemerkt nun wirklich jeder den Betrug.
Gab es nicht einmal eine Fernsehsendung mit dem Titel “Deutschlands dümmste Verbrecher”?
Oder täusche ich mich da?
Sollte es tatsächlich mal einen Wttbewerb in der Richtung geben, dann stünde es um die Siegchancen des Helden dieses Artikels nicht schlecht.
Hiermit, suchen wir leute, die bock haben an einem schönen, warmen Samstagabend eine Party am see zu machen, mit grillen und saufen und im Hintergrund natürlich fette seeed-mucke! also, wer ne idee hat wo das steigen kann und vorallem wann und wer überhaupt bock hat, der soll sich melden! Bei Katha oder mir (Brrrrrrruno)
.. lol bis zur party mit Seeed!
Katha bei den Kiezkollegen.de: LadyCat.. und ich : WhoGo
Jüngst wurde das zwanzigjährige “Bestehen” der Neumünsteraner Stadthalle gefeiert.
So formulierten es die Kieler Nachrichten, und es ist ja vielleicht auch wirklich bemerkenswert, daß ein Gebäude nach 20 Jahren noch steht.
Das mußte begossen und begangen werden – mit Oper und Tanz.
In fünf Jahren trifft man sich dann wieder – dann kann man ein Vierteljahrhundert Stadthalle feiern.
Zwischendurch findet man vielleicht noch Gelegenheit, aus Anlaß des tausendsten Events eine Riesen-Party steigen zu lassen.
Einen Grund findet man eben immer für seine Werbeveranstltungen.
In den Kieler Nachrichten vom 24. April steht sinngemäß, daß nun mit dem Neubau der Gablenzbrücke begonnen werde.
Und irgendwie wird da in verkehrsberuhigten Zeiten die eine Fahrspur gesperrt, und alles wird unterführt, und überhaupt sollte man den Bereich umfahren, wenn´s geht.
Wer versteht denn das?
Wird da nun eine neue Brücke gebaut?
Und wenn ja, bis wann?
Oder wird die alte stabilisiert?
Und wenn ja, wie?
Und was bedeutet das nun wirklich für den Verkehr?
Wo und wie fahren die Busse?
Kann die Haltestelle Hummelwiese dann nicht angefahren werden?
Wird die dann verlegt, wie das eine Zeitlang im Fall der Hummelwiese war?
Und wie lange dauert das Ganze überhaupt?
Das sind so Fragen.
Und es sind Fragen, die viele betreffen.
Schließlich fährt ein Großteil der Kieler Bevölkerung da entlang.
Die KN aber kommen ihrer Pflicht, die informationelle Grundversorgung der Kieler Bevölkerung zu gewährleisten, nicht nach: Sie bringen nur einen winzigen Artikel, aus dem niemand schlau wird.
Und es wird niemand daraus schlau, weil der Verfasser des Artikels wohl seinerseits nicht recht verstanden hat, worum es geht.
Tja, wenn man zum Beispiel in Holtenau wohnt, dann kommt man nun mal auf dem Weg in die Redaktion an der Gablenzbrücke nicht vorbei und versteht die ganze Problematik nicht.
Na, wenn das so sit, dann muß man eben recherchieren.
Aber daß die Denker der KN Investigativjournalismus scheuen wie der Teufel den Beweis seiner Nicht-Existenz, sollte keinen wundern.
Am 23. April – war es nicht ein Tag wie jede andere? – schlich sich das Grauen in unsere Stadt.
Nordelbischer Frauenkirchentag war angesagt.
Mit der Hamburger Bischöfin Maria Jepsen natürlich, die irgendwann in den Neunzigern bekannt wurde, weil sie die erste evangelisch-lutherische Bischöfin geworden war.
Vorher waren das alles Männer gewesen – fast wie bei den Katholen.
Was also war da nun los in der Nikolaikirche, dem Ort der Veranstaltung?
Und überhaupt: Frauenkirchentag?
Das ist der Tag der Frauenkirche, sollte man meinen.
Nicht?
Na, dann vielleicht eine Versammlung von Vertreterinnen einer Kirche, die ausschließlich Frauen als Glieder zuläßt?
Auch nicht?
Na, dann ist das eine Fehlbenennung.
Man sollte wohl eher von einem Kirchenfrauentag sprechen – na ja, wäre auch problematisch, aber immerhin nicht falsch.
Aber wie wäre es mit “Kirchentag für Frauen”?
(Zu sperrig?)
Am Eingang könnte man ein Schild anbringen, auf dem zwei stilisierte Hoden abgebildet sind.
Darunter aber müßte stehen:
“Wir müssen draußen bleiben!”
Aber was mache ich mir hier überhaupt über solche Sachen Gedanken?
Das Ganze ist mir doch in höchstem Maße zuwider.
Ob die sich da nun in debil-pastoralem Ton über Heimat austauschen, oder in Hansühn fällt ne Milchkuh um.
Die fanden am 23. April in Neumünster statt, und zwar auf dem Falderateich.
An sich hatte ich immer gedacht, Schiffsmodelle sollten gut aussehen und werkgetreu sein – weiter nichts.
Weit gefehlt!
Man soll sie – jedenfalls die, um die es hier geht – auch zu Wasser lassen könen, und dort sollen sie etwas leisten.
Natürlich nicht alleine, sondern mit Hilfe ihrer mikronautisch geschulten Erbauer und Steuerer.
Ein Schiff wird dabei von einer ganzen Mannschaft auf Trab gehalten (na gut, vielleicht sollte in diesem Zusammenhang von Trab nicht die Rede sein).
Denn es gilt in diesem Sport nicht nur, schnell zu sein, sondern auch exakt und wendig, wenn man Tore durch- und Bojen umfährt.
Letzteres bedeutet natürlich nicht, daß man – in anderem Sinne – Bojen umfährt, nein, die Betonung liegt auf der zweiten Silbe: nicht UMfahren, sondern umFAHren: Das UMfahren soll gerade vermieden werden, das gibt nämlich heavy Punktabzüge.
Na, jedenfalls könnt Ihr Euch vorstellen, daß dieser Sport ganz und gar nicht uninteressant ist.
Für die, die ihn betreiben, ohnehin nicht.
Aber im Falle dieser Meisterschaften waren alle Teilnehmer bereits durch schwere Qualifikationen gegangen. Das Niveau war also hoch. Und in einem solchen Fall macht die Sache nicht nur den Teilnehmern Spaß, sondern auch den Zuschauern.
Zugegeben, es ist nicht immer einfach, den Überblick zu behalten. Ganz anders wäre es bei einer Fernsehübertragung: Wenn eine kompetente Bildregie acht oder mehr Kameras zur Verfügung hätte, dann könnte das eine sehr spektakuläre Sache sein.
Glaubt Ihr nicht?
Na, Ihr hättet es vielleicht auch für unmöglich gehalten, daß Snooker in Deutschland reüssiert.
Aber nun ist der Erfolg da.
Also, man soll den Tag nicht vor Abend beschimpfen.
Vielleicht erhält der hochsympathische Schiffsmodell-Sport ja doch noch die Aufmerksamkeit, die er verdient.
Was nun aber diese Meisterschaften betrifft:
Das Neumünsteraner Team war immerhin vor sechs Jahren Deutscher Meister gewesen, aber diesmal wollte es entschieden nicht klappen, und man landete “unter ferner liefen”.
Siegriech aber war, wie so oft in der Welt des Sports, das Ruhrgebiet, hier in Gestalt des SMC Oberhausen.
Die Neumünsteraner aber packen es beim nächstenmal wieder.
Der VfB gehört in die zweite Liga.
Das leidet keinen Zweifel.
Aber wird das noch was in dieser Saison?
Die Konkurrenz ist stark.
Widmen wir uns lieber einer anderen Frage:
Was ist eigentlich mit Lübecker Fans, die sich darin gefallen, ihren Verein mittels nationalsozialistischer Parolen anzufeuern?
Horst Tomayer berichtete darüber in Konkret, einer in jedem Fall empfehlenswerten Monatszeitschrift, die selbstredend auch in Lübeck erhältlich ist.
Daß die Lübecker Nachrichten über solche Fans kein Wort verlieren, sollte niemanden wundern. Diese Zeitung ist, wenn schon nicht das Letzte, so doch das Vorletzte. Das Letzte ist das Flensburger Tageblatt.
Aber man braucht ja nur mal die Ohren in den Wind zu halten, dann wird einem doch wohl auffallen, daß nicht alle VfB-Fans unpolitisch sind. Und wenn sie politisch sind, dann eben in einer Weise, die an braune Vorzeit erinnert.
Liebe Lübecker!
Können wir denn das dulden?
Wie wäre es denn mal mit einer Aktion “VfB gegen Nazis”?
Warum schweigt sich die Vereinsführung aus?
Setzt sie doch einfach mal unter Druck, verantwortungsbewußte Lübecker!
Übrigens, als ich sagte, der VfB gehöre in die zweite Liga, meinte ich natürlich nicht, daß er nicht in die Erste Liga gehöre.
Das könnte ja mal ein Fernziel sein – aber nur ohne NS-Fraktion unter den Fans.
Und was ist übrigens mit der Lohmühle?
Ist die erstliga-tauglich?
Na ja, im Dreisam-Stadion in Freiburg ist es ja auch möglich.
Was meint Ihr, geht das so?
Oder wären noch aufwendige Um- und Ausbauarbeiten fällig?
Oder würde etwa – wer ist so pessimistisch, das zu behaupten – auch das nichts nützen?
Welches ist das schönste Gebäude Lübecks?
Hier ist die Auswahl groß, werden die meisten sagen, und sie sagen es zurecht.
Ist es das Holstentor?
Ist es die Marienkirche?
Ich sage: Nein!
Es ist das Rathaus.
Schon in meiner Kindheit ging ich stets mit Wohlgefallen (oh shut up) daran vorbei, denn es spendete Trost und Weltvertrauen.
Ja es ist eine Manifetation früher Emanzipation von kirchlicher Macht.
Ausdruck eines Adels, der kein Geburtsadel ist, sondern einer des Geistes und des Empfindens.
Nun wird es Leser geben, die behaupten, ich rede Quatsch.
Bitte, warum nicht, dies ist ein freies Land.
Und was könnte auf plastischere Weise einen Begriff von Freiheit vermitteln als der Anblick des Rathauses in Lübeck.
Eben dieser ist einer der profiliertesten Politiker der Landes-CDU. Aber er gilt eben als unbequem, ja als Abtrünniger.
Daher ließ man ihn erst stehen wie kalten Kaffee und dann fallen wie eine heiße Kartoffel.
Wer in der CDU nicht auf Linie ist, bekommt das eben zu spüren.
Das sah dann so aus:
Man gab ihm vor der letzten Landtagswahl einen aussichtslosen Listenplatz. Am liebsten hätte man ihm vermutlich auch noch den Wahlkreis genommen, aber
1. wäre das ja nun doch zu heftig gewesen und
2. verließ man sich darauf, daß Kerssenbrock seinen Kieler Wahlkreis nicht würde gewinnen können.
Konnte er ja dann auch nicht trotz großartigen Plakats, leidenschaftlichen Wahlkampfs und einer eigens ins Leben gerufenen Wählerinitiative.
Dennoch sei hier mal gesagt:
Trutz Graf Kerssenbrock, das ist das menschliche Antlitz der Christdemokratie – also in der Tat völlig unpassend.
Man kann ja nicht alles wissen.
Und ich schon gleich gar nicht, obwohl Ihr mir einige wichtige Informationen verdankt.
Das könnt Ihr doch nicht leugnen.
Also:
Erinnert Ihr Euch noch an das ca. fünf Meter hohe Männchen, das zunächst vor dem Sophienhof stand?
Es erinnerte entfernt an eine germanische Gottheit.
Ob es sich dabei aber um Odin oder Thor handelte, vermag ich nicht zu sagen. Nur Baldur war es mit Sicherheit nicht. Denn Baldur war ja für seine Schönheit berühmt.
Also, was nun dieses Männlein, diese Steinplastik betrifft, die stand recht steif in der Gegend und war irgendwie noch von sich schlängelnden Metallstäben umgeben.
Aber dann war es irgendwann weg.
Vielleicht war ich in der Zeit gerade im Urlaub und habe deshalb nicht mitbekommen, was es damit auf sich hat.
Also, sagt mal an, liebe Leute, wie war denn das?
Wegen Mordes an seiner von ihm getrennt lebenden Frau, muss sich ein 48-Jhriger vor dem Schweriner Landgericht verantworten. Er soll die Frau im November in der Wohnung ihres derzeitigen Lebensgefhrten, mit einem 30 Zentimeter langen Kchenmesser erstochen haben.
Gelesen auf Uena.de
Liebe Handball-Freunde Lübecks und der Lübecker Umgebung, insbesondere Bad Schwartaus!
Erinnert Ihr Euch noch, daß der jetzige HSV Hamburg seine Mannschaft vor einigen Jahren aus Bad Schwartau in die Color Line Arena verfrachtet hat, und zwar nicht mir nichts dir nichts, sondern mir alles dir nichts?
In Bad Schwartau hatte man hart gearbeitet und – wenn ich mich recht entsinne – Ende der achtziger Jahre den Aufstieg in die erste Bundesliga geschafft. Seitdem war der VfL mit seinen treuen Fans eine der richtig guten Adressen im deutschen Handball.
Aber schließlich übernahm irgendein dubioses Gebilde die Regie, und die Vereinsführung ließ dieses Gebilde gewähren, bis es zu spät war.
Nun also ist das, was aus der Schwartauer Mannschaft geworden ist, in Hamburg, und das einzig zu dem Zweck, die Color Line Arena auszulasten: grausiges Gesicht des Sport-Marketing.
Nun raunte ich eben mirakulös von einem dubiosen Gebilde.
Das nun aber deshalb, weil ich – und offenbar nicht nur ich – nicht mehr darüber weiß!
Ich habe ja damals auch die Lübecker Nachrichten gelesen und mich mit dem einen oder anderen Hardcore-Bad-Schwartau-Fan unterhalten.
Aber keiner konnte so recht Aufschluß geben.
Also, um die Dinge beim Namen zu nennen:
Es besteht doch der Verdacht, daß seitens des genannten Gebildes von Anfang an die Absicht bestand, die Mannschaft in die Color Line Arena zu bringen und daß es Vereinsführung und Fans im Unklaren ließ, ja sich als Retter des Vereins aufspielte und schließlich auch noch ein heroisches Scheitern inszenierte und den Leuten das Märchen von der Unausweichlichkeit des Umzugs erzählte.
Natürlich fand sich derlei nicht in den Lübecker Nachrichten.
Denn nichts liegt ja den Redakteuren dort ferner als investigativer Journalismus und kritische Berichterstattung.
Für bedeutendere Medien aber war die Sache vielleicht zu klein.
Zumindest hätte es eines Anstoßes bedurft: Jemand hätte etwa die Sportredaktion des Spiegel auf die Unklarheit der Lage der Dinge hinweisen können.
Tja, das Versäumnis muß ich mir dann auch selbst ankreiden.
Aber sagt mal, hat irgend jemand gesichertes Wissen darüber, was damals geschehen ist?
Dann stellt hier einen Kommentar ein.


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