StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

Themen anzeigen:

März 2006
M D M D F S S
« Feb   Apr »
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

So
5
Mrz '06

Dresden-Blog: Dem Spätkauf sein dank…

Dem Spätkauf sein dank…

Ich muss sagen, die Einkaufssituation ist in der Neustadt ist doch wirklich komfortabel. Wir haben neben einem Spar und Konsum Markt, die lange aufhaben, noch den Lidl im Neustädter Bahnhof, der 6 Tage die Woche bis 21.oo und Sonntags bis 18.oo Uhr geöffnet ist. Das hat bei mir dazu geführt, das ich nur noch einkaufen gehe, wenn ich was brauche, ungeachtet vom Wochentag, ganz wie die Ami´s. Endlich mal was gutes was über den Atlantik rübergeschwappt ist. Nicht wie früher, wo man noch vor dem Wochenende immer schauen musste, was man braucht, weil man ja ab Samstag Nachmittag sonst auf dem Schlauch stand. Wem dann aber Sonntags abends noch einfällt, dass ein Freund am folgenden Tag Geburtstag hat, und die Vorräte für den geplanten Kuchen nicht mehr reichen, hat man auch von den langen Öffnungszeiten der Supermärkte nichts. Trotzdem ist man aber nicht ganz verloren. Eine Handvoll Spätshops, Spätverkäufe und Hol Ab Märkte sorgen dafür, das man fast rund um die Uhr mit allem erdenklichem versorgt ist. Mit Eiern und Milch konnte ich dann auch noch den Kuchen backen, als hätte ich von vorn herein dran gedacht…

Kiel-Blog: Brücke – unser aller Kino

Die Brücke (an der Holstenbrücke, wie der Name sagt) ist unser aller Kino.
Man kann da sehen, was man zwei oder drei Monate vorher in den aktuellen Kinos verpaßt hat, und es kostet nur 1,50€, am Dienstag sogar nur 1€.
Probleme gab es mal mit dem Klang, aber die sind jetzt offenbar behoben.
Vielleicht ist jetzt kein guter Zeitpunkt, um dies zu schreiben, denn derzeit laufen da gerade Broken Flowers und A History of Violence, zwei fiese, prätentiöse Schinken, aber kommende Woche isses ja wieder anders.
Also: im Auge behalten, bitte.
Nachmittags gibt es meist einen Kinderfilm, und dann folgen drei weitere Vorführungen. Es geht also bis tief in die Nacht hinein.
Um 8 kann es schon mal sehr voll werden.
Es empfiehlt sich also, früh zu kommen. Die Platzwahl, ob Balkon, ob Parkett, ist frei.

Kiel-Blog: Brücke – unser aller Kino

Die Brücke (an der Holstenbrücke, wie der Name sagt) ist unser aller Kino.
Man kann da sehen, was man zwei oder drei Monate vorher in den aktuellen Kinos verpaßt hat, und es kostet nur 1,50€, am Dienstag sogar nur 1€.
Probleme gab es mal mit dem Klang, aber die sind jetzt offenbar behoben.
Vielleicht ist jetzt kein guter Zeitpunkt, um dies zu schreiben, denn derzeit laufen da gerade Broken Flowers und A History of Violence, zwei fiese, prätentiöse Schinken, aber kommende Woche isses ja wieder anders.
Also: im Auge behalten, bitte.
Nachmittags gibt es meist einen Kinderfilm, und dann folgen drei weitere Vorführungen. Es geht also bis tief in die Nacht hinein.
Um 8 kann es schon mal sehr voll werden.
Es empfiehlt sich also, früh zu kommen. Die Platzwahl, ob Balkon, ob Parkett, ist frei.

Kiel-Blog: Lady Coyote

Am 19. März ab 19.00 Uhr only for ladies. Erst ab 23.00 Uhr sind auch Männer zugelassen.
Zum drittenmal findet im Bolero diese reine Frauen- und Mädchen-Party statt, und sie scheint nicht vollständig unbeliebt zu sein. Einen männlichen Striptease stelle ich mir zwar ebenso langweilig vor wie einen weiblichen, aber wer´s mag. Die weiblichen erfreuen sich ja sonderbarerweise auch noch einer gewissen Popularität.
Und frau soll sich hier im übrigen ganz wie in Las Vegas fühlen.
Aber so fühlt man sich doch wohl nur, wenn man restlos abgezockt worden ist, denn darum geht es doch in Las Vegas, oder?
Aber bitte, es dürfte schon ein vergnüglicher Gute-Laune-Event werden.
Und wie gesagt, um 11 dürfen dann auch die Männer rein, um sich den von den Striptease-Tänzern heißgemachten Damen zu widmen.

Bolero: Alter Markt

Kiel-Blog: BAP wird 30

Daß wir das noch erleben müssen!
Und das sollen wir in Kiel auch noch feiern!
Deutschland ist doch wirklich das Land, in dem ein Mangel an Begabung noch nie jemanden davon abgehalten hat, Karriere zu machen.
BAP ist das beste Beispiel.
Ihr Rock ist und war stets nix Besseres als Schlagermusik; ihre Rebellion nichts als Pose.
Niedeckens Kölnisch war von Anfang an pseudoauthentisch, und sein Engagement für alles, was irgendwie links schien, mußte natürlich schon deshalb so nerven, weil es ihm niemals gelang, einen selbständigen Gedanken zu irgendeiner Diskussion beizutragen.
Was ganz und gar nicht verwunderlich ist bei diesem geistlosen Schrummelrock.
Also bitte, es mag ja Nostalgiker geben, die das nun noch oder wieder brauchen.
Aber können wir zulassen, daß die Altrocker auch die Jugend verderben?
Oder mache ich mir jetzt grundlos Sorgen?
Sind die 17jährigen weit davon entfernt, sowas wie BAP auch nur zur Kenntnis zu nehmen?
Das wäre schön.
Wenn das so ist, dann soll es auch so bleiben.
Denn die Jugend hört “Wir sind Helden” und tut damit genau das Richtige.

Kiel-Blog: Tomte im MAX

Erst am 6. April, aber der Vorverkauf läuft, daher sei hier schon mal davor gewarnt.
Was nützt es wohl, könnte man fragen, manche stehen halt auf sowas, und denen sollte man dann nicht im Wege stehen, nicht wahr?
Aber, Herrschaften, womit haben wir es denn hier zu tun?
Mit völlig talentlosen Weicheiern, die sich von amerikanischen und britischen Independent-Bands beeinflußt glauben, die aber vor allem die Blumfeld- und Kante-Fraktion der Hamburger Schule gefressen haben.
Und die ihre Weicheierei für Sensibilität halten.
Und ihren einfallslosen Plattenbau-Sound für einen Ausdruck hohen Stilbewusstseins.
Ihre Trübsinnsmasche wollen sie als süßeste Melancholie verstanden wissen.
Das soll ihnen nicht gelingen.
Hört Euch lieber Nashville Pussy oder Eleni Mandell an. Das sind wahre Künstler.

Kiel-Blog: Persönliches zum Gelben Sack

Persönliches soll hier nicht zu kurz kommen.
Auch Komisches hat in dieser Publikation seinen Platz.
Ja, gar Absurdes.
Soll alles sein.
Aber natürlich steht die seriöse Schreibe (sagt man so?) im Mittelpunkt.
In diesem Artikel aber nicht.
So sei denn gesagt, daß ich neulich in Holtenau mit dem Grünen Daumen in den Gelben Sack gehauen habe.
Jawohl.

Kiel-Blog: Hornbach: Ein Baumarkt

Dieser Baumarkt wirbt für sich mit dem Slogan “Die neue Größe in Kiel.”
Jawohl, mit einem Punkt am Ende des Slogans. Ist das nicht werbetechnisch recht ungeschickt?
Jedenfalls gibt es dort angeblich 120.000 Artikel (verschiedene, fragt man sich, oder werden Xplicate auch xfach gezählt?) auf angeblich 20.000 Quadratmetern.
Das Ganze mit Gartenmarkt und Drive-In.
Kann mir alles gestohlen bleiben.
Und das ausgerechnet auch noch in Gaarden, wo doch eh alle zur Miete wohnen und mit solchem Kram nix zu tun haben.
Na, was soll´s, ich geb´ trotzdem mal die Adresse an:

Hornbach: Theodor-Heuss-Ring 136

Kiel-Blog: Harry Rowohlt in der Sporthalle Mönkeberg

Und zwar am 18.3. um 20.00 Uhr.
Soll sein.
Alle kennen ihn (zumindest alle Literaturinteressierten), alle lieben ihn, oder doch jedenfalls die meisten.
Er hatte eine komische Kolumne in der Wochenzeitung Die Zeit, er dichtete, manchmal sogar Zweizeiler, die sich reimen, er übersetzt ohne Fehl und Tadel aus dem Englischen (zum Beispiel Flann O´Brian) und er hat nur selten Speisereste in seinem mächtigen Bart.
Er sieht aus wie …
… oder sagen wir es mal mit den Worten, die vor einigen Jahren noch per Gesang über die Wellen des Norddeutschen Rundfunks verbreitet wurden:

Bist Du das Pausenzeichen vom NDR?
Bist Du das Walroß?

Das ist in der Tat die Frage.
Und trotz der unbestrittenen sprachlichen Begabung dieser Großrobbe gehen einem ihre elitär grunzende Jovialität und ihre unerschütterliche Selbstzufriedenheit doch mächtig auf die Nüsse.

Aber wer da hin muß, der muß hin.
Das sehe ich ein.

Sporthalle Mönkeberg: Dorfstraße 6

Kiel-Blog: KVG Partybus

Eine prima Sache, sollte man meinen.
Was denn eigentlich?
Ich zitiere aus einer Anzeige der KVG:
“Mit unserem Partybus bringen wir Sie und Ihre Gäste bequem und sicher zu Ihrer Veranstaltung hin und zurück.”
Sehr geschickt formuliert, denn das “hin” ist hier ja eigentlich überflüssig, aber so ergibt sich am Ende des Satzes eben das “hin und zurück”, das signalisiert, daß dies eine kompakte Sache sei, bei der keine Wünsche offen bleiben.
Und weiter heißt es in der Anzeige der Kieler Verkehrsgesellschaft, der Kieler Partybus biete ein “einzigartiges Ambiente”.
Das nun aber wage ich zu bezweifeln, nein, nicht zu bezweifeln, sondern ich verneine es sogar entschieden.
Das ist einfach nur ein ganz normaler, trister Bus der KVG, und die Stimmung dürfte auch nicht besser sein als während des Feierabend-Verkehrs.
Also, Herrschaften, man kann´s auch überteiben mit der Eigenwerbung und dem Selbstlob.
Sonst klingt das natürlich soweit ganz gut.
Und es wird sogar eine Telfonnummer für weitere Fragen angegeben: 0431/594-1234
Das ist nun wiederum nicht ungeschickt, denn wenn die KVG gleich in der Anzeige ihre stattliche Preispalette präsentieren würde, dann würde das vermutlich die meisten abstoßen. Wenn man sich aber erstmal mit der Idee angefreundet hat und anruft, dann ist man vielleicht bereit, einen Preis zu zahlen, den man auf den ersten Blick (wie eben in einer Anzeige) nicht für akzeptabel hielte.

Kiel-Blog: Internet-Cafes und Spiele-Freaks

Ich neulich im Internet-Cafe.
(Diese Art der Einleitung verwende ich jetzt nicht zum erstenmal. Ich meine, das wirkt doch schön lebendig, und das ist es ja auch.)
Den Namen will ich in diesem Zusammenhang gar nicht mal nennen, denn was ich zu sagen habe, ist kritisch; die Kritk aber könnte ebenso auch jedes andere Internet-Cafe treffen.
Also, ich hatte zu arbeiten, und ich arbeitete hart.
Auf der anderen Seite des Ganges befanden sich Männer an den Spiele-PCs (Frauen sieht man dort selten).
Und während ich es so recht in die Tasten prasseln ließ, und mich dabei ja doch nicht unerheblich konzentrieren mußte, vernahm ich von drüben den laut und volltönend gesprochenen Satz: “Leck´mich am Arsch, Mann!”
Wer fühlt sich denn durch so was nicht gestört?
Ich soll das nicht so eng sehen?
Nun, was soll ich denn machen, wenn ich Besseres zu tun habe, als mir diesen einen Satz anzuhören, der in unregelmäßigen Abständen wenigstens fünfmal wiederholt wurde.
Die Wiederholung war offenbar nötig, weil niemand der Aufforderung des Sprechers nachkam.
Immerhin war auch anderes von dem Spieler zu vernehmen, etwa:
“Wieso erwisch´ ich Dich eigentlich nie, und Du knallst mich hier am laufenden Meter ab?”
Tja, vielleicht weil seine Leitung die Länge hat, die seine wortgleichen Wiederholungen vermuten lassen?
Schade jedenfalls, daß der am laufenden Meter Abgeknallte immer wieder auferstand.

Kiel-Blog: Ristorante Pizzeria Amici

Das Stadtmagazin Kielerleben gibt in diesem Monat “Gastro-Tipps”.
Und das unter der Überschrift “Wohl Bekommt´s”!
Daß so viele Schreibende aber auch so gar kein Deutsch können!
Soviel zum Unerfreulichen.
Nun zum Erfreulichen.
An die Spitze stellt das Magazin das Ristorante Pizzeria Amici in Heikendorf.
Und das völlig zurecht.
Da mag schon ein Blick des Abends durch die Fenster begeistern, der das Innere ebenso heimelig wie surreal wirken läßt. Davon angezogen, läßt man sich schließlich nieder – wenn man denn noch einen Platz findet; es hat sich schließlich weit herumgesprochen, dass den Gourmet hier Gutes erwartet – und ist begeistert von dem sogenannten oder auch Ambiente, von der Freundlichkeit der Bedienenden und von den Speisen, die abwechslungsreich und von hoher Qualität sind.
Und alles ist seinen Preis wert.
Fragt sich nur, warum sich das Ganze (auch) Pizzeria nennt. Das klingt doch so furchbar drittklassig. Man denkt an Pizza Hut und Ähnliches. Igittigittogott!
Pizzen sind doch eigentlich nur ein Resteverwertungsprogramm. Was man sonst nicht mehr gebrauchen kann oder auch nicht mehr ganz gut oder auf sonst irgendeine Weise minderwertig ist, das kopmmt halt in die Pizza.
Und die Pizza bekommen die Bedürftigen, oder es werden gar die Hunde damit gefüttert.
(Oder verschmähen selbst die sie?)
Also jedenfalls ein Arme-Leute-Essen in Italien, aber kurioserweise eine Touristenattraktion und ein Exportschlager.
Aber, wie gesagt, laßt Euch nicht von der Bezeichnung vom Besuch dieses ganz und gar erfreulichen Restaurants abhalten, dem einzigen in Heikendorf, das diese Bezeichnung verdient.

Ristorante Pizzeria Amici: Laboer Weg 3

Kiel-Blog: Stadtbücherei Kiel versteckt ihren aktuellen Bestand

Ich neulich in der Zentralbücherei der Stadtbücherei Kiel, und zwar gleich am OPAC (Online Public Access Catalogue).
Die meisten von Euch werden sich damit wohl leidlich auskennen: Man klickt einfach auf “Katalogrecherche”, gibt dann einen Suchbegriff (oder mehrere) ein und erhält dann eine bestimmte Anzahl von Treffern, also Titel (nebst anderen Daten) von Medien, die irgendwo den Suchbegriff (die Suchbegriffe) enthalten.
Immer wieder ist übrigens folgendes zu beobachten (obwohl ich nicht zur Indiskretion neige) (übrigens, ich schweife schon wieder ab: Das Versprechen, das die Überschrift enthält, wird später im Artikel eingelöst):
Jemand gibt einen Suchbegriff ein und erhält, sagenwama, 41 Treffer. Das ist ihm vielleicht zuviel oder wie auch immer, jedenfalls gibt er nun zusätzlich zum ersten Suchbegriff einen zweiten ein. Nun aber lautet die Trefferzahl: 0.
Was macht der Mensch aber nun?
Er gibt zusätzlich zu den anderen beiden Suchbegriffen noch einen dritten ein.
Und da offenbar sogar die weitaus meisten Menschen diesen Denkfehler machen, werde ich, der ich in anderen Bereichen meinerseits für Aufklärung dankbar wäre, den jetzt mal erklären.
Also:
Wir nennen den ersten eingegebenen Suchbegriff x, den zweiten y und den dritten z.
Jetzt verbalisieren wir die genannten Suchanfragen.
1. Suchanfrage: Zeige mir alle Datensätz an, die x enthalten. Trefferzahl, wie gesagt, 41.
2. Suchanfrage: Zeige mir alle Datensätze an, die x und y (sowohl x als auch y) enthalten. Trefferzahl: 0.
3. Suchanfrage: Zeige mir alle Datensätze an, die x und y und z enthalten.
Natürlich ist die Trefferzahl auch hier 0. Das ergibt sich schon aus der zweiten Suchanfrage.
Die dritte Suchanfrage (in Verbindung mit der zweiten) ist also so absurd wie folgender fiktiver Dialog in einem Lebnsmittelgeschäft:

Kunde:
Tach, reizende Jungfer, deren schöne Seele sich in den wunderlieblichen Zügen ihres holden Antlitzes spiegelt (diese sonderbare Anrede hat nun mit der Sache so rein gar nichts zu tun, Anmerkung des Verfassers). Ich hätte gern ein Pfund Spargel und zwei Bosköppe.

Verkäuferin:
Bosköppe sind leider aus.

Kunde:
(mit einem zweifelnden Blick auf die Oberweite der Verkäuferin [was wiederum, erneut Anmerkung des Verfassers, mit der Sache nichts zu tun hat]) Nun ja.
Dann nehme ich ein Pfund Spargel, zwei Bosköppe und ein Kilo Erdbeeren.
Zack-Zack.

Seht ihr?
Was ich sagte, bezieht sich natürlich nur auf die voreingestellte Such-Grundfunktion. Es gibt weitere Optionen.
Für Kenner der Boole´schen Operatoren gesagt: Die Grundfunktion, das ist die UND-Verknüpfung. Daneben gibt es als weitere Funktion die ODER-Verknüpfung.
So.
Nun zurück zu meiner Recherche. Egal was ich gerade suchte. Ich erhielt jedenfalls um die 100 Treffer. Und während ich mir die so ansah, merkte ich, dass sie in chronologischer Folge aufgeführt waren.
In chronologischer Folge!
Die ältesten zuerst!
Und dann kommt noch erschwerend dazu, daß man nicht einfach runterscrollen kann, sondern es dauert mit dem mühsamen WEITER drücken die eine oder andere Minute, bis man ganz unten, also bei den aktuellen Medien angelangt ist.
Eine chronologische Folge in einem OPAC war mir noch nicht untergekommen.
Die Umkehrung der chronologischen Folge ist Standard und doch wirklich auch eine Selbstverständlichkeit.
So stehen nämlich die aktuellen Werke oben.
Die Stadtbücherei Kiel dagegen, in der man ja ansonsten auch gewissenhaft und schwer arbeitet, um die Medien zugänglich zu machen, versteckt per chronologischer Aufführung alles Aktuelle unter Bergen von Veraltetem.
Kaum zu fassen.
Ich sprach einen Bibliothekar daraufhin an (ja, es war einer, nicht eine der Aushilfskräfte). Und was replizierte er?
Daß der OPAC in gewissen Abständen gewartet / auf Vordermann gebracht werde, daß das von mir Angesprochene seiner Erinnerung nach schon einmal moniert worden sei und daß das wohl beim nächsten Expertencheck berücksichtigt würde.
Sehr netter Bibliothekar zwar, dennoch ist es bemerkenswert, daß man hier keinen AKUTEN Handlungsbedarf sieht.
Der besteht aber durchaus.
Denn viele, die den OPAC verwenden, werden aufgrund der chronologischen Folge (die sie nicht gleich durchschauen) bald entmutigt aufgeben.
Andere wiederum werden die Umkehrung der chronologischen Folge als Selbstverständlichkeit voraussetzen und gelangen daher nach zwei, drei kurzen Recherche-Checks zu dem Vorurteil, dass der Bestand hoffnungslos veraltet sei.
Konsequenz: Sie suchen die Bücherei nie wieder auf.

Zentralbücherei: Andreas-Gayk-Straße 31