Archiv für den Monat: Februar 2006

Dresden-Blog: Hostfamily

Wer möchte anderssprachigen Jugendlichen ein Zuhause geben? Zehn Jugendliche aus den USA und Kanada suchen für die Zeit vom 21. Juli bis 19. August Gastfamilien in Dresden. Die jungen Leute sind Austauschschüler des Deutschen Youth for Understanding Komitees und nehmen an einem Sprach- und Orientierungskurs teil. Und für alle die sich nicht nur mit Händen und Füßen verständigen wollen und können (Gipsbein oder so ;)) findet seit gestern ein Englischintensivkurs an der Volkshochschule statt. Für 28 Veranstaltungen löhnt man da allerdings 340 Euro. Wer hat der kann. Für 12 Euro die Stunde lernt man da sicher nicht nur: hello, my name is Dave. How are you? Sicher auch was für Geschäftsmänner oder einfach nur Menschen, die daran interessiert sind Englisch beim 28 „Schulbesuch“ schier perfekt zu beherrschen.

Kiel-Blog: Wildpark Eekholt

Der Wildpark Eekholt ist auf jeden Fall eine Fahrt von Kiel aus wert. Schließlich liegt er unweit von Neumünster, also weniger als ein halbes Autostündchen von Kiel entfernt, und was man dort zu sehen bekommt, wird niemand, der einen Sinn für die Anmut von Tieren hat, bald vergessen.
Den Wolf, dem wir uns so nah verwandt fühlen, wie das in Romanen und Filmen häufige Werwolf-M0tiv zeigt, kann man dort im Freigehege bewundern.
Den Uhu, der uns mit seinen orangerot leuchtenden Augen bannt.
Den Seeadler, der im Vergleich zum Steinadler auf sympathische Weise tölpelhaft wirkt.
Meister Adebar, den Storch, der noch vor hundert Jahren auch in unseren Breiten keine Seltenheit war.
Den quirligen Steinmarder.
Den über alle Maßen knuffigen, bis zum Exzeß verspielten Fischotter mit seiner stupenden Wendigkeit im Wasser und seinem dackelhaften Gang.
Manchmal muß man ein wenig Geduld haben, um die Tiere beobachten zu können. Man ist hier schließlich nicht im Zoo. Aber anders als dort oft bieten die Tiere hier keinen traurigen Anblick, sondern fühlen sich sichtlich wohl.
Aber das Angebot beschränkt sich nicht darauf, den Besuchern Betrachtungsmöglichkeiten zu bieten:
Es gibt darüber hinaus dreimal täglich Flugvorführungen, öffentliche Fütterungen der Wölfe und der Otter, bei denen man sie dann gewiß zu Gesicht bekommt, und sogar für Grillmöglichkeiten ist gesorgt.
Auch einstündige und zweistündige Führungen werden angeboten. Die haben allerdings ihren Preis: Eine einstündige Gruppenführung kostet 26 €.
Aber, na ja, man findet sich ja auch allein zurecht, und der Eintrittspreis von 6,50 € (ermäßigt 5 €) ist doch keineswegs zu hoch.
Lohnend kann es u.U. auch sein, sich eine Jahreskarte anzuschaffen. Diese kostet 16,50 €.
Lohnend deshalb, weil über das Jahr verteilt spezielle Events angeboten werden.
Beispiel: „Versteckte Musikanten –
eine vogelkundliche Frühwanderung …“ am Sonntag, dem 7.5., ab 8.00 Uhr.
Der Wildpark Eekholt ist ganzjährig geöffnet. Einlaß ab 9.00 Uhr (mal von solchen Wanderungen wie der eben erwähnten abgesehen.

Wildpark Eekholt: Großenaspe

Kiel-Blog: Wildpark Eekholt

Der Wildpark Eekholt ist auf jeden Fall eine Fahrt von Kiel aus wert. Schließlich liegt er unweit von Neumünster, also weniger als ein halbes Autostündchen von Kiel entfernt, und was man dort zu sehen bekommt, wird niemand, der einen Sinn für die Anmut von Tieren hat, bald vergessen.
Den Wolf, dem wir uns so nah verwandt fühlen, wie das in Romanen und Filmen häufige Werwolf-M0tiv zeigt, kann man dort im Freigehege bewundern.
Den Uhu, der uns mit seinen orangerot leuchtenden Augen bannt.
Den Seeadler, der im Vergleich zum Steinadler auf sympathische Weise tölpelhaft wirkt.
Meister Adebar, den Storch, der noch vor hundert Jahren auch in unseren Breiten keine Seltenheit war.
Den quirligen Steinmarder.
Den über alle Maßen knuffigen, bis zum Exzeß verspielten Fischotter mit seiner stupenden Wendigkeit im Wasser und seinem dackelhaften Gang.
Manchmal muß man ein wenig Geduld haben, um die Tiere beobachten zu können. Man ist hier schließlich nicht im Zoo. Aber anders als dort oft bieten die Tiere hier keinen traurigen Anblick, sondern fühlen sich sichtlich wohl.
Aber das Angebot beschränkt sich nicht darauf, den Besuchern Betrachtungsmöglichkeiten zu bieten:
Es gibt darüber hinaus dreimal täglich Flugvorführungen, öffentliche Fütterungen der Wölfe und der Otter, bei denen man sie dann gewiß zu Gesicht bekommt, und sogar für Grillmöglichkeiten ist gesorgt.
Auch einstündige und zweistündige Führungen werden angeboten. Die haben allerdings ihren Preis: Eine einstündige Gruppenführung kostet 26 €.
Aber, na ja, man findet sich ja auch allein zurecht, und der Eintrittspreis von 6,50 € (ermäßigt 5 €) ist doch keineswegs zu hoch.
Lohnend kann es u.U. auch sein, sich eine Jahreskarte anzuschaffen. Diese kostet 16,50 €.
Lohnend deshalb, weil über das Jahr verteilt spezielle Events angeboten werden.
Beispiel: „Versteckte Musikanten –
eine vogelkundliche Frühwanderung …“ am Sonntag, dem 7.5., ab 8.00 Uhr.
Der Wildpark Eekholt ist ganzjährig geöffnet. Einlaß ab 9.00 Uhr (mal von solchen Wanderungen wie der eben erwähnten abgesehen.

Wildpark Eekholt: Großenaspe

Kiel-Blog: Stadtbücherei Kiel mit deutlich begrenzten Möglichkeiten

Zur Stadtbücherei Kiel gehören die Zentralbücherei und die neun Stadtteilbüchereien.
Akzeptable Öffnungszeiten hat allerdings nur die Zentralbücherei.
Die Stadtteilbücherei in Elmschenhagen zum Beispiel ist nur ganze 18 Stunden pro Woche geöffnet.
Am Samstag leider überhaupt nicht, obwohl viele Menschen zwischen Montag und Freitag keine Zeit haben, – zumal mit ihren Kindern – die Bücherei aufzusuchen.
Da bleibt ihnen nichts, als den Weg in die Zentralbücherei anzutreten.
Die Gesamtzahl der Medien in den zehn Büchereien beträgt nach eigenen Angaben 312.000.
Zum Vergleich: Die Gemeindebücherei Heikendorf hat wohl inzwischen über 20.000 Medien – Kiel zählt mehr als 30x soviele Einwohner wie Heikendorf.
Die Stadtbücherei hätte also RELATIV erst dann ebensoviele Medien (Bücher, CDs, DVDs usw), wenn sie es auf mehr als 600.000 brächte. Dazu ist noch zu berücksichtigen, daß es wegen der Verteilung auf zehn Büchereien zu wesentlich mehr Dopplungen kommt als in einer Gemeindebücherei.
Der Mangel wird greifbar, wenn man sich vor eines der Regale in der Zentralbücherei stellt:
Der Bereich Philosophie zum Beispiel ist äußerst dürftig ausgestattet. Nur ein paar Handbücher und Übersichtswerke stehen da, und wer ein kassisches Werk eines großen Philosophen dort tatsächlich antrifft, hat Glück. Noch nicht einmal die Grunddisziplinen der Philosophie sind vollständig abgedeckt: Man findet kein einziges einführendes Werk über Logik (weder im Bestand noch im OPAC).
Gemessen an diesem Angebot ist der Service überraschend gut:
„Einführungen ins Internet und Recherche-Service in Online-Datenbanken gehören zu unserem Angebot.“
So heißt es in einem Flyer der Stadtbücherei, und solche Angebote sind tatsächlich sehr nützlich und entsprechend gefragt.
Eine weitere gute Idee (obwohl sie zu weiteren Dopplungen führt):
„Keine langen Wartezeiten für Bestseller.
(„Kein langes Warten auf Bestseller“ ist offenbar gemeint. Gesagt wird hier freilich, daß es die Bestseller sind, die warten. Soviel zur Sprachlogik. Anmerkung des Verfassers)
Je nach Rangordnung der Spiegel-Bestsellerliste werden – zusätzlich zum normalen Bestand – Mehrfachexemplare angeschafft und können gegen eine Gebühr von 2,00 € für zwei Wochen entliehen werden. Eine Verlängerung ist nicht möglich.“
Man fragt sich, ob die Verlage so etwas argwöhnisch betrachten. Schließlich sinken die Absatzzahlen seit Jahren, und die öffentlichen Bibliotheken sind die natürlichen Feinde des Buchhanndels.
Demgegenüber wird die Buchbranche das allgemeine Büchereiensterben mir Genugtuung registrieren.
Die Zentralbücherei in Kiel wird zwar dieser Epidemie nicht zum Opfer fallen, aber es bleibt zu fragen, inwieweit Mittel gekürzt werden oder – siehe den oben erwähnten geringen Medienbestand – schon gekürzt worden sind.

Zentralbücherei: Andreas-Gayk-Straße 31

Kiel-Blog: „Kiel im Blick“ im Werkhof

„Kiel im Blick“ – so heißt das mehrmediale Ausstellungsevent , dessen Zeuge man vom ersten März bis zum 26. April im Werkhof werden kann.
Das Event versteht sich als „eine visuelle und sprachliche Auseinandersetzung mit der eigenen Stadt“.
Die Vernissage findet am Mittwoch, dem 1.3., um 19.00 Uhr statt. Norbert Aust, Leiter des Theaters im Werftpark, führt in das Geschehen ein. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von den Gitarristen Benno Klostermann und Matthias Lehfeldt.
Am 9.3. findet eine Kiel-bezogene Lesung statt. Autoren sind Liv Andresen, Klavki, Björn Högsdal, Patrick Kruse, Christian Lewin und ein anderer.
Im Mittelpunkt aber stehen visuelle Auseinandersetzungen mit der Landeshauptstadt: Zeichnungen, Drucke und Photographien. Die Künstler, die mir allerdings noch sämtlich unbekannt sind (das spricht aber möglicherweise gegen mich, nicht gegen die Künstler), sind Kerstin Mempel, Karin Hilbers, und Johannes J. Dittloff.
Dei Ausstellung – soviel ist wenigstens im Vorhinein zu vermuten – ist vor allem dem heutigen Kiel gewidmet: sowohl Würdigung der Schönheit bestimmter Orte als auch visuelle Kritik an garstigen resp. sich nicht in das Gesamtbild einpassenden Neubauten.
Bleibt zu hoffen, daß man sich auch mit der Geschichte auseinandersetzt und sich den Orten der Innenstadt widmet, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden.
Die Ausstellung ist jeweils von Dienstag bis Freitag, 14-18.00 Uhr geöffnet.

Werkhof: Feldstraße 100

Dresden-Blog: Karneval in Dresden…

Ich selber kenne dieses Phänomen ja nur unter dem Deckmantel Fasching, und da wo ich wech komm wird es auch nicht gerade groß gefeiert, außer noch in der frühen Schulzeit, da war es noch ein fester Bestandteil des Lernplans. Dazu noch diese Sitzungen im Fernsehen, Mainz wie es singt und lacht oder ähnliches. Die laufen ja jetzt rauf und runter und stoßen bei mir auch nicht gerade auf gegenliebe, aber nun gut, jedem das seine. Hier hab ich auch noch nicht viel davon mitbekommen, außer im Pawlow auf der Görlitzer Straße. Die Straße, wo sogar Straßenbahnen mit der Radarpistole ins Visier genommen werden, und bei Überschreitung der für die gesamte Neustadt geltenden 30 km/h auch nicht davor zurückgeschreckt wird, die Bahn anzuhalten und den Fahrern ein Ticket auszustellen. Also dort, wo alles schon vom Grund auf etwas jegg ist, da wird der Karneval noch in seinen Grundzügen zelebriert. Dabei ist das Pawlow im normalen Leben eher eine Bar, wo man gerade dieses treiben nicht vermuten würde. Ist doch der Piercing-Anteil genauso wie der großgliederige Ketten Anteil bei den Besuchern wie bei den Bedienungen enorm hoch. Dazu noch punkige Gitarrenmusik aus alten Boxen und Haarfarben und Schnitte in fast jeder erdenklichen Variation. Gestern war sogar ein Mobiler Bratwurststand aufgebaut und die Polonäse – Blankenese wurde ca. alle Stunde abgehalten. Schon ein schönes Bild, ein Irokesen mit rosa Ballett Rock über die Straße tanzen zu sehen. Heute geht es wohl weiter, denn ein paar von den Clowns, Cowboys und was es sonst noch so gibt, sind schon wieder da, oder vielleicht immer noch…

Dresden-Blog: Karneval in Dresden…

Ich selber kenne dieses Phänomen ja nur unter dem Deckmantel Fasching, und da wo ich wech komm wird es auch nicht gerade groß gefeiert, außer noch in der frühen Schulzeit, da war es noch ein fester Bestandteil des Lernplans. Dazu noch diese Sitzungen im Fernsehen, Mainz wie es singt und lacht oder ähnliches. Die laufen ja jetzt rauf und runter und stoßen bei mir auch nicht gerade auf gegenliebe, aber nun gut, jedem das seine. Hier hab ich auch noch nicht viel davon mitbekommen, außer im Pawlow auf der Görlitzer Straße. Die Straße, wo sogar Straßenbahnen mit der Radarpistole ins Visier genommen werden, und bei Überschreitung der für die gesamte Neustadt geltenden 30 km/h auch nicht davor zurückgeschreckt wird, die Bahn anzuhalten und den Fahrern ein Ticket auszustellen. Also dort, wo alles schon vom Grund auf etwas jegg ist, da wird der Karneval noch in seinen Grundzügen zelebriert. Dabei ist das Pawlow im normalen Leben eher eine Bar, wo man gerade dieses treiben nicht vermuten würde. Ist doch der Piercing-Anteil genauso wie der großgliederige Ketten Anteil bei den Besuchern wie bei den Bedienungen enorm hoch. Dazu noch punkige Gitarrenmusik aus alten Boxen und Haarfarben und Schnitte in fast jeder erdenklichen Variation. Gestern war sogar ein Mobiler Bratwurststand aufgebaut und die Polonäse – Blankenese wurde ca. alle Stunde abgehalten. Schon ein schönes Bild, ein Irokesen mit rosa Ballett Rock über die Straße tanzen zu sehen. Heute geht es wohl weiter, denn ein paar von den Clowns, Cowboys und was es sonst noch so gibt, sind schon wieder da, oder vielleicht immer noch…

Kiel-Blog: Ausstellung im Künstlermuseum Heikendorf

Lange Zeit hieß die zweite Bushaltestelle, die die Busse der KVG in Heikendorf anfuhren, „Teichtor“. Denn das ist nun einmal die Straße, in der die Haltestelle liegt. Nun auf einmal heißt sie „Künstlermuseum“. Und wer immer dafür gesorgt haben mag: Es liegt darin eine Aufwertung dieser Institution, der damit auch ein höheres Maß an Aufmerksamkeit zuteil wird.
Das kommt nun gerade recht, denn am Sonntag, dem 5. März, um 11.30 Uhr wird die neue Ausstellung des Künstlermuseums eröffnet, die bis zum 5. Juni andauert.
Titel:
„Kunst am Westensee – eine Künstlergruppe stellt sich vor“

Sabine Behrens wird die Besucher begrüßen und in die Materie einführen. Den obligaten musikalischen Rahmen bilden Querflötenvorträge.
Sechs Künstlerinnen und drei Künstler sind es, die sich und ihre Werke mittels dieser Ausstellung präsentieren.
Was sie zu einer Künstlergruppe macht, ist (abgesehen vom Ort Westensee) nicht ohne weiteres erkennbar. Denn es scheint ihren Werken kein gemeinsames ästhetisches Programm zugrunde zu liegen.
Manches wirkt realistisch, anderes gar noch romantisch, wieder anderes abstrakt (im engeren Sinne).
Gruppenmitglied Heide Jopp sagt über ihre Arbeit:
„Malen und Zeichnen sind ein hervorragendes Mittel, die Schönheit der Natur nachzuempfinden. Dabei geht es mir um die Vermittlung von Gefühlen, die ich vor dem Motiv aufgefangen habe.“
So wenig reflektiert diese Äußerungen sind, so epigonal ist ihre Arbeit. Sehr caspar-david-friedrichesk, aber trotz mangelnder Eigenständigkeit nicht schlecht.
Eine andere der Ausstellenden, Christin Karbaum, äußert sich so über ihre Arbeit:
„In meinem Schaffen (welcher bedeutende Künstler spricht denn hochtrabend von seinem SCHAFFEN? Frage des Verfassers) kommt alles zum Entstehen, wenn man den Naturrealismus wegläßt.“
Wenn wer ihn wegläßt? Der Betrachter offenbar. Aber der ist doch gar nicht Zeuge ihres Schaffens, sondern vielmehr des Resultats desselben.
Karbaum weiter:
„Damit wird das Gewicht automatisch auf die Rhythmik gelegt.“
Die unter dem Gewicht wohl mächtig schwerfällig wird.
Wir fahren mit dem Zitieren fort:
„Meine Kunst ist eine besinnliches Kunst. Man muß vor sie treten und warten, bis sie einen anredet. Die Geduld ist erforderlich, um zu sehen und die Aussage zu verstehen und zu empfinden.“

„Wer sich selbst interpretiert, geht unter sein Niveau.“
Also sprach Heiner Müller.
Und das mag selbst auf Frau Karbaum zutreffen.

Aber so ganz übel ist das alles nicht.

Künstlermuseum: Teichtor 9

Kiel-Blog: Berufswege kreativ entdecken

Unter diesem Titel findet vom 19.4. bis zum 19.5. 2006 ein Berufsorientierungskurs für Frauen in Kiel statt. Veranstalter ist der Verein für Pädgogische Initiativen und Kommunikation e.V. (Pädiko).
Der Kurs umfaßt 90 Unterrichtsstunden sowie ein vierzehntägiges Praktikum.
Die Kosten scheinen dafür erstaunlich gering: 52 €!
Auf Anfrage wird in begründeten Fällen sogar eine Ermäßigung gewährt, und man bietet eine Kinderbetreuung an.
Angesprochen sind Frauen, die nach Unterbrechung ihres Berufslebens in dieses zurückkehren wollen und solche, die umsatteln wollen, also auf der Suche nach grundsätzlich Neuem sind.
Zu den Inhalten des Kurses gehören Erkennen der eigenen Fähigkeiten und Wünsche, Bewerbungstraining und Informationen zur Situation auf dem Arbeitsmarkt.
Leider sprechen die Veranstalter in ihrer Broschüre nicht die Themen Computer und Internet an, obwohl sich in diesen Bereichen doch gerade Neueinsteigerinnen schwer tun und einer Anleitung bedürfen: Schließlich sind an immer mehr Arbeitsplätzen Fähigkeiten am Computer und informationspraktische Kompetenz unabdingbar.
Die Veranstalter verzichten außerdem darauf, Pädiko näher vorzustellen und die Namen derer zu nennen, die den Kurs leiten.
Außerdem fehlen Informationen über die Praktika, die sich an die Kurse anschließen sollen.
Das alles ist zwar nicht eben vertrauenerweckend, aber wenn interessierte Frauen sich mit den entsprechenden und anderen Fragen an den Verein unter der Telefonnummer 0431/9826390 wenden, dann könnte sich ja herausstellen, daß der Kurs doch so günstig und hilfreich sein kann , wie er auf den ersten Blick scheint.

Veranstaltungsort: Fleethörn 59

Kiel-Blog: Spanisch für alle

Die deutsch-Ibero-Amerikanische Gesellschaft Schleswig-Holstein und das Institut für Spanische Kultur und Sprache stellen ein Kurs- und Kulturprogramm auf Beine und Räder, das in der Tat respektabel und brauchbar ist, will sagen: Es bleiben wohl kaum Wünsche offen.
Allein schon die Spanisch-Kurse decken alles ab:
Es gibt Kurse für Anfänger und für Fortgeschrittene, für Leute, die sich auf Wirtschaftsspanisch spezialisieren wollen und für diejenigen, die sich für verschiedenerlei Diplome fit machen müssen.
Außerdem Kurse für Schüler unterschiedlicher Altersstufen.
Auch Portugiesisch und Katalanisch können erlernt werden.
Kochkurse, Tanzkurse und Gitarrenunterricht runden das Kursprogramm ab.
Die Preise sind durchaus zivil.
Aber zum Gesamtprogramm gehört noch viel mehr:
Studienreisen nach Spanien und Lateinamerika, Konzerte, Filme, Vorträge …
Also einfach mal an die Hombres und Mujeres wenden:

Hardenbergstraße 11
Tel.: 803638

Kiel-Blog: Fahrradzeitung für Schleswig-Holstein

Was es nicht alles gibt!
Und auch noch in der Stadtbücherei Kiel ausliegt!
Zum Beispiel „Pett man Sülm“, die Fahrradzeitung für Schleswig-Holstein.
Erscheint vierteljährlich, das schmale DIN-A-5-Ding, und es wird herausgegeben vom Landesverband Schleswig-Holstein des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC).
„Pett man Sülm“ ist übrigens Niederdeutsch und bedeutet „Tritt Selbst“ (in die Pedale nämlich).
Im Editorial heißt es:
„Licht ins Dunkel bringen …
… daran sollte man in der dunklen Jahreszeit denken.
Geht das Licht an meinem Rad? Denken Sie rechtzeitig daran, die Akkus aufzuladen, Glühbirnen auszuwechseln und Kabel auf Bruch zu überprüfen. Der örtliche Fachhändler hilft gern.“
Bei soviel Erhellendem bleiben in der Tat keine Fragen offen.
Leserbriefe gibt es dennoch.
Auf der entsprechenden Seite bekennt ein Michael Artmann, daß er die PMS genieße. Auf die Idee wäre ich, da durch Literatur verdorben, nie gekommen.
Im hinteren Teil des Hefts wird auf Termine hingewiesen, und da sieht man, daß auch in Kiel einiges geht:
Am 9.2. zum Beispiel setzte es eine „Bilderreise soweit (nein, nicht soweit, sondern so weit; Anmerkung des Verfassers) das Auge reicht, in den Räumen des Schleswig-Holsteinischen Blinden- und Sehbehinderten-Vereins, Melanchthonstraße 31.“
Und demnächst vielleicht ein Hörspiel im Hause des Verbandes der Tauben und Hörgeschädigten?
Was noch?
Radlerstammtisch an jedem ersten Dienstag im Monat um 19.30 Uhr in der Pupille, Saarbrückenstraße 34.
Aber: Dont´t drink and drive!
Leider ist der Ausdruck „Radlermaß“ irreführend, denn immerhin bringt es dieses auch Alsterwasser genannte Gemisch aus Bier und Limonade auf über zwei Prozent Alkohol. Auch damit kann man sich also radfahruntauglich bechern.
Man sieht, nicht nur in „Pett man Sülm“, sondern auch im Kiel-Blog gibt es höchst wertvolle Tips für Radfahrer.

Hamburg-Blog: An Albatross + Theexpectoratedsequence

Die Musik von An Albertross lässt sich eigenlich nur schwer beschreiben. Am besten ist es wenn man nur die Stile aufzählt, die man herausklingen hört: Grind, Electro, Trash, Industrial, Metal, Punk u.v.a. Ist auch nicht so wichtig, verdammtes Schubladendenken. Kommt einfach heute ins Hafenklang und schaut euch die Chaotencombo an.
Beginn ist um 21:00 Uhr, im Vorprogramm spielen Theexpectoratedsequence.

Kiel-Blog: Jahresempfang der IHK Kiel

Nu ja, es ist schon ein wenig her, aber es lohnt sich, darauf zurückzukommen.
1500 Gäste, darunter Peter Harry Carstensen und Christian Wulff, waren im Kieler Schloß zugegen, als IHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann vom Leder zog.
Im Zentrum seiner Rede stand die Frage einer möglichen Zusammenlegung der Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein.
Bzw. für Driftmann eben keine Frage: Das, was man „Die Witrschaft“ nennt, forciert das Zusammenpappen dieser doch durchaus disparaten Länder.
Und da man ja, wie es heißt, keine Politik gegen die Wirtschaft machen kann, ist zu befürchten, daß es tatsächlich so kommt.
Eine Zwangsvereinigung also?
Hat das Volk nichts zu sagen?
Was ist in den Landesverfassungen für diesen Fall vorgesehen?
Und wie soll das Land denn heißen?
Schleswig-Holstein-Hamburg?
Hamburg-Schleswig-Hosstein?
Mal abgesehen von der Reihenfolge:
Es ist einfach entschieden zu umständlich.
Wie dann?
Nordelbien?
Das klingt doch gar zu sehr nach Klerus („Nordelbische Kirche“).
Außerdem ist es unzutreffend, da große Teile Hamburgs südlich der Elbe liegen.
Oder sollen die etwa mit Niedersachsen fusionieren?
Außerdem:
Die mit Abstand interessanteste und erfreulichste Partei in Schleswig-Holstein ist der SSW (Südschleswigscher Wählerverband), die Vertretung der dänischen und der friesischen Minderheit.
Dieser politischen Kraft droht durch eine Fusion die Marginalisierung.

Und ist es vielleicht ein Lichtblick, daß der Hamburger Regierungschef von Beust ausgerechnet einer Veranstaltung mit solchem Inhalt fernblieb?
Leider wohl kaum.
Und was helfen Argumente?
Dennoch sei gesagt, daß Schleswig-Holstein und Hamburg nichts als die Nachbarschaft verbindet. Nie bildeten sie eine Einheit.
Anders verhält es sich mit Berlin und Brandenburg. Schließlich war Berlin bis zur Teilung eine brandenburgische Stadt (vom Sonderstatus der Reichshauptstadt in der NS-Zeit abgesehen).
Nach der Einigung hat man ausgerechnet den vorher immer bejammerten Sonderstatus Berlins zementiert, indem man die selbständige staatliche Einheit Westberlin (die sich stets mehr schlecht als recht als Bundesland verkleidet hatte) und Berlin, Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik, zu einem Stadtstaat vereinte, statt das Ganze einfach Brandenburg zuzuschlagen.

Und außerdem: Was wird aus der Hamburger Freiheit?
Lübeck heißt lediglich Hansestadt, denn es gehört zu Schleswig-Holstein. Hamburg aber heißt, vielleicht nicht ganz glücklich formuliert, Freie und Hansestadt, weil es ein selbständiges Land ist.
Tja, das kommt schon ein wenig komisch, wenn man das Wort „frei“ so mir nichts, dir alles aus dem Namen streichen muß.
Oder läßt sich das vermeiden im Falle der Fusion?
Nein, es läßt sich nicht.

Aber genug davon. Driftmann hatte noch anderes zu sagen:
Er warnte vor einer Großen Koalition aus Kombilohn und Mindestlohn.
Ohauahauahauaha, wie wir Kieler sagen.
Müssen diese Handelsverbandsmenschen denn immer wirtschaftsliberale Hardliner sein?
Dumme Frage, zugegeben.
Es sind ja meist wahre Christenmenschen, die ungelernte Arbeitskräfte (und vielleicht nicht nur die) auf dem Niveau eines kreatürlichen Existenzminimums halten wollen (und vielleicht nicht mal auf dem).
Angesichts der Mindestlohn-Diskussion packe viele Unternehmer die „nackte Angst“, so Driftmann.
Muß wohl Existenzangst sein, wobei das unternehmerische Existenzminimum, wie das Wort Existenzgründung zeigt, ein durchaus anderes ist als das gewöhnlicher Menschen.

Potsdam-Blog: Ballroom

Das Waldschloss öffnet heute seine Pforten zur „Ballroom“-Party. Mit Funky Grooves, Rock, Reggae, Ska und Electronic sorgt DJ Compress für Laune.

Beginn ist um 22:00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Stuttgart-Blog: Le Pop feat. Françoiz Breut & Mathieu Boogaerts

Das erfolgreiche Package „Le Pop“ kommt wieder auf Tour. Das Konzept ist wie gehabt: zwei der führenden französischen Live-Künstler unserer Tage gestalten gemeinsam mit dem anschließenden „Le Pop“-DJ-Set einen ganz speziellen Abend, bei dem es die Perlen aktueller französischer Musik zu hören gibt.

Beginn ist um 20:00 Uhr im Theaterhaus Stuttgart.

Dresden-Blog: Der Carneval in Rom

Arthur Bryk, Maler auf der Durchreise, malt die schöne Marie, und verspricht ihr sogar die Ehe. Nur um dann heimlich nach Italien abzureisen. Nach Rom, wie Marie von seinen Malerfreunden erfährt und wohin sie ihm folgt. Als Junge verkleidet, nähert sie sich dem geliebten Mann…

Die Operette in drei Akten von Johann Strauss mit einem Libretto von Joseph Braun und Richard Genée wird heute Abend um 19:30 Uhr in der Staatsoperette Dresden aufgeführt.

Dortmund-Blog: Oneg Schabbat

Oneg Schabbat, die Freude am geselligen Beisammensein beim Schabbat-Mahl, war im Warschauer Ghetto der Tarnname für eine Gruppe, die sich um den Historiker Emanuel Ringelblum zusammenfand, um das Geschehen im Ghetto möglichst breit zu dokumentieren. Dieses Untergrundarchiv beschreibt auf einmalige Art das jüdische Alltagsleben im Ghetto zwischen 1940 und 1943 aus Sicht der Opfer. Der größte Teil, in Metallkästen und
Milchkannen versteckt, konnte nach dem Krieg geborgen werden. Daraus entstand das so genannte „Ringelblum-Archiv“ im Jüdisch-Historischen Institut in Warschau, insgesamt 30.000 Fotos, Dokumente, Bilder und Aufzeichnungen. Die einzigartige Sammlung, von der die Ausstellung ausgewählte Beispiele zeigt, wurde von der UNESCO auf die Liste „Memory of the world“ gesetzt.

Die Ausstellung zeigt ein breites Spektrum von Materialien, anhand derer die Ausrottung der jüdischen Bevölkerung, aber auch die Überlebensstrategien im Ghetto und die Aktivitäten der jüdischen Untergrundbewegung dokumentiert werden.

Noch bis zum 10. März ist sie in den Räumlichkeiten der Volkshochschule Dortmund zu sehen.

Dortmund-Blog: Breakestra

Die Live-Combo Breakstra aus Los Angeles spielt Stücke, die ihre musikalische Entwicklung beeinflusst und den Hip Hop stark geprägt haben und füllen ihre Sets mit energiegeladenen „Classic Funk Samples“ auf. Das Ergebnis klingt wie lang verloren geglaubte „Rare Grooves“ mit jeder Menge Sly and the Family Stone, James Brown, Tony Avlon und The Third Guitar. Heute Abend sind sie live im FZW. Einlass ist um 20.00 Uhr.

Dortmund-Blog: Handy Geschichte mit Zukunft

Moderne Glasvitrinen mit den handsignierten Prominenten-Handys und Fotos, gut strukturierte Schautafeln mit umfangreichen Erläuterungen zur Entwicklung des Mobilfunks und der Satellitentechnik sowie die dazugehörigen Mobilfunkgeräte des A-, B- und C-Netzes und Satellitenanlagen bilden den Kern der mobilen Ausstellung „Handymuseum“.

Die Wanderausstellung wird derzeit in der Berswordt-Halle gezeigt.

Bremen-Blog: Mondscheintarif

Es ist Sommer. Draußen schäkern verliebte Pärchen, drinnen grummelt Cora Hübsch. Sie hockt allein auf ihrem Zweier-Sofa, um sie herum Knabberkram, die „Brigitte“ und ein Telefon, das einfach nicht klingeln will. Warum ruft er nicht an ? Cora fühlt sich wie eine einzige Problemzone. Sie muss sich ablenken, denn ihr Denken kreist immer enger und panischer um Dr. Daniel Hoffmann, das Fleisch gewordene Klischee eines Traummanns.

Die Theaterumsetzung des Erfolgsromans von Ildikó von Kürthy ist derzeit im Packhaustheater zu sehen.

Bremen-Blog: Wallenstein

Fast ein Jahrzehnt beschäftigte sich Friedrich Schiller (1759-1805) mit der Gestalt des böhmischen Feldherrn Wallenstein aus dem Dreißigjährigen Krieg. Aus dessen langer, verwickelter Geschichte schneidet Schiller einige wenige Tage heraus. Der General ist auf dem Höhepunkt seiner Macht, und doch hat sein Absturz schon begonnen: Er wird seinem Dienstherrn zu gefährlich. Wallensteins Armee, mit deren Hilfe er das Reich für den Kaiser zweimal rettete, wird zum Staat im Staat. Neben der überlieferten scheint sich eine neue Ordnung zu etablieren: Welten begegnen sich.Welche setzt sich durch, die Alte oder die Neue?

Der Schiller-Klassiker ist heute Abend im Theater am Goetheplatz zu sehen. Beginn ist um 19:30 Uhr.

Bremen-Blog: Wallenstein

Fast ein Jahrzehnt beschäftigte sich Friedrich Schiller (1759-1805) mit der Gestalt des böhmischen Feldherrn Wallenstein aus dem Dreißigjährigen Krieg. Aus dessen langer, verwickelter Geschichte schneidet Schiller einige wenige Tage heraus. Der General ist auf dem Höhepunkt seiner Macht, und doch hat sein Absturz schon begonnen: Er wird seinem Dienstherrn zu gefährlich. Wallensteins Armee, mit deren Hilfe er das Reich für den Kaiser zweimal rettete, wird zum Staat im Staat. Neben der überlieferten scheint sich eine neue Ordnung zu etablieren: Welten begegnen sich.Welche setzt sich durch, die Alte oder die Neue?

Der Schiller-Klassiker ist heute Abend im Theater am Goetheplatz zu sehen. Beginn ist um 19:30 Uhr.