Ich neulich im Subway.
“Was möchten Sie für eine Soße?”
“Keine, danke.”
“O.K.”
Ihr hättet den Ton, in dem das untersetzte Mädel “O.K.” sagte, hören sollen. Das klang zwar recht nett, aber auch nach: “Bitte, auf eigene Gefahr!”
Mir war halt gerade nicht nach Scharfem, und die Soßen im Subway sind halt alle scharf.
Nun wissen wir auch warum:
weil das Fleisch scheußlich schmeckt und die Soßen die Funktion haben, den Geschmack zu überdecken.
Warum nur erinnert mich das Ganze an den Gammelfleichskandal?
Na, jedenfalls gibt es im CAP, wie Ihr vermutlich wisst, nächtliche Stoßzeiten, etwa nach dem Torfrock-Konzert neulich in der Halle 400, als auf einmal viele mit Wikingerhelmen durch die Gegend liefen und sangen:
“Wir saufen den Met,
bis keiner mehr steht.
Unser Häuptling heißt Rote Locke.
Wir verbrauchen viel Fraun
und tun Leute beklaun
und haun uns orndlich auf die Glocke.”
Aber ich schweife ab.
Selbst zu solchen Zeiten, wollte ich sagen, stellen sich die Leute lieber bei Donalds Mac in die Schlange und warten eine Viertelstunde an der Kasse – und das auch noch bei geringen Chancen auf einen Sitzplatz – , als sich bequem ins Subway zu begeben, wo alles frei ist.
Man wählt eben das wesentlich kleinere Übel.
CAP: Kaistraße 54-56
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