Archiv für den Monat: Januar 2006

Dresden-Blog: Alte Handys helfen der Umwelt

Wem sein verschlissenes Handy in den Wahnsinn treibt, weil man sich beim Telefonieren nach einer Sekunde schon wieder mit sich selbst unterhält (Akku vollkommen im Po!) oder wer noch eine Telefonzelle in den Maßen 5 mal 7 (Meter) besitzt und sich das Monstrum einfach nicht in die Hosentasche zwängen lässt, oder wer es leid ist, dass immer nur die andern Fotos mit dem Handy schießen, der sollte vielleicht mal an ein neues Mobiltelefon denken! Das Alte aber bitte nicht einfach in die Tonne werfen, oder an den Elbwiesen vergraben- das hilft der Umwelt so gut wie gar nicht! Ausgediente Geräte können nämlich den Schutz der seltenen Elbe- Biber unterstützen! Die Umweltstiftung WWF und die sächsische Verbraucherzentrale starten eine Gemeinschaftsaktion in Sachen Rückgabe alter, verstoßener Handys. Für jedes kostenlos zurückgegebene Gerät fließt eine Spende in das WWF- Naturschutzprojekt „Mittlere Elbe“. Das geht ganz einfach: Spezielle Recyclingtüten liegen in sämtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale aus. In diese Versandtaschen steckt man das alte Teil hinein und wirft es in seinen Briefkasten des Vertrauens, oder einfach in den nächst Besten. Porto zahlt Empfänger. Das hört man immer gern. Achso: Die SIM- Karte muss auch noch raus.
Telefone und Akkus enthalten laut WWF giftige Substanzen, die den Salatkopf im Garten nicht gerade schießen lassen. 😉 Die ausgedienten Handys werden daher umweltgerecht entsorgt oder wiederverwendet. Gute Sache also! Na ja, ich behalte meins noch ne Weile. Kann ja schließlich Fotos machen. Aber ich tue auch was Gutes. Ausgelutschte Batterien, werfe ich umweltbewusst in einen der grünen Behälter in Drogerien oder Supermärkten.

Wiesbaden-Blog: Lesung: Jess Jochimsen

Jess Jochimsen liest heute Abend aus seinem neuen Roman „Bellboy oder: Ich schulde Paul einen Sommer“. Das Buch ist ein mal komischer, mal melancholischer Roman über die Deformationen einer kaputten Kindheit. Gleichzeitig liefert Jess Jochimsen damit eine aberwitzige Chronik des heißesten Sommers der deutschen Geschichte, in dem ein paar schrägen Vögeln mehr passiert als anderen in ihrem gesamten Leben.

Beginn ist um 19:30 Uhr im Pariser Hoftheater.

Hamburg-Blog: 10-Euro-Friseur

Von den 10-Euro-Frisören gibt es ja eine ganze Menge mittlerweile in Hamburg, aber nicht alle sind zu empfehlen, wie ich gehört habe. Also ich war bisher nur bei „Gute Köpfe“ in der Grindelallee und habe da eigentlich keine schlechte Erfahrung gemacht.
Schneiden kostet dort 12 Euro, wer etwas komplett Neues will, zahlt 14 Euro. Es ist wahrscheinlich nichts für diejenigen, die eine ganz persönliche Behandlung wollen, denn dort läuft es eher etwas unpersönlicher. Man zieht sich zu Beginn eine Nummer und wartet bis diese auf einer Leuchtreklame erscheint. Dann geht alles eigentlich ziemlich fix und geföhnt wird am Ende selbst!
Mir hat sowieso gerade eine Freundin erzählt, und die weiß es von einer echten Friseurin, dass ein guter Haarschnitt nicht länger als 10 Minuten dauert, alles andere ist nur Show! Bitte, da haben wir’s doch! Allerdings hatte ich gar keine Zeit ein paar Frauenzeitschriften durchzublättern, weil ich gar nicht warten musste.
Freitagabends schneiden die Friseure dort übrigens bis 22 Uhr und unten im Café/Bar ist Happy Hour und ein DJ legt auf. So stand das zumindest auf dem Spiegel, in den ich 10 Minuten lang reingeschaut habe.

Kiel-Blog: Uhr bei McDonalds

Ich neulich bei McDonalds im CAP.
(Das Folgende ist vielleicht nicht gerade Kiel-spezifisch, dennoch bemerkenswert:)
Man legt mir kommentarlos eine längliche, kleine Schachtel mit aufs Tablett.
Inhalt: eine digitale Armbanduhr inklusive Stoppuhr und Pulsmesser.
Da fragt man sich doch: Ist das nicht eine gar zu aufwendige Dreingabe?
Rentiert sich das?
Später sieht man klarer: Man hat die Uhr ausgepackt, inspiziert, zuhause irgendwohin gelegt und schon fast vergessen.
Nun aber erinnert sie zu jeder vollen Stunde mit einem sympathischen Doppelpiep an ihre Existenz und damit an den Ort, an dem man sie erhalten hat.
Das ist doch wirklich sehr geschickt, zumal die Werbestrategen offenbar antizipiert haben, dass man eine Uhr normalerweise nicht wegwirft, solange sie funktioniert – selbst dann nicht, wenn man sie nicht braucht.

Karlsruhe-Blog: Die Pilatus-Inschrift aus Caesarea Maritima

Die Pilatus-Inschrift aus Caesarea Maritima in Israel wurde 1961 entdeckt. Sie ist die einzige Quelle, die den Statthalter, der für den Tod von Jesus mitverantwortlich war, in der Zeit seiner Amtstätigkeit bezeugt. Aus der viel diskutierten Inschrift folgen wertvolle neue Erkenntnisse für die Zeit des Neuen Testaments.

Der Vortrag und die anschließende Diskussion mit Prof. Dr. Dr. Géza Alföldy beginnen um 20:00 Uhr im Roncalli-Forum.

Hannover-Blog: Jüdische Friedhöfe in Hannover und Zeremonialbauten

Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Geschichte jüdischer Begräbnisstätten in Hannover. Im Mittelpunkt stehen Pläne und Fotografien der Zeremonialbauten, der Predigthalle auf dem Friedhof An der Strangriede (1864), der ehemaligen Trauerhalle auf dem Friedhof Bothfeld (1929, zerstört 1938) und der neuen Trauerhalle (1960).

Die Ausstellung wird heute Abend um 18:00 Uhr im Stadtarchiv Hannover eröffnet.

Erfurt-Blog: Religion im Film

Im Rahmen der wöchentlichen Ringvorlesung „Religion in den Medien – Medien in der Religion“ referiert heute Abend Prof. Dr. Doron Kiesel (FH Erfurt) zum Thema „Religion im Film“.

Beginn ist um 18:15 in der Brunnenkirche, Fischersand.

Erfurt-Blog: Von der Pampelmuse geküßt – Der Heinz-Erhardt-Abend

Wir möchten brechen, und zwar eine Lanze für den Nacken eines deutschen Komikers, denn dort saß immer der Schalk des Schelms Heinz Erhardt, des Wortwitzlers, des mopsfidelen Mannes mit dem Wirtschaftswunderbauch, der aus demselben heraus wundervolle Pointen produzierte, bei denen sich so manches Publikum den eigenen Bauch vor Lachen hielt.

Beginn ist um 19:30 Uhr im Kabarett Die Arche.

Essen-Blog: The Very Best Of Black Gospel

Erstmals ist es gelungen, eine Auswahl der besten Gospelsänger und Sängerinnen in einer Gruppe zu vereinen. Lassen Sie sich hinreißen von der spirituellen Musik dieser zwölf Ausnahmemusiker. In der Engelbertkirche Essen werden ab 20:00 Uhr die bekanntesten und schönsten Gospelsongs aller Zeiten vorgetragen.

Dresden-Blog: Der blaue Salon lädt ein…

Das Parkhotel, auf dem weißen Hirsch gelegen und mit der Tram Nr. 11 einfachst zu erreichen, öffnet heute wieder seine Pforten. Unter dem Motto After Work Party sind alle arbeitenden, arbeitssuchenden und arbeitswilligen, aber auch alle noch nicht genannten wie immer herzlichst willkommen. Was mich bei den feierlichen Aktivitäten dort oben immer wieder in erstauen versetzt, auch wenn es eigentlich meistens nicht zu 100% meine Partys dort sind, ist der zweit DJ, der auf einem eigens für Ihn errichtetem Podest im Klofoyer die Leute auf dem Gang zum WC beschallt. Ich frag mich immer, wie die Betreiber wohl an die DJs rantreten, um sie zu engagieren: Hey, wir brauchen da jemanden, der bei uns Musik macht. Aber auf dem Klo….Wenn man es sich mal genau überlegt, ist es wahrscheinlich gar nicht so schlecht. Er kann die meiste Zeit für sich Musik machen, denn kaum jemand verbringt dort im Foyer mehr als ein bis zwei Minuten, und keiner wird Wünsche oder Kritik äußern. Er kann also völlig losgelöst ein wenig Platten auflegen, vielleicht sein Programm für die nächste Party, wo er wieder evtl. Hauptakt ist, einstudieren, oder einfach Musik hören, die er mag, und dafür auch noch bezahlt werden. Vielleicht frag ich Ihn heute Abend mal, denn ich werde auf jeden Fall vor Ort sein. Ein Freund feiert dort heute noch zusätzlich seinen Ehrentag, und wie ich aus Bekanntenkreisen hab munkeln hören, wird er mit einer wahrscheinlich leicht bekleideten Dame, die aus der Torte springt oder ähnlichem, überrascht. Wer sich das auch nicht entgehen lassen möchte, dem sei noch gesagt, dass zwischen neune und zehne der Eintritt gänzlich frei ist…

Bochum-Blog: Lieber Gott mach mich blind

Robert und Martha sind seit Ewigkeiten verheiratet. Sie leben zusammen, obwohl der Anblick des anderen kaum noch erträglich ist. Sie versuchen, miteinander zu reden, obwohl sie um den beleidigenden Ausgang ihrer Gespräche wissen.
Mit feinem Humor zeichnet Wilhelm Genazino seine Figuren und deren Beziehungen. Für sein Stück „Lieber Gott mach mich blind“ wurde der Romancier und Büchnerpreisträger auf dem Heidelberger Stückemarkt ausgezeichnet.

„Lieber Gott mach mich blind“ ist in der Inszenierung von Christian Tschirner heute Abend um 19:30 Uhr im Schauspielhaus Bochum zu sehen.

Weitere Termine: 4. Februar; 8. Februar; 28. Februar

Berlin-Blog: Gestern beim Netto

Gestern Abend waren meine Freundin und ich beim Netto, um unseren nicht mehr vorhandenen Bestand an Lebensmitteln aufzufrischen. Und da haben wir den Wagen natürlich bis oben hin mit ebensolchen voll gestapelt. Achso, ne tolle Axt, für nur 4,99€ sollte es auch noch sein. Und meine Lady wollte noch die schöne Aloepflanze haben, die dann auch noch eingeladen wurde. Auf zur Kasse! Wir packen den ganzen Kram aufs Band, die Kassiererin zieht alles über den Scanner, und sagt uns dann den Preis. 43,73€ bitte! Okay kein Problem, zum klauen sind wir zu feige, müssen wir halt bezahlen. Ich gebe ihr siegessicher meine EC-Karte. Und dann kommt`s: Mit einem Gesicht, als ob ihr gerade ein Stachelschwein rückwärts die Speiseröhre rauf kriecht, verkündet sie mir dass man heute nicht mit Karte zahlen könne. Dabei verweist sie kopfschüttelnd auf den etwa A5-großen Anschlag der direkt vor der Kasse angebracht ist. Also wirklich direkt. Man sah ihn also nur, wenn man beim bezahlen der Verkäuferin gegenüber stand.
Wie bescheuert ist das denn? Wäre die Bekanntmachung gut leserlich an der Ladentür angebracht, wäre das kein Problem, aber so…
Jedenfalls hat uns die Verkäuferin dann ganz abgeklärt, sie hatte scheinbar schon Routine im Zurückweisen von Kartenzahlungen, unsere nächsten Schritte diktiert. Wir mögen doch Bargeld besorgen und dann können wir unseren Einkauf, der dann im Kassenbereich, also quasi vor dem Ausgang, (wo sich jeder dran bedienen könnte) auf uns warten würde, mitnehmen. Okay habe ich gesagt, und sie dann: „Aber wirklich wiederkommen!“.
Na klar, machen wir!
Wäre ich glaub ich wirklich, aber meine Freundin, deren Geduldsfaden um Längen kürzer ist als meiner, hat dann doch den Einkauf auf einen anderen Supermarkt verlegt. In jenem müssen die Angestellten zwar noch viel schlimmer schuften, und nen Betriebsrat gibt es auch nicht, aber Fressen kommt wohl vor der Moral und Fair Trade kann ich mir nicht so richtig leisten.

Hamburg-Blog: Europa-Passage in der City

Wem die riesige Baustelle in der Innenstadt, direkt am Jungfernstieg noch nicht aufgefallen ist, muss blind sein. Das wird die zukünftige Europa-Passage. Es dauert zwar noch ungefähr 9 Monate bis das Ding offiziell eröffnet wird, trotzdem spricht schon jeder drüber. Die große Opening-Party ist auf den 5. Oktober dieses Jahres angesetzt.
Es ist die größte Innenstadtbaustelle und angeblich arbeiten dort täglich um die 250 Bauarbeiter und Handwerker. Zwischen Ballindamm und Bergstraße wird aus einer Baustelle dann das größte City-Shoppingcenter und Hamburg hat mal wieder was zum angeben. Eigentlich hätte das Hamburg schon viel länger nötig gehabt, denn dann ist endlich überdachtes Shopping möglich. Wer geht schon gerne im Regen shoppen? Etwa 130 Läden und Büros sollen dann in das „Schiff“ einziehen. Ja, Schiff! Der Stararchitekt Hadi Teherani hat den Bauklotz nämlich so gestaltet, dass er einem großen Dampfer ähneln wird – von Innen allerdings nur, denn ein äußerliches Schiff-Haus hat Hamburg ja schon mit dem Gruner und Jahr Verlagsgebäude.
Ob die anderen Läden in der Innenstadt schon vor Angst zittern? Wegen der Befürchtung, dass jeder nur noch in die Europa-Passage gehen wird?!

Hamburg-Blog: Kneipenquartett

Verspätete Weihnachtsgeschenke zu bekommen ist wunderbar – sie können an grauen Januartagen ganz besonders stark die Laune verbessern 🙂
So ging es mir jedenfalls, als ich letzte Woche von einer Freundin noch ein Päckchen mit einer Weihnachtsmann-Postkarte und einem Quartett bekam. Nicht irgendein Quartett, sondern ein „Hamburger Bar- und Kneipenquartett“ mit Thekengutscheinen für 48 verschiedene Läden. Hab schon die ersten Quartettkarten ohne Probleme eingelöst (beim Bezahlen muss man die Spielkarte abgeben, diese wird angekreuzt, damit ungültig und dann bekommt man sie zum Quartettspielen zurück). Cooles Geschenk für „Neu-Hinzugezogene“, die sich noch nicht so gut auskennen, aber auch für „Alt- Eingesessene“, die so gezwungen sind nicht immer nur in die Stammkneipen zu gehen!
Das Quartett gibt’s auch für andere Städte, wie Berlin, Düsseldorf, Köln, Leipzig, München, Frankfurt etc.

Duisburg-Blog: Die gesammelten Werke von Billy the Kid

Billy the Kid, eigentlich Mr. William Bonney, geboren 1859, erschossen im Alter von 21 Jahren – und für jedes Lebensjahr gab es einen Toten, sagten die Leute. Von allen Legenden, die es je im Wilden Westen gab, war er die größte.
Michael Ondaatjes Stück erzählt keine chronologische Biographie, sondern springt wild durch die Zeiten. Es schildert abenteuerliche und groteske Anekdoten, montiert Gedichte, Monologe und Songs zu einer Collage aus den Tiefen der Prärie und versammelt die Freunde und Feinde: John und Sally Chisum, auf deren Farm Billy immer wieder Zuflucht suchte; Angela D., die ehemalige Prostituierte, Billys Geliebte; Charlie Bowdre und Tom O’Folliard, die so elend ums Leben kamen, und Billys Schicksal, seinen einstigen Freund Pat Garret

Das Stück ist heute Abend in der Inszenierung von Boris Mercelot am Theater Duisburg zu sehen.
Beginn ist um 19:30 Uhr.

Bremen-Blog: Verlacht, verboten und gefeiert – zur Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland

Die in Bremen gezeigte Ausstellung stellt ein Kaleidoskop von Zeitdokumenten, Schriftwechseln, Karikaturen und Devotionalien zur Geschichte des Frauenfußballs in Deutschland dar. Die Ausstellungsmacher Jürgen Nendza und Eduard Hoffmann haben dafür Hochschularchive und Vereinschroniken durchwühlt, Magisterarbeiten und Zeitungsartikel aufgestöbert. Präsentiert werden die wichtigsten und anschaulichsten Informationen auf dem Weg zur gesellschaftlichen Anerkennung des Frauenfußballs.

Die Ausstellung ist bis zum 17.Februar in der Bremischen Gleichstellungsstelle zu sehen.