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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Mo
26
Dez '05

Hamburg-Blog: Die Kosinuskurve der Schenkerei

Langsam wird’s besser. Dazu musste ich ja auch nur ein Viertel-Jahrhundert werden. Ich meine, die Schenkerei wird besser. Es verhält sich wie die Kosinusfunktion mit dem Geschenke-Treffer-Grad. Am Anfang, also als Baby bis hin zum Kind, ist es einfach, die Kurve ist auf ihrem höchsten Punkt. Die Wunschliste ist lang, sie wird von den Eltern und Verwandten einfach der Reihe nach abgearbeitet. Dann fällt die Kurve mit dem Älterwerden bis sie schließlich am Nullpunkt und sogar unter den Nullpunkt gerät. Das sah bei mir so aus: Als Teenager wird’s dann schwierig – das sinken der Kosinusfunktion dauert ungefähr so lange bis man wieder einen so genannten „Lebensschritt“ macht, wie zum Beispiel Hauskauf, Heirat, Kinder usw. Bis letztes Jahr hat mir meine Mutter jedes Jahr zu Weihnachten BH’s geschenkt, die mir zu groß waren. Nein, ich bin da auch nicht mehr reingewachsen! Oder meine Oma hat mir grundsätzlich Sachen geschenkt, die sie in ihrer Lieblings-Boutique in Gran Canaria gerade erst im letzten Urlaub gekauft hat und da angeblich der letzte Schrei waren. Schrecklich! Die habe ich direkt nach dem Auspacken zurückgegeben – damit sie es lernt! Ich habe grundsätzlich alle Sachen, die mir nicht gefallen (oder gepasst) haben bei meinen Eltern gelassen und bin ohne sie und ohne schlechtes Gewissen wieder nach Hamburg zurück gefahren.
Aber dieses Jahr war es anders – und das obwohl ich keinen bedeutenden Lebensschritt getan habe. Kein BH, keine Handtasche mit einer Spinne drauf, kein Buch, das mich nicht interessiert. Die Lehrjahre waren bestimmt hart für meine Verwandten, aber schließlich hat es was gebracht. Dieses Jahr lasse ich nichts zurück.

Dresden-Blog: Rodeln wie der Hackl-Schorsch

Leute holt die Schlitten vom Boden und wetzt die Kufen. Schnee hat sich angesagt, und was gibt es dann schöneres, als sich mit vielen gleich gesinnten den Elbhang runter zu stürzen. Letztes Jahr haben sich sogar ein paar verrückte mit Snowboard dazugesellt und haben sich mit nem selbstgebauten Kicker(Sprungschanze, für alle Denglisch-Muffel) zum Löffel gemacht. Direkt am Waldschlösschen, dort bietet die Wiese viel Auslauf und in der Breite finden alle Rodler Platz nebeneinander, ist eine, Achtung wieder neudeutsch, ideale Location dafür. Leider sind nun nach über 15 Jahren Planung und 11 Millionen Euro kosten, ohne dass nur ein Stein bewegt wurde, die ersten Baufahrzeuge angerückt, und das Projekt Waldschlösschen Brücke nimmt konkrete Züge an. Wir können nur hoffen, das die Unesco, die das gesamte Elbufer mit all seinen Schlössern bis Pirna oder noch weiter zum Weltkulturerbe erklärt hat, ein Veto einlegt, und uns so die Elbwiesen in ihrer Pracht erhalten bleiben….

Hamburg-Blog: Weihnachten ist so gut wie um, Planung für das nächste Fest

Allgemein gesagt, weiß der Fischkopp ja schon wie man richtig feiert, aber zu Fasching (auch: Fassenacht, Karneval) ist man in Hamburg wirklich fehl am Platz. In anderen Regionen als die fünfte Jahreszeit gefeiert, will sich auch Hamburg dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Zum Beispiel gibt es da die berühmt berüchtigte Faschings-Party im LiLaBe. Ich war noch nie da, muss ich gestehen, aber dafür habe ich auch ein Totschlag-Argument – wie ich persönlich finde: Die Party findet in der Regel nach Aschermittwoch statt! Hamburg, Hamburg. So kann das nicht weitergehen! Dann darfst du dich auch nicht wundern, dass ich über die närrischen Tage ausreise. An Orte, wo die Menschen wissen, dass an Aschermittwoch alles vorbei ist. Würde ich nach Aschermittwoch noch Fasching feiern, würde ich wahrscheinlich sofort vom Blitz getroffen oder einen Herzschlag bekommen, da ich doch einst den heiligen Narren-Eid geschworen habe.
Für die Planung: Rosenmontag ist dieses Jahr übrigens am 27. Februar.