Ein bisschen angeschickert bin ich schon als ich nach hause komme…Ist ja auch kein Wunder! Ich war auf einer Weinprobe der Rivaner-Initiative in der alten Lokhalle in Mombach.
Der Rivaner auch unter dem Namen Müller-Thurgau, aber wer kann sich schon so einen langen Namen nach ein paar Gläschen noch merken!
Habe mir gleich ein leeres Glas geschnappt und bin von Stand zu Stand.
Eigentlich läuft das Weinprobieren ja so: man bekommt ein kleines Schlückchen ins Glas, überprüft die Farbe und wie er perlt und natürlich das Bouquet (der Weinkenner hält das Glas nur am Stiel, damit der Kelch nicht warm wird und schwenkt es, damit der Wein sein ganzes Aroma entfalten kann). Ein kleiner Schluck Wein wird in den Mund genommen, zwischen Zunge und Gaumen gehalten, ein bisschen gegurgelt und dann, der Laie wird erschrecken, ausgespuckt! (Hab ich natürlich nicht gemacht) Aber wie sonst soll ein Probierer alle Weine objektiv testen können, die heute Abend angeboten wurden? Und es waren sehr viele: aus allen rheinland-pfälzischen Weinanbaugebieten waren Winzer vertreten, die ihre „neuen“ Rivaner vorstellten.
Aber ich habe nicht nur tolle Weine getrunken, sondern auch viel dazu gelernt. Am spannendsten finde ich ja die Sache mit den Aromen. Ein Wein schmeckt heute nicht mehr nur nach Wein, sondern hat einen Hauch von Lakritz, das Bouquet erinnert an Aprikosen, Aromen von Maracuja und Mango…und ich als Grobsensoriker schmecke das natürlich auch, aber nur wenn es mir vorher gesagt wird.
Zum Abschuss hat mir sogar die deutschen Weinkönigin die Hand geschüttelt…na dann prost!
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Ein Grund nicht nach Hamburg zu ziehen ist die Wohnungssuche! Das trifft natürlich nicht für jeden zu. Ist man Student, sucht eine WG-geeignete Wohnung zwischen 250 und 300 Euro in den Vierteln Schanze, Altona/Ottensen, Eimsbüttel, Eppendorf, Winterhude oder St. Pauli kann man sich auf eine ätzende Wohnungssuchprozedur einstellen.
In der Regel drängt man sich zu den Hauptzeiten, das heißt vor Semesterbeginn, im Schnitt mit so etwa 30 anderen Interessenten in der Wohnung rum und versucht den Makler zu bequatschen. Makler? – ja! Es bleibt einem ja nix anderes mehr übrig!
Ich habe damals den Makler mit meiner Mitbewohnerin so vollgeschleimt, dass er uns schließlich die Wohnung gegeben hat. Ich würde ja schon gerne mal wieder umziehen, aber ich habe echt keinen Bock auf die leidige Suche. Deswegen warte ich bis mir eine Wohnung zufällig in die Hände fällt. Aber Suchen, nein danke!
Das versteh wer will, ich tu es nicht. Da war also gestern der 1. Advent, der Striezelmarkt, der sein 571. Jubiläum feiert und somit der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands ist, bricht aus allen Nähten, die Schlange vor der Frauenkirche schlängelt sich über den gesamten Neumarkt, und die Menschen stehen trotz der eises Kälte als würde die Kirche morgen wieder in sich zusammenfallen, und die Altmarktgalerie öffnet Ihre Tore. Einkaufen am Sonntag. Eigentlich verboten, denn irgendeine Vorschrift, ein Gesetz oder eine sonstige Regel erlaubt den Einzelhändlern nicht, an den Adventssonntagen zu öffnen. Doch zu jeder Regel gibt es natürlich auch wieder Ausnahmen, die da lautet, dass sollte ein Adventssonntag, und hier kommt wohl nur der erste in Frage, nicht in den Dezember fallen, sondern in den November, so gilt die Verbotsverordnung nicht. Alles klar…? Nee…, bei mir auch nicht. Keine Ahnung was sich die Gewerkschaften, oder wer sonst für solche Verdrehtheiten kämpft, da so gedacht haben und sie durchdrückt. Die meisten Einzelhändler hätten meiner Meinung bestimmt nichts dagegen, augenscheinlich wurde der Novemberadvent sehr gut angenommen, denn mindestens die hälfte aller sich drängelnden Konsuminsten, nicht zu verwechseln mit den Kommunisten, aber mir gefällt das Wort Konsument nicht annähernd so gut, also sind es Konsumisten, frönten Ihrer Leidenschaft, als hätte es nie eine wirtschaftliche Rezession gegeben, und gaben das Geld mit vollen Händen aus. Kein Wunder, so hatte doch jedes Geschäft irgendeine Supersonderrabattaktion, wo z. Beispiel mein neues T-Shirt, das ja schon reduziert war, noch mal um 30% reduziert wurde. Wer kann da schon nein sagen..
Achso, muss ich auch noch mal kurz angeben. Ich war nämlich am Sonnabend bei nem Konzert von Bloodhoundgang im Huxley´s Neue Welt. Ich muss sogar gestehen, dass ich mich dort amüsiertechnisch recht wohlgefühlt habe. Dass die Typen ne lustige Show abziehen war mir von vornherein klar, aber rein vom musikalischen her, hatte ich so meine Zweifel. Unbegründet wie sich herausstellte. Ich muss neidlos anerkennen, dass die Jungs rocken und viele verschiedene Stile ziemlich originell vereinigen können.
Die Bühnenshow war natürlich auch sehr, sagen wir mal, extravagant. Dem Publikum wurden neben entblößten Ärschen und Schwänzen, auch diverse Körperinhalte wie Lulu und Kotze als nichtwegzudenkende Bühnenelemente präsentiert. Support der Bloodhoundgang waren die japanische Punkband Electric Eel Shock, die wir leider verpasst haben.
War am Wochenende wie schon angesprochen auf dem Visions Festival, war echt geil gewesen. Schon auf dem Weg dahin ham wir uns fast kaputtgelacht. Wir so Platz der Luftbrücke ausse U-bahn gestiegen, da treffen wir nen älteren Mann, der uns ernsthaft fragte, ob wir noch Karten für die “Visions” haben wollen. Haben wir natürlich nee gesagt, und laut gelacht. War zwar gehässig aber lustig. Der gute Mann muss nämlich gedacht haben, dass auf dem Konzert ne Band namens “Die Visions” spielen sollte. Naja egal. Das Festival war auf jedenfall hammergeil! Das einzige was ich nicht verstanden habe, war dass ne Band namens Mando Diao Headliner vor Life of Agony und Turbonegro war. Naja egal immer noch besser als die Puhdys.
Na, da zeigt sich doch mal wieder, dass gerne mal mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird. Nachdem in Hamburg unser Bürgermeister von Beust jetzt wahrscheinlich mit einem breiten Grinsen durch die Gegend läuft, ist der Berliner Bürgermeister Wowereit ziemlich verschnupft. Dieses allerdings nicht, weil er eine Grippe hat, sondern weil die Deutsche Bahn offenbar einen Umzug der Konzernzentrale von Berlin nach Hamburg in Betracht zieht.
Und Herr Wowereit scheint jetzt ein ganz schlechter Verlierer zu sein, dabei hat er ohne mit der Wimper zu zucken damals Unternehmen wie Universal oder Vattenfall – durch Subventionen finanziert – nach Berlin gelockt. Damals war bei ihm immer die Rede von “Entscheidungen in der freien Marktwirtschaft”, jetzt aber jammert er sogar bei unserer Bundeskanzlerin.


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