Es kommt wirklich nicht häufig vor, dass ich Fahrradfahrer bei diesen Temperaturen, die wir gerade hier in Dresden und wohl auch im Rest der Republik haben, beneide. Aber wenn man sieht wie elegant sie morgens durch die fast stehende Blechlawine navigieren und dabei Meter um Meter fressen, da kommt man schon mal in Grübeln. Da steht man also im leichten Schneegestöber auf der Strasse, die Tachonadel vollzieht einen Tanz, oder bessergesagt sie schwoft, zwischen der 0 und der 10, während man ein ums andere Mal von den Fitnessbesessenen (liest sich besessenen eigentlich auch so schön wie es sich schreibt??) Radlern überholt wird. Das Argument, immerhin haben wir es hier kuschelig warm drin, und die da draußen müssen frieren, zählt auch nicht. Im Gegenteil, wenn man nicht gerade nen großen Schlitten aus Bayern oder Sindelfingen, oder eine ähnlich geartete Benzinschleuder unterm Allerwertesten hat, dann funktioniert die Heizung über die Motorwärme, und wie es mit der bestellt ist, wenn man quasi nur steht, das kann man sich ja vorstellen. Es gilt also eher, immerhin bewegen die sich auf Ihrem Esel aus Draht. Schön aber das Freitags, vielleicht auch öfter, ich werde mal drauf achten ob nicht auch anderntags(schon wieder so nen tolles Wort) und gegebenenfalls berichten, Markt in der Lennéstrasse ist, und man aus dem Logenplatz im Auto den Karpfenmann beobachten kann, wie er auf seinem Kleinlaster steht und Karpfen für Karpfen aus einem Bassein ketchert, verprügelt und an schlotternde Traditionalisten, immerhin ist Freitag Fischtag, da kann ein Wetter kommen was wolle, aushändigt. Wohlgemerkt alles im freien…Und schon ist es im Auto gleich viel wärmer, und 10m vorwärts ging’s auch wieder….
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