StadtBlogs: Regionale deutsche Weblogs

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Die neuesten Artikel aus den StadtBlogs

Di
15
Nov '05

Hamburg-Blog: Doppelt hält besser?

Überraschung in meinem Briefkasten:

„Ihre Exmatrikulation findet in 14 Tagen statt, wenn sie bis dahin nicht einen gültigen Krankenversicherungsschutz vorzeigen.“

Aber seid gewarnt, denn eine Krankenversicherung scheint heutzutage nicht mehr auszureichen: Ich bin seit 10 Jahren privat versichert. Ohne meines Wissens oder einer mir bekannten Einwilligung, kümmert sich jetzt aber die gesetzliche Krankenkasse großzügigerweise auch um mich. Ganz so großzügig nun doch nicht, denn da ich an diese keine Beiträge gezahlt habe (warum auch doppelt zahlen?), hat sie sofort und mehrmalig meine Uni informiert, welche nun wiederum ihren freundlichen Brief mit der Exmatrikulations-Drohung an mich losschickte….

Es geht voran

Nach 3 Tagen StadtBlogs.de sind bereits 36 Postings zusammengekommen. Hervorzuheben sind dabei besonders die Blogs aus Hamburg, Berlin, Potsdam, Kiel und Stuttgart , in denen mittlerweile viele interessante Beiträge zusammengekommen sind.
Schon ein schöner Anfang, aber noch lange nicht genug: Einige Städte suchen immernoch nach kreativen Bloggern, die gern im Netzwerk von StadtBlogs.de mitbloggen möchten. Wann bist auch du dabei?

Hamburg-Blog: Winter-Beach-Club

Also, ich bin froh, dass der Sommer vorbei ist! Ich weiß, dass ich mir mit dieser Aussage nicht gerade viele Freunde mache, aber ich finds irgendwie komisch, wenn es so lange in den Spätherbst noch so warm bleibt. Und kaum wird’s ein bisschen kälter, schreien alle gleich auf. Regen ist das allerschlimmste, da meckert jeder. HALLO???!!! Wir wohnen in Hamburg!
Ich hab gehört ihr hattet gar keinen richtigen Sommer – so von wegen, es war gar nicht mal ne längere Zeit warm usw. Ich hab das nicht so mitbekommen, weil ich im Ausland war. Ganz ehrlich: Ich hab mich so darauf eingestellt, dass ich wieder in Hamburg lande und es regnet. Ja, ich hab mich richtig auf mein Hamburg-Wetter gefreut. Pustekuchen! Es war für Anfang Oktober noch super warm und kein Wölkchen am Himmel zu sehen. Sonnenschein pur. Die Schanze war belagert mit Im-Freien-Sitzenden wie zu Hochsommer (wenn es einen gegeben hätte) Zeiten.
Naja, auf jeden Fall wird’s jetzt endlich kälter und hamburgerischer. Juhu!!! Und dann das: Was lese ich heute zufällig: Es gibt jetzt auch einen Christmas-Beach . Los geht’s am 24. November bis 31. Dezember. Da kann man seinen Glühwein in original Helgoländer Dünensand schlürfen. Bin ja mal gespannt, ob da vielleicht doch ein paar Leute mit nem Caipi in der Hand rumlaufen? Das ist also der Startschuss der Winter-Beach-Clubs. Dann kann man ja mal davon ausgehen dass uns im Winter 2006 noch mindestens zwei weitere erwarten. Abwarten, weiter trinken!

Kiel-Blog: Kieler Kinos – das Gelbe vom Ei?

Für eine Stadt dieser Größe ist Kiel überdurchschnittlich mit Kinos ausgestattet:
Wir haben hier schließlich nicht nur das Cinemaxx und das Neue Studio, sondern darüber hinaus drei weitere Kinos, die das Angebot erheblich bereichern:
Kommunales Kino, Traum-Kino und Brücke.Aber da muss die Kritik schon ansetzen. Die Brücke ist durchaus kein Ohrenschmaus. In ruhigen Dialogszenen ist alles in Ordnung, aber wenn Hintergrundgeräusch (bzw. Soundtrack) und Dialog sich überlagern, versteht man oft gar nichts mehr. Aber es ist wohl davon auszugehen, dass sich daran nichts ändern wird. Man wird auf den Eintrittspreis von 1,50 € verweisen und sagen, dass man dafür keine Top-Qualität erwarten könne.
Tja, und wir hatten schon gedacht, der einzige Nachteil dieses Lichtspielhauses sei es, dass die Filme dort immer erst einige Zeit nachdem sie aus den aktuellen Kinos verschwunden sind gezeigt werden.
Im Neuen Studio dagegen stimmt der Ton. In Studio 3 fühlt man sich sogar wie zuhause.
Aber wer will das schon im Kino?
An das eigene Wohnzimmer erinnert dieser “Saal” schon deshalb, weil die Leinwand nicht größer zu sein scheint als der Bildschirm eines Fernsehgerätes.
Es ist schon kurios, dass einem eine solche Unzumutbarkeit als Kinoerlebnis angedient wird.
Im Traum-Kino wiederum nützt es nichts, früh zu kommen, um sich die besten Plätze zu sichern, denn es gibt keine guten Plätze. Freie Sicht hat man nur in der ersten Reihe, aber wie in allen anderen Kinos ist es natürlich auch hier ratsam, die erste Reihe zu meiden.
Sitzt man weiter hinten, hat man verlässlich die Köpfe seiner Vorderleute im Bild, weil die hinteren Reihen nicht nach oben versetzt sind.

Fazit: Kommunales Kino, Studio 1+2 sowie Cinemaxx sind in Ordnung, alles andere sollte nur in Notfällen angesteuert werden.

Kiel-Blog: Sicherheitspersonal in CAP und Bergstraße

Ein Wort zum Humanambiente unserer Hauptstätten für abendliche Freizeitgestaltung, CAP und Bergstraße.
Im CAP wie im Bergstraßen-Komplex (so wollen wir das Ganze hier mal nennen) ist das Sicherheitspersonal deutlich und für jedermann sichtbar präsent.
Das ist gut so.
Der wesentliche Unterschied aber ist, dass die CAP-Leute in feinen Zwirn gewandet sind, während das Bergstraßenpersonal recht unterschichthaft daherkommt.
Überhaupt wirken die security guys im CAP beschwichtigend, die in der Bergstraße dagegen herausfordernd.
Man hat den Eindruck, letztere legen es darauf an zu zeigen, was sie können.
Die Betreiber sollten sich klar machen, dass sie die Wahl haben zwischen Eskalation und Deeskalation, und das ist tatsächlich zu einem Gutteil eine Frage der Kleidung und des Gesichtsausdrucks.

Kiel-Blog: Schwarzfahren mit der KVG ?

Das Angebot der KVG könnte besser sein.
Ein Beispiel:
Von Montag bis Donnerstag gibt es täglich drei Nachtbusse, die vom Hauptbahnhof nach Dietrichsdorf fahren. Da fragt man sich doch: Kann denn nicht einer dieser drei Nachtbusse bis nach Laboe durchfahren? Die Nachfrage wäre wohl in ausreichendem Maße vorhanden.
Außerdem sind die Online-Pläne der KVG eine Katastrophe.
Auf der entsprechenden Site für Hamburg muss man nur Ausgangsort und Ziel eingeben, und schon erhält man die optimale Verbindung mit allen relevanten Angaben.
Die KVG dagegen mutet uns auf ihrer Site zu, uns alles mühsam zusammen zu suchen.

Sollte man sich also rächen, indem man schwarz fährt?
Einfach genug wärs.
Folgendermaßen:

Kontrolleur: Ihr Fahrschein, bitte!

Fahrgast: Ich hatte einen, aber ich habe ihn weggeworfen.

Kontrolleur: Verarschen kann ich mich selbst.

Fahrgast: Und darauf können Sie stolz sein, aber ich meine es ernst: Ich habe meinen Fahrschein aus dem Fenster geworfen. Nicht ganz fein vielleicht, derart die Umwelt zu verschmutzen, aber das kann doch wohl nicht Ihre professionelle Sorge sein.

Kontrolleur: Nun lenken Sie mal nicht ab!
Warum in drei Teufels Namen (Angela Merkel, Guido Westerwelle, Friedrich Merz; Anmerkung des
Verfassers) wirft denn jemand seinen Fahrschein weg?

Fahrgast: Ganz einfach. Sehen Sie mal, da vorn steht doch: “Bitte entwerten Sie Ihren Fahrschein direkt nach
Fahrtantritt im Entwerter.”

Kontrolleur: Ja. Und?

Fahrgast: Das habe ich getan. Nun war mein Fahrschein also entwertet, mithin wertlos. Und warum sollte
ich Wertloses weiter mit mir führen?! Das kann doch niemand von mir verlangen.

Kontrolleur: Aber der Wert des Fahrscheins besteht doch darin, dass Sie mir gegenüber Ihre Beförderungsberechtigung nachweisen können.

Fahrgast: So mag es gedacht sein. Aber das ist nichtig, solange die “Bitte entwerten Sie …”-Schilder in den Bussen implizit kategorisch die Wertlosigkeit aller gestempelten Fahrscheine behaupten.

Kontrolleur: Klougschieter!

Fahrgast: Das ist eine Beleidigung, und dafür habe ich jetzt eine Menge Zeugen hier im Bus.
Macht 40 €.
Wenn wir die Justiz einschalten, wirds wahrscheinlich teurer für Sie, und Sie sind ganz schnell Ihren Job los.

Kontrolleur: Also bitte, hier haben Sie das Geld. Demnächst werd ich n Bogen um Sie machen.

Fahrgast: Geht doch alles.

Aber, liebe Leser, derlei wollen wir doch lieber im Bereich der Fiktion lassen.

Berlin-Blog: Sanatorium 23

Vor kurzem hat in Berlin das Sanatorium 23 seine Pforten geöffnet. Da ich davon im Radio gehört habe, habe ich mir gedacht, dass ich da mal hingehen sollte. Bin ich dann auch.
Die in den Stalinbauten der Frankfurter Allee eingerichtete Themen-Kneipe erinnert mit Form und Ausstattung an ein Sanatorium der 50iger Jahre.
Täglich wechselnde DJ – Sets mit lustigen medizinischen Namen wie Infusion, Rehabilitation und Einlauf, sorgen mit Dub- und Ambientbeats auch akustisch für Atmosphäre.
Die Preise sind natürlich schon ein klein wenig gesalzen, aber nichtsdestotrotz hat es mir und meinen Freunden ganz gut gefallen.

Potsdam-Blog: KOMM KOMM im Waschhaus

Morgen um 20 Uhr feiert der in Potsdam aufgewachsene, nun in Mecklenburg- Vorpommern lebende Künstler Jörg Schlinke die Vernissage seiner Ausstellung “KOMM KOMM”.
In den Räumlichkeiten des Waschhaus zeigt er Videoarbeiten, die sich mit der dunklen Seite der Liebe auseinander setzen.
Protagonisten seiner Werke sind Dinge, Tiere aber auch Schlinke selbst.

Zur Eröffnung werd ichs wahrscheinlich nicht schaffen, aber ansonsten werde ich mir die Ausstellung mit Sicherheit ansehen.

Potsdam-Blog: Märchenland Babelsberg

Im Filmmuseum Potsdam ist gerade die bis April 2006 laufende Austellung “Märchenland Babelsberg” zu sehen. Diese befasst sich mit den DEFA – Umsetzungen bekannter Märchen. Da vermutlich jeder irgendwie mit Märchen groß geworden ist, richtet sich die Austellung an die ganze Familie. Neben den verwendeten Requisiten, sind auch viele der DEFA – Verfilmungen zu sehen.

Berlin-Blog: Röyksopp in Berlin

Heute Abend ab 20 Uhr ist das norwegische Elektropop Duo (hoffentlich schimpft keiner wegen der Bezeichnung) Röyksopp zu Gast im Postbahnhof am Ostbahnhof.
In ihrem letzten Album “Melody A.M.” zeigten sie eindrucksvoll, was man jenseits des Nordpolarkreises für schöne Musik basteln kann, wenn man sich die Zeit der Polarnacht vertreiben muss.
Mit ihrem neuen Album “The Understanding” im Gepäck, zeigen Svein Berge und Torbjorn Brundtland heute, dass sie es auch live drauf haben.

Potsdam-Blog: Pothead

Neulich spielten Pothead im Lindenpark auf. Ich muss behaupten, dass es eines der geilsten Konzerte war, die ich je erlebt habe.
Die weit über 40 jährigen Exilamerikaner spielten Stonerrock vom allerfeinsten. Ich frag mich echt, warum sie noch nicht den Status von Queens of the Stoneage oder Kyuss erlangt haben. Rein musikalisch stehen Pothead kommerziell erfolgreicheren Bands des Genres in nichts nach. Ich möchte auch fast behaupten, dass sie sogar mehr Spass an der Sache haben, was sie auf dem etwa dreistündigen Konzert mit zirka 7 Zugaben eindrucksvoll unter Beweis stellten.

Hamburg-Blog: Super Laden – super Preise!

In der Susannenstraße hat ein kleines, nettes Café erst neulich aufgemacht, das ich wärmstens empfehlen kann. Es ist gegenüber der Presse und neben dem Park Café. Weil es noch so neu ist, hat es noch gar kein Schild draußen hängen und viele nennen es die „p-Bar“, weil vom alten Schild ist noch ein kleines „p“ zu sehen. Es heißt aber tatsächlich „Moraba“. Das Becks und das Astra kosten unter 2 Euro. Ich glaube 1,80 oder 1,90 Euro, was ja für Schanze echt okay ist. Das Essen ist total lecker, vor allem die Pfannkuchen – die gibt es nämlich herzhaft zum Beispiel mit Champignons, Schinken oder Spinat oder man kann sie auch süß bestellen, mit Zucker und Zimt. Noch tümmeln sich nicht alle Schanzen-Styler und man hat dort seine Ruhe, aber das könnte sich bald ändern!!! Also, nichts wie hin, solange es noch nicht heißt „sehen und gesehen werden“!
Während der neue Schuppen, etwas weiter unten in der Susannenstraße, der auch gerade erst neu eröffnet hat, etwas wie das Nouar sein muss: Anbagger-Schuppen vom Feinsten! War aber selbst noch nicht drin, so siehts nur von draußen aus.